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MV AGUSTA Brutale 1000 Serie Oro

Das stärkste Naked bike der Welt!

MV Agusta Brutale 1000 Serie Oro: Das Comeback einer Kultmarke mit einem Paukenschlag – dem mit 208 PS stärksten Serien-Naked Bike der Welt!MV Agusta Brutale 1000 Serie Oro: Das Comeback einer Kultmarke mit einem Paukenschlag – dem mit 208 PS stärksten Serien-Naked Bike der Welt!
Lange Zeit war es ruhig um die krisengebeutelte Kultmarke aus Italien; nach dem Produktionsstopp, dem Ausstieg von Mercedes-AMG, einer kompletten Neupositionierung der Firmenphilosophie und dem Einstieg eines neuen (russischen) Investors scheint es nun wieder aufwärts zu gehen. Zum Glück, es wäre wirklich schade um die Marke und ihre außergewöhnlichen Kreationen. Das beweist nun auch das neueste Modell, mit dem die Italiener einmal mehr ein Ausrufezeichen setzen: die MV Agusta Brutale 1000 Serie Oro.

Was in Mailand zum ersten Mal öffentlich gezeigt wird, ist nichts weniger als das stärkste in Serie gefertigte Naked Bike der Welt. Mit straßenzugelassenen 208 PS bei 13.450 Umdrehungen sticht es sogar viele Superbikes aus. Montiert man ein maßgefertigtes Racing-Kit (bestehend aus Titan-Schalldämpfer von SC-Project und eine spezielle ECU), dann steigt die Leistung sogar auf 212 PS bei 13.600 Umdrehungen. Nicht minder spektakulär: die infernalische Leistung trifft auf ein angeblich fahrfertiges Gewicht von lediglich 184 Kilo. Da sollte kein Auge trocken bleiben, wie man so sagt.
Die motorische Basis des bildhübschen Motorrads wurde dem Superbike der Marke, der F4 RC, entnommen. Damit wollten es die ehrgeizigen Ingenieure aber nicht bewenden lassen und haben dem Vierzylinder eine komplett neue Kurbelwelle, eine neue Airbox, neue Titanventile und geänderte Steuerzeiten verpasst. Auch der Ölkreislauf wurde frisch verlegt – alles, um die Reibung zu minimieren und ein möglichst spontanes Ansprechverhalten zu erzielen. Wenn man schon Brutale heißt ...

Der Rahmen besteht traditionell aus einer Verbundlösung von Stahl-Gitterrohr und Aluminium-Komponenten im Bereich der Schwingenaufnahme. Die Einarmschwinge selbst ist auch ein Gedicht und führt ein fettes 200er-Hinterrad. Sämtliche Fahrwerkselemente (USD-Gabel, Federbein und Lenkungsdämpfer) werden von Öhlins zugeliefert und sind allerfeinste Ware – zudem elektronisch verstellbar. Auch die Bremsen wurden wie zu erwarten aus dem Regal mit den teuren Preisen gewählt: Es sind Brembo-Stylema-Komponenten, vorne mit 320er-Scheiben.
Rundum entdeckt das Auge jede Menge edle Teile: CNC-gefräste Komponenten, viele Carbon-Verkleidungsteile (mit kupferroten Fasern durchwirkt!), eine goldene Racing-Antriebskette und letztlich sogar Carbon-Felgen, die das Gewicht der ungefederten Massen deutlich nach unten drücken. Sehr hübsch sind traditionell auch die Schalldämpfer: Das System ist als 4-1-4-Anlage ausgelegt und schmiegt sich links und rechts unter den Sitz. Eyecatcher wie meistens bei MV Agusta sind die Beleuchtungsmittel: der Voll-LED-Scheinwerfer mit LED-Tagfahr- und sogar Kurvenlicht sowie die arge LED-Lichtschnur am Heck.

Auch in Sachen Hightech und Elektronik zieht die MV Agusta Brutale 1000 Serie Oro viele Register. Es gibt dank Ride-by-wire und Sechs-Achsen-Sensorbox (IMU) eine achtfach verstell- und abschaltbare Traktionskontrolle, eine Anti-Wheelie-Kontrolle (on/off), eine Launch Control, einen Quickshifter (up/down), eine Reifendurckkontrolle und ein Bosch-ABS. Dazu ein fünf Zoll großes TFT-Cockpit, das auch über eine Bluetooth-Schnittstelle für die Smartphone-Anbindung verfügt.
Normalerweise taugen uns TFT-Bildschirme, bei der MV Agusta Brutale 1000 Serie Oro sind wir uns da nicht so sicher ... die Oberfläche sieht aber sehr fein aus. Das Naget Bike ist übrigens keineswegs ein Single Seater: Statt der Carbon-Abdeckung (rechts, wird mitgeliefert), kann man einen Sattel für mutige Beifahrer montieren.Normalerweise taugen uns TFT-Bildschirme, bei der MV Agusta Brutale 1000 Serie Oro sind wir uns da nicht so sicher ... die Oberfläche sieht aber sehr fein aus. Das Naget Bike ist übrigens keineswegs ein Single Seater: Statt der Carbon-Abdeckung (rechts, wird mitgeliefert), kann man einen Sattel für mutige Beifahrer montieren.
Sehr auffällig sind auch die Winglet-artigen Bügel links und rechts des Kühlers. Ihnen kommt tatsächlich eine aerodynamische Funktion zu, ab rund 200 Stundenkilometer sollen sie für deutlich mehr Anpressdruck am Vorderrad sorgen. Der Aerodynamik und den möglichen Geschwindigkeiten ist übrigens auch der für Naked Bikes mittlerweile eher unübliche geteilte Lenker geschuldet: Er sorgt für eine geducktere, sportliche Haltung. Sicher kein Fehler bei über 300 Stundenkilometer, die man mit der MV Agusta Brutale 1000 Serie Oro angeblich erreichen kann.

Kleiner Haken: das sportliche Ausnahmetalent ist vorderhand auf 300 Exemplare limitiert. Ein Preis wurde natürlich noch nicht genannt, man rechne mit einem hübschen Sümmchen. Die Hoffnung legt aber nahe, dass der Serie Oro eine weitere, etwas volksnahere Version folgen wird. Wir drücken die Daumen.

Motorrad Bildergalerie: MV AGUSTA Brutale 1000 Serie Oro

 
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