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Triumph: der Moto2- Rennmotor Läuft

Dreizylinder-test in Aragon

Große Fortschritte meldet Triumph bei der Entwicklung des neuen Rennmotors für die Moto2. Die Briten werden ja ab Saison 2019 den Honda-CBR-Vierzylinder als verpflichtende Antriebsquelle in der zweithöchsten GP-Klasse ablösen. Dieser Zeithorizont klingt nun im ersten Moment nicht danach, als müsste man es eilig haben – was allerdings täuscht. Triumph will nämlich das erste Kontingent an Rennmotoren schon im Juni 2018 an die Teams liefern, damit die genug Zeit haben, um rundherum Motorräder zu bauen.

Die Zeit drängt also, und deswegen fährt Triumph nach zahllosen Prüfstandsläufen nun sogar schon schnelle Erprobungsrunden auf der Rennstrecke. Als versierten Testfahrer konnte man Julián Simón gewinnen – der ehemalige 125er-Weltmeister und Vizeweltmeister in der Moto2 ist dafür ein echter Hochkaräter. Nach dem Härtetest in Aragon zeigte nicht nur er sich zufrieden, sondern auch die Ingenieurscrew: In punkto Leistung, Drehmoment und Standfestigkeit habe man die Erwartungen schon übertroffen, auch die Rundenzeiten wären bereits wettbewerbsfähig. Simón lobte ausdrücklich die Leistung, die Getriebeabstufung und den Sound des Dreizylinders. „Mir macht der Motor jede Menge Spaß“, meinte er, ganz braver Testfahrer.
Der Dreizylinder selbst entspricht in Grundzügen jenem Motor, der seit heuer in der neuen Street-Triple-Generation verbaut wird – und geht damit auf dem 675er-Motor in der Daytona zurück. Der mittlerweile auf 765 Kubikzentimeter angewachsene Dreizylinder leistet im derzeit stärksten Serienmodell – der Street Triple RS – 123 PS.

Knackig für die Straße, für die Moto2 natürlich viel zu wenig. Daher wurde der Motor kräftig getunt. Die Maßnahmen laut Triumph:
• Der Zylinderkopf wurde modifiziert, dazu wurden die Ein- und Auslasskanäle überarbeitet, um das Strömungsverhalten zu optimieren
• Die Ventile werden aus Titan gefertigt, die Ventilfedern sind härter, um dem höheren Drehzahlniveau standzuhalten
• Es kommt eine Low-output-Rennlichtmaschine mit geringerer Masse zum Einsatz
• Der erste Gang wird länger übersetzt
• Eine neue Anti-Hopping-Kupplung wurde speziell für den Rennbetrieb entwickelt
• Das eigene Racing-Steuergerät wurde von Magneti Marelli entwickelt
• Die überarbeiteten Motor-Seitendeckel reduzieren die Baubreite
• Eine veränderte Ölwanne ermöglicht eine optimierte Führung der Auspuffkrümmer

Es wird wohl nicht der letzte Test gewesen sein, immerhin wollen die Briten augenscheinlich eine gute Figur machen, wenn sie die Bühne der Weltmeisterschaft betreten und mit Sicherheit auch die Kräfteverhältnisse in der Moto2 durcheinanderwirbeln werden. Letztlich sind auch die Fußstapfen sindgroß, das müssen wir als Vorab-Resümee ebenfalls schreiben. So unspektakulär der Honda-Vierzylinder sich über die Jahre gegeben hat, er war und ist ein Musterbeispiel an Verlässlichkeit, der uns jede Menge rasante und spannende Rennen beschert hat (und hoffentlich bis Ende 2018 noch bescheren wird).

Motorrad Bildergalerie: Triumph: Der Moto2-Rennmotor läuft sich warm

 
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