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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
6.11.2018

BMW S 1000 RR 2019Alles neu

Veni, vidi, vici – als BMW vor zehn Jahren die S 1000 RR auf den Markt gebracht hat, stand die Superbike-Welt Kopf. Auf Anhieb düpierte die bayerische Rakete ihre weitaus etablierteren Racing-Mitbewerber in diversen internationalen Vergleichstests. Doch Konkurrenz schläft bekanntlich nicht, und in jüngster Vergangenheit wurde die Luft für die deutsche „Doppel-R“ angesichts des High-Tech-Wettrüstens in Japan und Italien zunehmend dünner und dünner – die bayerische Dominanz auf der Rennstrecke schwand.

Mit einer brandneuen S 1000 RR kündigt BMW für 2019 jetzt einen Paukenschlag an. Was wohl einem Großteil der Fangemeinde schon auf den ersten Blick positiv auffallen dürfte: die asymmetrischen, viel kritisierten Scheinwerfer sind endgültig passé, die Frontmaske des bayerischen Flaggschiffs wirkt nun eindeutig harmonischer und gefälliger.

Leistung BMW S 1000 RR 2019:
Mit komplett neu entwickeltem Motor und Fahrwerk, einer um 8 PS gesteigerten Motorleistung von nun 207 PS (bei 13.500 U/min) und 113 Nm (bei 11.000 U/min) sowie einer Gewichtsreduzierung von 208 kg auf 197 kg (mit M-Tuningpaket 193,5 kg) geht die S 1000 RR in ihre dritte, vo?llig neue Generation.

Egal ob Landstraßen- oder Ring-Betrieb – die neue RR soll laut stolzem Hersteller keine Wu?nsche mehr offen lassen. BMW will besonders die Assistenzsysteme wie Traktions- und Wheelie-Kontrolle, ABS, Hillstart-Control sowie die Ausstattung mit LED-Beleuchtungsanlage und großem TFT-Display auf ein neues Level gehievt haben.

Beim brandneuen, 4 Kilo leichteren 999-Kubik-Reihenvierzylinder wurde nicht nur die Geometrie der Ein- und Auslasskanäle weiter optimiert, das Aggregat bekommt nun mit der BMW „ShiftCam“-Technologie auch eine innovative Technik zur Variierung der Ventilsteuerzeiten und der einlassseitigen Ventilhübe (ShiftCam-Funktionsweise: eine dreiteilige Einlass-Schaltnockenwelle, die pro zu betätigendem Ventil über zwei auf einem Verschiebesegment angebrachte Nocken verfügt: eine Teillast- und eine Volllastnocke mit jeweils optimal gestalteter Nockengeometrie. Über eine axiale Verschiebung des Schaltnockensegments werden die Einlassventile drehzahlabhängig in nur 10 ms entweder von der Teillast- oder der Vollastnocke betätigt. Die Schaltdrehzahl des BMW ShiftCam Systems beträgt 9 000 U/min).

Ein überarbeiteter Ansaugtrakt sowie eine 1,3 Kilo leichtere Abgasanlage sollen zur gesteigerten Gesamt-Performance beitragen. Das Drehmoment wurde über einen breiten Drehzahlbereich gesteigert, zwischen 5.500 und 14.000 Touren sollen angeblich jederzeit mindestens 100 Nm spontan abrufbar sein – was besonders im stressfreien Alltagseinsatz positiv spürbar sein soll. Die Maximaldrehzahl der S 1000 RR liegt nun bei 14.600 Umdrehungen. Die Schäfte der Einlassventile sind hohlgebohrt, die Schlepphebel ein Viertel leichter als bisher.

Auch beim Fahrwerk bleibt kaum ein Stein auf dem anderen: um das Gewicht zu reduzieren, kommt dem Motor der RR jetzt eine wesentlich stärker mittragende Funktion zu als bisher. Durch die neue Geometrie, optimierte Radlastverteilung (53,8 % am Vorderrad) und die Gewichtsoptimierung will BMW eine frappante Steigerung der Fahrdynamik erreicht haben. Der Lenkkopfwinkel ist nun 0,4° steiler (66,9°) der Nachlauf verringert sich auf 93,9 mm (vorher 96,5 mm). Der Radstand wächst um 9 auf 1.441 mm. Um das Federbein temperaturstabil zu halten, wurde sein Abstand zum Triebwerk vergrößert. An der Front kommt eine völlig neue, 300 Gramm leichtere 45-Millimeter-Gabel (statt bisher 46 mm) mit Closed-Cartridge-Technik zum Einsatz.

