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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
16.7.2017

Indian Scout BobberBAd to the Bone

Erste 2018er-News zu Saisonmitte: Indian präsentiert eine neue Spielart der Scout, die ein wenig aggressiver, sportlicher wirkt: die Scout Bobber. Damit erweitern die Indianer ihre Einstiegspalette auf drei Modelle: neben Scout Bobber gibt es ja noch die klassische Scout und die etwas abgespeckte, günstigere Scout Sixty.

Mit der Scout Bobber reagiert Indian nicht nur auf einen aktuell herrschenden Trend zu finsteren, chrombefreiten Fahrzeugen, sondern schließt auch eine Lücke, die durch den Wegfall der Schwestermarke Victory entstanden ist. Dort wurde ja kurz vor dem Zusperren die „Octane“ lanciert, die ebenfalls auf der Scout-Plattform aufgebaut und ein eher grimmiges, sportliches Bike im Dragster-Stil verkörpert hat.
Was macht nun die Scout Bobber aus? Der größte Unterschied liegt in der veränderten Sitzposition. Man sieht’s ja schon am Foto oben: Der neue Tracker-Lenker ist flacher und weniger ausladend, zwingt einen daher in eine eher nach vorne gebeugte, sportlichere Sitzposition. Dazu passen die um 38 Millimeter nach hinten gerückten Fußraster, insgesamt nimmt man also eine sehr energische Haltung ein.

Parallel zu dieser Anpassung der Ergonomie wurde auch das Design nachgeschärft. Auffallendstes Merkmal ist das neue Scheinwerfergehäuse, das wie die meisten anderen Komponenten schwarz gehalten wurde: das Instrumentengehäuse und die Doppel-Schalldämpfer sind weitere Beispiele. Auch der Motor darf weniger blanke Metallteile und glänzende Deckel zeigen als bei anderen Scout-Modellen. Letztlich wurden noch die Kotflügel vorne und hinten kräftig gestutzt (gechoppt), dazu Reifen mit stärker ausgearbeitetem Profil montiert. Ein eigenes, reduziertes Tank-Emblem und ein zweifarbiger Ledersattel vollenden das stimmige Ensemble.
Technisch blieb indes fast alles beim Alten: der flüssig gekühlte V2 liefert samtige 95 PS ab, während das Fahrwerk ein kleines Update bekam – vorne in Form einer neuen Cartridge-Telegabel, hinten durch um jeweils 25 Millimeter gekürzte Federn. Die Bremsen blieben unangetastet.

Das jüngste Familienmitglied soll zu Jahreswechsel bei den Händlern stehen, der Aufpreis auf die bekannte Scout bleibt mit 300 Euro (Deutschland) bzw. 460 Euro (Österreich) erfreulich gering. Die Preise starten demnach bei 13.990 Euro (Deutschland) bzw. 16.390 Euro (Österreich), immer für die Versionen in Schwarz oder Schwarz Matt. Für die drei farbigen Varianten (Rot, Silver Smoke, Bronze Smoke) werden noch ein paar weitere Hunderter fällig.
Motorrad Bildergalerie: Indian Scout Bobber

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Jüngstes Beispiel ist die Sportster-Garde. Die kleinen Luftgekühlten bekommen 2018 weiteren Zuwachs durch die neue Iron 1200 und die Forty-Eight Special. Letztere stellt dem Urvater aller modernen Bobber eine leicht veränderte Interpretation zur Seite.

Groß sind die Unterschiede zur normalen und bekannten Forty-Eight nicht, muss man sagen. Ihr wichtigstes Merkmal stellt der höher aufragende Tallboy-Lenker dar. Im Gegensatz zum Mini-Ape, wie er beispielsweise auf der Iron 1200 montiert ist, steht der Tallboy aufrechter, seine Griffe sind weniger stark gekröpft. So wird der Fahrer in eine leicht vorgeneigte Position gezwungen, die Fäuste werden in den Wind gestreckt.

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