Leeren ›

Österreichs Plattform
Symbol, das darstellt, dass dieses Magazin 24h am Tag und 7 Tage die Woche verfügbar ist
für schräges Leben

Leseprobe gefällig?

Bitte, gerne! Einfach auf das Vorschaubild klicken und schon startet der Download.

menu
Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
6.11.2018

BMW C 400 GTMIT SACK UND PACK

Bereits 2011 hat BMW mit C 650 Sport und C 650 GT zwei Maxi-Scooter für verschiedene Einsatzbereiche auf den Markt gebracht, jetzt wird das bewährte Dual-Konzept auch in der Roller-Mittelklasse umgesetzt: der im Herbst 2017 präsentierte, bei Loncin in China gefertigte Midsize-Scooter C 400 X (unser Fahrtest hier) bekommt 2019 eine „Gran-Turismo“-Variante zur Seite gestellt. 

Motorisch basiert der brandneue, tourentaugliche C 400 GT erwartungsgemäß auf seiner X-Schwester. Auch im Stahl-Gitterrohrrahmen des GT-Modells pulsiert der Euro4-konforme 350-Kubik-Einzylinder mit 34 PS, 35 Nm, Ausgleichswelle und stufenlosem CVT-Getriebe. ABS und Anti-Schlupfregelung sind ab Werk mit an Bord, außerdem kommt der C 400 GT serienmäßig mit Keyless-Go-System: es bedient Zündung, Lenkschloss, Sitzbank, Tankdeckel und Staufächer. Der neue, 212 Kilo schwere Midsize-Scooter wird außerdem mit Seiten- und Hauptständer geliefert.
Gesteigerten Komfortansprüchen wird der neue C 400 GT durch eine 775 mm niedrige Sitzbank mit separater Fahrer-Rückenstütze sowie kommoden Sozius-Trittbrettern statt spartanischer Beifahrer-Fußraster gerecht. Das höchstzulässige Gesamtgewicht beträgt 415 Kilo, der Tankinhalt von 12,8 Litern ermöglicht ausgiebige Ausfahrten abseits des City-Dschungels.

Auch der Wind- und Wetterschutz soll im Vergleich zum X-Modell dank eines höheren, jedoch nicht verstellbaren Windschildes deutlich verbessert worden sein. Zwei versperrbare Handschuhfächer (rechts mit 12-V-Steckdose) und das ausschließlich bei BMW verbaute, ausklappbare Kevlar-„Flexcase“ sorgen für stattlichen Stauraum: Bei geparktem Fahrzeug sollen ein Integral- und ein Jethelm unter der Doppel-Sitzbank Platz finden. Während der Fahrt muss das Flexcase naturgemäß eingeklappt werden, so kann bei Bedarf weiterhin ein Helm unterm Sattel verstaut bleiben. 

Leider darf man sich (wie auch beim C 400 X) nur gegen stattlichen Aufpreis am grandiosen 6,5-Zoll-TFT-Display samt Bluetooth, Pfeilnavigation und Steuerung per Daumenrad ergötzen. Serienmäßig montiert BMW im Cockpit ein eher rustikales LC-Display mit analogem Tacho. Auch das LED-Tagfahrlicht findet sich in der – BMW-typisch umfangreichen – Aufpreisliste, obwohl der Rest der LED-Lichtanlage serienmäßig verbaut wird.

Vorne rollt der bis zu 139 km/h schnelle C 400 GT auf einem 15-Zoll-Alu-Gussrad mit 120/70er-Pneu. Das 14-Zoll-Hinterrad schafft den notwendigen Platz fürs Flexcase und wird mit einem Pneu der Dimension 150/60-14 bereift.

Der neue BMW C 400 GT steht in drei Farbvarianten zur Wahl. Alpinweiß uni, Moonwalkgrey und Blackstorm metallic.

Mehr zum Thema:

Scooter/Roller:

12.2.2019

Vespa GTS 300 HPE Supersport in Grau von links nach rechts in Schräglage
Vespa GTS 300 HPE Supersport in Grau von links nach rechts in Schräglage

Vespa GTS 300 HPE 2019Sticht die stärkste Wespe aller Zeiten?