Als Sonderausstattung kann die neue RR natürlich mit der nächsten Generation des elektronischen Fahrwerks DDC (neue Ventil- und Regeltechnologie) aufgerüstet werden, die speziell für die neue RR entwickelt wurde. Für ambitionierte Rennsporteinsätze ist zudem ein Shim-Paket zur gezielten Anpassung verfügbar.

Wegen des neuen Layouts des „Flex Frame“-Hauptrahmens sollen der 16,5-Liter-Tank und die Karosserieteile im Sitzbereich deutlich schmaler sein. Das „Ergonomiedreieck“ zwischen Lenkerenden, Sitzfläche und Fußraster wurde ebenfalls optimiert.

Fu?r Anpassung an die jeweiligen Einsatzbedingungen besitzt die S 1000 RR ab nun serienmäßig die vier Fahrmodi „Rain“, „Road“, „Dynamic“ und „Race“. Waschechten Racern stehen mit der Sonderausstattung „Fahrmodi Pro“ drei weitere, frei programmierbare Fahrmodi (Race Pro 1-3) zur Verfu?gung. Hier ko?nnen verschiedenste Regelfunktionen wie Traktionskontrolle, ABS, Wheelie-Erkennung, Gaskennlinie (Drehmomentanpassung) oder die Motorbremse individuell programmiert werden. Weitere Features von „Fahrmodi Pro“ sind die Launch Control und der konfigurierbare Pit-Lane-Limiter. Schaltvorgänge (up & down) ohne Kupplung ermo?glicht der „Schaltassistent Pro“, der serienma?ßig an Bord ist.

Ebenfalls zum Basispreis verfu?gt die neue RR u?ber „ABS Pro“ (Kurven-ABS) sowie die dynamische Traktionskontrolle DTC, die ab Werk auch die Anti-Wheelie-Funktion umfasst. Gegen Aufpreis kann jedoch erstmals die Wheelie-Funktion individuell justiert werden. Laut BMW wurden sa?mtliche Regelsysteme frisch abgestimmt, im Hinblick auf Regelgu?te und Charakteristik optimiert und an die neue 6-Achsen-Sensorbox angepasst.

Damit der Pilot über die Fülle an Funktionen stets die Übersicht behält, implantieren die Bayern der S 1000 RR ein 6,5 Zoll großes TFT-Farbdisplay mit frei wählbaren Layouts (3 Racing-Bildschirme, 1 Landstraßenansicht).

Die S 1000 RR wird für ihre erste Saison in den Farben „Racingred uni“ und der Motorsport-Lackierung zur Verfügung stehen.

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11.1.2019

Prototyp der neuen Triumph Rocket 3, stehend von links nach rechts mit den auffälligen Auspuffkrümmern und den neuen Sidepipes.
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Triumph Rocket kehrt zurück!Erwischt: Prototyp der Rakete!

Von ihrer Vorstellung im Jahr 2004 bis zu ihrem Verschwinden vom europäischen Markt im letzten Jahr, bedingt durch die fehlende Euro-4-Homologation, war sie das Motorrad mit dem größten Hubraum und dem mächtigsten Drehmoment am Markt: die Triumph Rocket 3, mit ihrem längs eingebauten, 2,3 Liter großen Dreizylinder. Und nun, mit Euro 5 kurz vor Inkrafttreten, steht Triumph kurz davor eine komplett neue Rocket 3 für das Modelljahr 2020 vorzustellen.

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BMW:

17.12.2018

BMW F 850 GS Adventure
BMW F 850 GS Adventure

BMW F 850 GS Adventure TestMidsize-Queen

Wie der hubraumstarken Boxer-BMW R 1250 GS wird auch der Paralleltwin-Mittelklasse-GS ab sofort eine Adventure-Version zur Seite gestellt. Die technischen Daten der F 850 GS Adventure haben wir bereits hier protokolliert, Stahl-Chassis und der 853-Kubik-Motor mit 95 PS blieben im Vergleich zur Standard-Version der F 850 GS komplett unangetastet. Jetzt war es an der Zeit für das erste Offroad-Roll-Out mit der Mittelklasse-Reiseenduro durchs andalusische Hinterland.

