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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
25.10.2017

Kawasaki Ninja 400Kleiner KRIEGEr

Kawasaki zieht auf der Tokio Motor Show ein weiteres Schwert aus der Scheide: die neue Ninja 400, die als Ablöse der Ninja 300 ab kommendem Frühjahr auch nach Europa kommt. Punktgenau in der immer beliebteren A2-Führerscheinklasse angesiedelt soll der kleine Krieger eine Schneise für Team Green in diesen Markt schlagen.

Dafür bekam die Ninja 400 ein völlig neues Konzept verpasst. Der Zweizylindermotor wuchs um 103 auf nunmehr 399 Kubikzentimeter, was hauptsächlich dem Drehmoment und damit dem kernigen Gefühl beim Fahren zugute kommen sollte: 38 Newtonmeter bei 8000 U/min klingen deutlich griffiger als die alten 27 Nm bei 10.000 U/min. Die Leistung stieg etwas moderater, hält aber nun bei 45 statt 39 PS. 

Das Leistungswachstum trifft auf ein reduziertes Fahrzeuggewicht: schlanke 168 Kilo fahrfertig entsprechen einem Gewichtsverlust um sechs Kilo. Das gelang hauptsächlich durch das neue Rahmenkonzept, das Kawasaki bei der Ninja H2 aufgegriffen und seitdem schon in anderen Bikes umgesetzt hat: Es beruht auf einem Gitterrohrrahmen aus Stahl mit Alu-Trägerplatten zur Schwingenaufnahme. Der Motor wird als tragendes Teil genutzt und ermöglicht eine schlanke, material- und damit gewichtssparende Konstruktion.
Auch das Drumherum sieht sportlich und erwachsen aus: Vom Zwei-Scheinwerfer-Gesicht über die integrierten vorderen Blinker bis hin zu den dünn gespeichten Gussrädern und dem schlanken Schalldämpfer. Das Instrument entspricht jenem der Ninja 650, da gibt’s also ebenfalls nichts zu bekritteln. Solide sieht letztlich auch die Scheibenbremse im flotten Wave-Design aus, die mit 310 Millimeter Druchmesser für herzhafte Verzögerung gut sein sollte und mit einem Nissin-ABS interagiert.

Letzter wichtiger Punkt: Die Sitzhöhe ist mit 785 Millimeter erfreulich niedrig, kleinere Fahrerinnen und Fahrer profitieren obendrein von einem im Vergleich zur Ninja 300 um 30 Millimeter schmaleren Sattel – damit schrumpft die Schrittbogenlänge und man genießt einen nochmals sichereren Stand. Wer aufgrund seiner Körpergröße damit keine Probleme hat, kann den Standardssitz übrigens gegen einen dicker gepolsterten Ergo-Sattel austauschen. Im Original-zubehör finden sich noch weitere nützliche Dinge: ein großer Windschild, eine 12V-Steckdose, die sportliche Soziusabdeckung, ein Tankrucksack und vieles mehr. Voraussichtlicher Marktstart für den in Schwarz oder Grün/Schwarz (KRT Edition) erhältlichen Sportler: Ende März 2018. Die Preise sollen in ein paar Wochen bekannt gegeben werden.
Motorrad Bildergalerie: Kawasaki Ninja 400

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