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Suzuki V-Strom 1000 im Test

Alles geht

Suzuki V-Strom 1000Suzuki V-Strom 1000

Suzukis V-Strom 1000 genießt seit Jahren den Ruf eines Underdog, der wesentlich mehr kann, als man ihm auf den ersten Blick ansieht. Mit dem Jahrgang 2017 wurde sie noch deutlich aufgewertet, vor allem mit Kurven-ABS.


Seit ihrem ersten Auftritt im Jahr 2002 wurde die große V-Strom mehrfach überarbeitet. Heuer kommt sie nicht nur mit der bisher besten Ausstattung und einem modernisierten Design, sondern erstmals auch als XT-Version mit Geländeoptik, die Drahtspeichenräder und mehrere Anbauteile für einen ernsthaften Adventure-Look bietet. Technisch ist das XT-Modell allerdings mit der Standard-V-Strom ident, sie nimmt also weder längere Federwege, noch ein größeres Vorderrad mit auf die Reise.

Das erübrigt sich, weil die V-Strom in leichtem Gelände auch so erstaunlich agil ist. Schotterstraßen, ausgewaschene Lehmpisten, steile Auffahrten und sogar – nicht zu tiefe – Flussdurchquerungen haben wir mit ihr problemlos und noch dazu äußerst komfortabel gemeistert. Der Endtopf sitzt jetzt übrigens wesentlich tiefer, wodurch es nicht mehr ganz so tief durchs Wasser geht, dafür aber bei der Koffermontage zwei gleich große Seitenkoffer passen und die Gesamtbreite dennoch wesentlich geringer ist.


Trotz ihrer 228 (XT: 232) Kilo vollgetankt und 160 Millimeter Federweg funktioniert sie im Gelände noch besser als die 19 Kilo leichtere V-Strom 650, weil ihre voll justierbaren Dämpfungselemente deutlich feinfühliger reagieren. Erst recht gilt das am Asphalt, wo sie ein ausgesprochen neutrales Einlenkverhalten, flottes Handling und vor allem eine unbeirrbare Linie in Schräglage zeigt.


Beim Motor gibt es trotz Euro 4 keine spürbaren Änderungen, was 101 Nm bereits bei 4000 U/min und 101 PS bei 8000 U/min bedeutet. Wir haben bei unserer kurvenintensiven Testfahrt keine Situation erlebt, in der wir uns mehr Power gewünscht hätten. Der Verbrauch wurde gegenüber dem Vormodell etwas reduziert und lag beim Praxistest im Durchschnitt rund einen Liter über dem der V-Strom 650.

Neu sind der Low RPM Assist und das Easy Start System, die das Anfahren beziehungsweise den Startvorgang vereinfachen (man muss den Startknopf nur kurz wie einen Ein-Schalter betätigen und nicht halten, bis der Motor läuft). Unverändert angenehm ist die Kupplungsunterstützung (SCAS), die die Betätigungskraft deutlich reduziert und als Anti-Hopping-Kupplung agiert. Die hervorragende Bremsanlage mit 310-Millimeter-Scheiben und radial montierten Vierkolbensätteln bleibt unverändert, ebenso die 2-stufige und deaktivierbare Traktionskontrolle. Neu ist das Kurven-ABS, womit die Suzuki das preisgünstigste Motorrad mit dieser extrem sicheren ABS-Technologie am Markt ist.


Unter den asphaltorientierten Midsize-Adventures ist die V-Strom 1000 mit ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis (13.290 Euro, XT: 13.790 Euro) nicht zu schlagen. Unser Vergleichstest mit KTM, Honda, Ducati und Triumph in der Ausgabe 5 des Motorrad Magazin könnte sogar zeigen, dass die Karten in dieser Klasse neu gemischt werden.


 

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