Sie zählt nicht nur zu den erfolgreichsten großen Scooter Europas, sondern ist in der aktuellen Form längst ein Kultobjekt. Über 430.000 Fahrzeuge hat Piaggio von den GTS-Modellen seit ihrer Einführung im Jahr 2003 (damals noch „GT“) verkauft, und in Österreich nimmt die GTS seit Jahren auch den Rang des meistverkauften motorisierten Zweirads ein. Updates und Modifikationen werden daher sehr behutsam angebracht, es steht viel am Spiel. So kann man auch verstehen, dass Piaggio an der Grundrezeptur seit mehr als 15 Jahren nicht gerührt hat und auch beim aktuellen Facelift sehr vorsichtig zu Werk gegangen ist.

weiterlesen ›

BMW:

17.12.2018

BMW F 850 GS Adventure
BMW F 850 GS Adventure

BMW F 850 GS Adventure TestMidsize-Queen

Wie der hubraumstarken Boxer-BMW R 1250 GS wird auch der Paralleltwin-Mittelklasse-GS ab sofort eine Adventure-Version zur Seite gestellt. Die technischen Daten der F 850 GS Adventure haben wir bereits hier protokolliert, Stahl-Chassis und der 853-Kubik-Motor mit 95 PS blieben im Vergleich zur Standard-Version der F 850 GS komplett unangetastet. Jetzt war es an der Zeit für das erste Offroad-Roll-Out mit der Mittelklasse-Reiseenduro durchs andalusische Hinterland.

Im Unterschied zu ihrer großen Abenteuer-Schwester verfügt die F 850 GS Adventure über ein klassisches 21-Zoll-Vorderrad wie es auch bei Sport-Enduros zum Einsatz kommt. Eine gute Wahl, denn zusammen mit 23 Zentimetern Federweg an der Gabel rollt die 850er vergleichsweise widerstandslos sogar über stattliche Hindernisse. Die Front bleibt von Schlägen großteils verschont und hält souverän Spur, während der Hinterreifen in 150/70-17 leicht ausbricht und Radien im kontrollierten Drift absolviert. Hier erweist sich die Abkehr vom Tank unter der Sitzbank als goldrichtige Entscheidung der BMW-Ingenieure. Wegen des nun leichteren Hecks kehrt das Hinterrad nach der Rutschphase deutlich schneller zurück in die Spur, ist generell besser kontrollierbar und auch sonst ist die Radlastverteilung spürbar harmonischer als beim Vorgängermodell F 800 GS Adventure. Obendrein konnte so auch die Fahrwerksperformance optimiert und die Zuladung auf 211 Kilo erhöht werden.

Der während der Fahrt per Hebel zweifach höhenverstellbare Windschild erfüllt seine Aufgabe bravourös. Bei 180 Zentimetern Körpergröße herrscht im Sitzen auf dem 875 Millimeter hohen Sattel selbst bei flottem Autobahntempo absolute Ruhe um meinen Acerbis-Motocross-Helm. Im Stehen sorgen die breiten Rallye-Fußraster für eine große Standfläche und der wie bei der 1250er-Adventure zweifach höhenverstellbare Fußbremshebel erweist sich besonders im Offroad-Betrieb als praktisch. Trotzdem war bei unserem Testbike der Druckpunkt der Hinterradbremse viel zu weit unten, ich musste meinen Fuß wie eine Ballerina weit überstrecken um das Rad dosiert verzögern zu können. Unangenehm, denn im Unterschied zur R 1250 GS Adventure verfügt die 850er nicht über ein teilintegrales ABS, bei dem das Hinterrad beim Betätigen des rechten Handhebels automatisch mitgebremst wird.

Einbußen muss der 850er-Pilot auch beim elektronischen ESA-Fahrwerk hinnehmen, das ausschließlich die Dämpfung des Federbeins reguliert. Die Einstellung der Upside-down-Gabel wird von ESA nicht beeinflusst, sie kann selbst per Werkzeug nicht justiert werden.

weiterlesen ›

:

Leseprobe gefällig?

Bitte, gerne! Einfach auf das Vorschaubild klicken und schon startet der Download.