Im Unterschied zu ihrer großen Abenteuer-Schwester verfügt die F 850 GS Adventure über ein klassisches 21-Zoll-Vorderrad wie es auch bei Sport-Enduros zum Einsatz kommt. Eine gute Wahl, denn zusammen mit 23 Zentimetern Federweg an der Gabel rollt die 850er vergleichsweise widerstandslos sogar über stattliche Hindernisse. Die Front bleibt von Schlägen großteils verschont und hält souverän Spur, während der Hinterreifen in 150/70-17 leicht ausbricht und Radien im kontrollierten Drift absolviert. Hier erweist sich die Abkehr vom Tank unter der Sitzbank als goldrichtige Entscheidung der BMW-Ingenieure. Wegen des nun leichteren Hecks kehrt das Hinterrad nach der Rutschphase deutlich schneller zurück in die Spur, ist generell besser kontrollierbar und auch sonst ist die Radlastverteilung spürbar harmonischer als beim Vorgängermodell F 800 GS Adventure. Obendrein konnte so auch die Fahrwerksperformance optimiert und die Zuladung auf 211 Kilo erhöht werden.

Der während der Fahrt per Hebel zweifach höhenverstellbare Windschild erfüllt seine Aufgabe bravourös. Bei 180 Zentimetern Körpergröße herrscht im Sitzen auf dem 875 Millimeter hohen Sattel selbst bei flottem Autobahntempo absolute Ruhe um meinen Acerbis-Motocross-Helm. Im Stehen sorgen die breiten Rallye-Fußraster für eine große Standfläche und der wie bei der 1250er-Adventure zweifach höhenverstellbare Fußbremshebel erweist sich besonders im Offroad-Betrieb als praktisch. Trotzdem war bei unserem Testbike der Druckpunkt der Hinterradbremse viel zu weit unten, ich musste meinen Fuß wie eine Ballerina weit überstrecken um das Rad dosiert verzögern zu können. Unangenehm, denn im Unterschied zur R 1250 GS Adventure verfügt die 850er nicht über ein teilintegrales ABS, bei dem das Hinterrad beim Betätigen des rechten Handhebels automatisch mitgebremst wird.

Einbußen muss der 850er-Pilot auch beim elektronischen ESA-Fahrwerk hinnehmen, das ausschließlich die Dämpfung des Federbeins reguliert. Die Einstellung der Upside-down-Gabel wird von ESA nicht beeinflusst, sie kann selbst per Werkzeug nicht justiert werden.

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17.12.2018

BMW R 1250 GS Adventure
BMW R 1250 GS Adventure

BMW R 1250 GS ADVENTURE TESTDAUERBRENNER

Mit einem Einstiegspreis von 21.450 Euro in Österreich ist die brandneue BMW R 1250 GS Adventure in Kürze erhältlich. Die technischen Details haben wir hier aufgelistet. Aber schon jetzt haben wir die Weltreise-Variante der neuen R 1250 GS 2019 einen ganzen Tag in Spanien einer Praxis-Probe unterzogen. Unsere Route führte vorwiegend offroad auf anspruchsvollen Schotterstraßen durch die Pampa zwischen Malaga und Granada.

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12.12.2018

Zubehörprogramm von Touratech für die BMW R 1250 GS.
Zubehörprogramm von Touratech für die BMW R 1250 GS.

BMW R 1250 GS ZUbehörBoxer-Perfektion von Touratech

BMW liefert mehr Performance, Touratech mehr Accessoires. Die nächste Evolutionsstufe des universellen Dauerbrenners macht vor allem motorisch mit einer Hubraumerweiterung und variabler Ventilsteuerung einen großen Schritt vorwärts. Die Spitzenleistung wurde um 11 PS auf 136 angehoben, das Drehmoment legte gar um 18 Newtonmeter zu und beeindruckt mit einem Maximalwert von 143 Nm. Hinzu kommen Spielereien wie die Hill-Start-Control oder der dynamische Bremsassistent. Rein äußerlich lässt sich die neue GS kaum etwas anmerken, nur an den Logos und den Zylinderdeckeln lässt sich eindeutig festmachen, dass es sich um das jüngste Modell handelt. 

Das kaum veränderte Design hat allerdings auch einen Vorteil, denn so lassen sich viele Teile für die R 1200 GS aus den Zubehörprogrammen diverser Zulieferer einfach übernehmen, von der Fußrastenanlage bis zum Fahrwerk. Hinzu kommen neu entwickelte Elemente zum individuellen Auf- und Ausbau des Topsellers. Der BMW-Abenteuerspezialist Touratech hat bereits eine breite Palette an Accessoires im Online-Shop verfügbar und wird eine komplett ausgestattete R 1250 GS auf der Motorradmesse in Tulln von 1. bis 3. Februar 2019 präsentieren.

BMW R 1250 GS Zubehör Touratech

bike-austria Tulln, 1. - 3. Februar 2019
Öffnungszeiten:
Freitag und Samstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Sonntag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

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6.12.2018

In einem japanischem Custombike wurde ein neuer BMW-Boxer präsentiert.
In einem japanischem Custombike wurde ein neuer BMW-Boxer präsentiert.

