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BMW K 1600 B

BAGGER auf bayrisch

Eine erwartete Premiere – aber deswegen nicht minder spektakulär: die neue BMW K 1600 B. Erwartet war sie deshalb, weil die Studie „Concept 101“ aus dem Frühjahr 2015 einfach zu perfekt und schlüssig war, um ohne nachfolgendes Serienmodell in der Versenkung zu verschwinden.

Bevor wir näher auf die Technik eingehen, kurz eine Erklärung, warum BMW ein solches Motorrad – einen Bagger – baut. Sie ist ganz einfach: Harleys Street Glide, der Urvater aller Bagger, ist das meistverkaufte Modell der US-Marke. Will man im wichtigen Motorradmarkt USA ein wenig Terrain gutmachen, dann ist der Einstieg in dieses Segment sicher keine schlechte Idee. (Moto Guzzi verfolgt mit der MGX-21 übrigens dieselbe Strategie.) Außerdem: Die K-Baureihe ist keine üble Basis für ein solches Projekt und wirft mit dem charismatischen Sechszylinder ein ganz besonderes Argument in die Waagschale.
Lichtblitze: In den schlanken LED-Elementen sind alle notwendigen Funktionen vereint.Lichtblitze: In den schlanken LED-Elementen sind alle notwendigen Funktionen vereint.
Weit nach hinten gezogene Seitenverkleidungen sollen für guten Wind- und Wetterschutz sorgen; viel Chrom ist keine schlechte Idee für den anvisierten Markterfolg in den USA.Weit nach hinten gezogene Seitenverkleidungen sollen für guten Wind- und Wetterschutz sorgen; viel Chrom ist keine schlechte Idee für den anvisierten Markterfolg in den USA.
Alsdann, was macht die K 1600 B zum Bagger? Natürlich die übliche Silhouette: Ein knapp geschnittener Windschild ist der höchste Punkt, ab dann fließt die Seitenlinie beständig nach unten. Ein Topcase ist tabu, stattdessen findet man ein stromlinienförmiges, schlankes Heck mit einem dezenten Soziussitz und zwei hübsch integrierten Seitenkoffern; sie sind fix mit dem Heckrahmen verschraubt und bieten einen tiefen Körper mit schlanken Deckeln. Witziges Detail: Zum Radausbau kann der Kotflügel hochgeklappt werden. Im Gegensatz zum üblichen Standard verzichtet BMW auf ein großes Vorderrad (es bleibt beim 17er), auch scheint der Soziussitz um eine Spur kommoder zu sein als auf den entsprechenden Harleys. Dort taugt er ja nur für kurze Etappen.

Technisch basiert die K 1600 B auf der GT, freilich mit verändertem Heckrahmen. Der Motor, der für die gesamte Baureihe auf Euro 4 umgerüstet wurde, leistet weiterhin 160 PS und ein fettes Drehmoment von 175 Nm. Zwei verchromte Schalldämpfer leiten die Abgase elegant heckwärts. Der restliche Rahmen, Fahrwerk, Bremsen und auch die elektronischen Assistenten (u.a. mit drei Fahrmodi) entsprechen in den meisten Belangen den bekannten Elementen an der GT. Das vollgetankte Gewicht: 336 Kilo – happig, aber immer noch weniger als eine zweizylindrige, luftgekühlte Harley.

Die Serienausstattung indes ist ebenfalls üppig: Griff- und Sitzheizung, ABS Pro (=Kurven-ABS), DTC, Tempomat, elektrisch justierbare Scheibe und der Multicontroller sind bereits an Bord. Ebenfalls schon serienmäßig ist das elektronische Fahrwerk Dynamic ESA, das neben dem Standard-Modus erstmals das Setup „Cruise“ anwählbar macht. Als Extras können unter anderem geordert werden: Keyless Ride, adaptives Kurvenlicht, Hill Start Control, ein Audiosystem, der Schaltassistent Pro oder eine elektrische Rückfahrhilfe. Weiters stehen viele Teile zum Customizen zur Verfügung: Schmiederäder im Elf-Doppelspeichen-Design, ein Schmiedelenker, viele Chromteile oder Trittbretter für den Sozius sowie nach vorne verlagerte Trittbretter für den Fahrer.

Motorrad Bildergalerie: BMW K 1600 B

 
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