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LAMBRETTA V-SPECIAL

Diesmal könntE Es Klappen

Lambretta ist zurück – wieder einmal. In den vergangenen Jahren gab es ja einige Verwirrung um die Eigentümer, Markenrechte, zukünftige Konzepte, die dann wieder über den Haufen geworfen wurden – doch jetzt scheint es, als hätten sich die Wogen geglättet und die Fronten geklärt. Auf erstaunliche Weise, übrigens. Das neue, handelnde Unternehmen heißt nämlich Lambretta GmbH und ist ein Gemeinschaftsprojekt der in der Schweiz ansässigen Innocenti SA und der österreichischen KSR Group. Das Design der neuen Scooter stammt ebenfalls aus Österreich: Es wird von dem als KTM-Mastermind bekannten Designstudio Kiska beigesteuert.

Geplant sind einige Modellreihen, den Start macht die V-Special – ein kompakter, im klassischen Lambretta-Style (also ziemlich eckig) gehaltener Roller. Er wird in drei Hubraumklassen an den Start gehen: als 50, 125 und 200 (wobei letzterer eigentlich nur 170 Kubik hat). Die Motoren sind allesamt luftgekühlte Viertakter, deren Leistungswerte sind überschaubar: mit 2,3/10/12,1 PS.
Statt motorischer Power gibt's ein paar witzige Gags. So lässt sich die V-Special wahlweise (aber in Abhängigkeit der Farbe) entweder mit starrem vorderen Kotflügel („fixfender“) oder mitlenkender Radabdeckung („flexfender“) bestellen. Außerdem besitzen alle Versionen ein teilweise analoges, teilweise digitales Cockpit, das sich via Bluetooth mit dem Smartphone verbinden lässt. Prsaktisch: Die Seitencover am Heck sind für Servicearbeiten leicht demontierbar und auch einfach austauschbar (was einen smarten Zweifarb-Effekt erzeugt); es soll dafür ersatzweise Carbon-Teile geben, ebenso als Tauschteil für die Lampeneinfassung und andere Bereiche. Stichwort Beleuchtung: Sämtliche Lichter werden an der V-Special mit LED-Technologie bestückt.

Hightech – weil natürlich vorgeschrieben – kommt bei der V200 auch in Form eines serienmäßigen ABS (zugeliefert von Bosch) zum Einsatz, die V125 bietet immerhin noch ein Integral-Bremssystem. Scheibenbremsen vorne und hinten sind an 12-Zoll-Rädern montiert. Keine Angaben werden zum Staufach gemacht, außer dass es stattlich sein soll. Wir sind gespannt.

Offen bleibt letztlich auch noch die Preisgestaltung, immerhin werden bis zur Markteinführung noch ein paar Monate vergehen. Die V-Special feiert ihre Publikumspremiere auf der Eicma in Mailand (November), die ersten Exemplare sollen Ende das Jahres in den Verkauf gehen.
Metallstruktur mit ausgesparten Seitenbereichen am Heck – für eine leichtere Wartung bzw. Reparatur des Motors. Nicht unschlau.Metallstruktur mit ausgesparten Seitenbereichen am Heck – für eine leichtere Wartung bzw. Reparatur des Motors. Nicht unschlau.

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