Neuer BMW BoxermotorSensation in japanischem Custombike

Einen ungewöhnlichen Weg geht BMW mit einem völlig neuartigen Boxermotor, der bald eine neue Modellfamilie eröffnen könnte. Wir erinnern uns an die R5-Hommage vom letzten Jahr, die einen neuen Cruiser in naher Zukunft vermuten ließ. Am 2. Dezember präsentierte nun die japanische Motorrad-Schmiede CUSTOM WORKS ZON ein im Auftrag der Bayern aufgebautes Custom Bike mit einem Prototypen eben dieses Boxermotors. CUSTOM WORKS ZON wurde 2003 von Yuichi Yoshizawa und Yoshikazu Ueda in der Präfektur Shiga gründet und ist bekannt für ihre außergewöhnlichen Kreationen. Dieses Bike fällt besonders durch den mächtigen Motor im schlanken Chassis mit schmalen Reifen auf (21 Zoll vorn und 26 Zoll hinten, aus Aluminium gefräste Felgen).

Über die Zusammenarbeit mit BMW Motorrad freute sich Yuichi Yoshizawa enorm: „Es war eine große Ehre und Herausforderung, für einen der traditionsreichsten Hersteller der Branche ein Motorrad rund um den Prototypen eines so spektakulären neuen Boxermotors bauen zu dürfen.“ Natürlich wird bereits wild über den neuen Motor spekuliert, womit BMW sein Ziel wohl erreicht haben dürfte. Sowohl die äußere Geometrie als auch die sichtbaren Elemente, wie z.B. die oberhalb der Zylinder in verchromten Schutzrohren verlaufenden Stößelstangen, erinnern an die Boxermotoren, die bei BMW Motorrad bis Ende der 1960er Jahre gebaut wurden – nur eben mit deutlich größerem Hubraum und moderner Luft-Öl-Kühlung. Mehr wird allerdings vonseiten des Werks noch nicht verraten.

Das Bike von CUSTOM WORKS in Zusammenarbeit mit BMW Motorrad erntete viel Anerkennung in der Szene, so gewann er den „Best of Show Motorcycle“ Award, die höchste Auszeichnung der Hot Rod Custom Show in 2018. Die Mooneyes-Show, wie sie in der Customizer-Szene genannt wird, fand bereits zum 27. Mal im japanischen Yokohama statt und zieht jährlich gut 15.000 Zuschauer an nur einem Veranstaltungstag an. Auto- und Motorrad-Custombuilder aus aller Welt stellen ihre Kreationen vor. Insgesamt waren knapp 300 Autos und 650 Motorräder, sowie jede Menge Händlerstände zu sehen.
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Supersport:

24.11.2018

Norton Superlight
Norton Superlight

Norton Superlight158 Kilo trocken, 105 PS stark

Leider haben wir nur wenige und nicht besonders tolle Fotos, dafür ist das Bike umso interessanter: die neue Norton Superlight. Sie ist ein Ableger der neuen britischen 650er-Einsteigerlinie, die mit der Atlas Nomad und der Atlas Ranger zwei sehr volksnahe, preislich interessante Modelle bringt. Davon kann hier allerdings keine Rede sein. Wenn die Norton Superlight Anfang 2020 nach Deutschland und Österreich kommt (Marktstart in Großbritannien bereits im Juni 2019), dann wird sie in Deutschland zirka 24.000 Euro und in Österreich 27.000 Euro kosten.

Wenn Ihr den Schock verdaut habt, dann zahlt sich ein näherer Blick aus, der den Preis rechtfertigt. Denn was hier verbaut wurde, ist – abgesehen vom Motor – die allerfeinste Ware. Bleiben wir aber kurz noch beim Motor: Er entspricht in Grundzügen dem neuen flüssig gekühlten 650er-Reihenzweizylinder-DOHC, der auch in der Norton Atlas verwendet wird. Allerdings wurde die Leistung für den Supersportler von 84 auf 105 PS angehoben. Dabei bleibt’s aber nicht: Hier darf der Fahrer aus drei Fahrmodi wählen, Road, Sport und ProRace. Außerdem macht eine Sechs-Achsen-IMU die Applikation vieler Assistenzsysteme möglich: die Norton Superlight kommt serienmäßig mit Traktionskontrolle, Wheelie-Control und Launch-Control. Bedienbar sind diese Systeme über ein 7-Zoll-TFT-Display.
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