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Energica Esseesse9

Elektrischer Roadster

Energica EsseEsse9: Prototyp des dritten rein elektrischen Sportmotorrads des italienischen Spezialisten Energica. (Foto: Gianluca Muratori)Energica EsseEsse9: Prototyp des dritten rein elektrischen Sportmotorrads des italienischen Spezialisten Energica. (Foto: Gianluca Muratori)
Cooler Zuschnitt, stark profilierte Reifen, freche Farben – nur eines wird man an diesem Motorrad nicht finden: einen Auspuff. Kein Wunder, die EsseEsse9 ist der jüngste Prototyp des Elektro-Bike Spezialisten Energica – und so wie alle anderen Bikes der jungen Marke wird auch dieser Streetfighter rein elektrisch angetrieben werden. 

Für alle, die mit Energica nichts anzufangen wissen: Das italienische Unternehmen wurde 2014 als Spin-off und Tochterfirma der CRP Group gegründet. Die wiederum fertigt seit über 45 Jahren Präzisionsteile für die höchsten Ligen des Motorsports, unter anderem die Formel-1 und die LeMans-Series. Die elektrische Tochterfirma brachte 2015 sein erstes Serienmotorrad auf den Markt: das Superbike Ego. Wenig später wurde auf der gleichen Basis der Streetfighter Eva nachgeschoben. Beide verfügen über einen 11,7 kWh großen Lithium-Ionen-Speicher, der die futuristisch designten Bikes je nach Fahrweise 50 bis 200 Kilometer weit bewegt. Die Fahrleistungen sind speziell beim Superbike eindrucksvoll: Die Beschleunigung auf 100 ist in kaum mehr als drei Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit wird erst bei 240 km/h begrenzt. Angesichts des massiven Akku-Blocks sind 258 Kilo halbwegs erträglich.
Das Superbike Energica Ego in der neuen Italia-Lackierung.  (Foto: Gianluca Muratori)Das Superbike Energica Ego in der neuen Italia-Lackierung. (Foto: Gianluca Muratori)
Street fighter Energize Eva, ebenfalls in brandneuer Lackierung: Lunar White. (Foto: Gianluca Muratori)Street fighter Energize Eva, ebenfalls in brandneuer Lackierung: Lunar White. (Foto: Gianluca Muratori)
geschäftlich stehen die Zeichen für Energica auf Expansion; man hat ehrgeizige Pläne und Ziele. Mittlerweile ist Energica bereits in acht europäischen Ländern und seit kurzem auch in den USA (San Francisco) vertreten. In vielen weiteren Ländern sucht man einen Importeur, unter anderem auch in Österreich; hier ist man derzeit in Verhandlungen, sagt Energica. Außerdem wurde im Juni eine brandneu gebaute Fabrik mit 32.000 Quadratmeter Fläche eröffnet.

Neue Märkte sind freilich nur eine Möglichkeit, die Stückzahlen zu pushen; kein leichtes Unterfangen mit den Preisen für die aktuellen Modelle, die sich jenseits der 30.000 Euro bewegen.

Hier kommt die neue EsseEsse9 ins Spiel. Der Name steht für die Superstrada 9 (SS9), der offizielle Name der Via Emilia, die sich längs durch das oberitalienische „Motor-Valley“ von Bologna nach Modena zieht. Energica ist in Soliera, einem Vorort von Modena, beheimatet.

Die EsseEsse9 hüpft auf den derzeit aktuellen Vintage-Zug auf, ist deutlich mehrheitsfähiger designt und mit weitaus einfacheren Komponenten ausgestattet: Rundscheinwerfer, gerade Sitzbank, stärker profilierte Reifen. Die Designer wollten außerdem erstmals einen Blick auf die Technik gestatten. Nun, der Blick auf einen fein verrippten luftgekühlten Zweizylinder ist sicher attraktiver als jener auf eine rechteckige Batteriebox, aber vielleicht müssen wir auch in dieser Hinsicht umdenken und umlernen. Auch die seitlichen Alu-Bleche wirken noch etwas roh geschnitzt, während die große Startnummerntafel die ganze Partie ein wenig auflockert.

Noch gilt die EsseEsse9, wie gesagt, noch als Prototyp. Bis zur Serienfertigung könnte sich da noch einiges ändern. Geplanter Marktstart: 2018.
Energica EsseEsse9: Hübsche Seitenansicht mit Startnummerntaferl.  (Foto: Gianluca Muratori)Energica EsseEsse9: Hübsche Seitenansicht mit Startnummerntaferl. (Foto: Gianluca Muratori)
Energica EsseEsse9: Retro-Streetfighter-Elektrobike.  (Foto: Gianluca Muratori)Energica EsseEsse9: Retro-Streetfighter-Elektrobike. (Foto: Gianluca Muratori)
Energica EsseEsse9: Ein wenig Retro, viel Zukunft.  (Foto: Gianluca Muratori)Energica EsseEsse9: Ein wenig Retro, viel Zukunft. (Foto: Gianluca Muratori)
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