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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
19.3.2017

Husqvarna 701 SM 2016Das Dauertest-Fazit

Alle Fotos © www.kurtpinter.com

Ganz bestimmt kein Zuckerschlecken war der Dauertest 2016 für unsere Husqvarna 701 Supermoto: Neben dem alltäglichen Arbeitsweg in die Redaktion verbrachte sie einige Wochenenden auf der Supermotard-Strecke, war erste Wahl für die Feierabendrunde im Alpenvorland, durcheilte das verwinkelte Trentino in Rekordzeit und konnte nicht einmal leere Supermarktparkplätze ungeachtet links liegen lassen – schließlich war sie das mit Abstand geeignetste Stunt-­Motorrad des Langzeit-Fuhrparks.

Der 67 PS starke LC4-Einzylinder mit 68 Newtonmeter Drehmoment macht dank leichtgängiger Kupplung, präziser Dosierbarkeit und sanfter Gasannahme steile Wheelie-Einlagen kinderleicht, für hohe Stoppies lässt sich das Bosch-ABS deaktivieren und der Supermotard-Modus erlaubt atemberaubende Drifts mit kalkuliertem Risiko, weil dabei die Stotterbremse am Vorderrad aktiv bleibt. Das Heck-ABS wird mittels op­tionalen Elektroniksteckers unter der Sitzbank deaktiviert. Wenn man ohnehin schon dabei ist, den erwähnten Dongle einzubauen, raten wir bei der Gelegenheit zum Austausch der bleischweren Standardbatterie. Zwar bringt die Husqvarna ohnehin nur federleichte 156 Kilo auf die Waage, trotzdem drückt der Einbau ­einer Lithium-Batterie das Gewicht um weitere 2,3 Kilo. Unsere Erfahrungen mit der JMT-Batterie von Louis (ab € 99,99) sind nach neun Monaten Erprobungsphase durchwegs positiv: Das moderne Power-Paket lädt deutlich schneller als ein konventioneller Stromspender und selbst bei frostigen vier Grad Außentemperatur zu Saisonende konnten wir keinerlei Nachteile beim Startverhalten feststellen.

Mit einem blütenweißen Motorrad ist es ähnlich wie mit dem Ordinationsmantel ­eines Arztes: Ist das weiße Kleid mit Schmutz besudelt, verblasst augenblicklich der ehrfürchtige Respekt vor der sonst so eindrucksvollen Erscheinung. Weil man aber ganz besonders mit der sportlichen Husqvarna im City-Alltag und auf Tour stets gern die Blicke auf sich zieht, wurde die 701 öfter und gründlicher gewaschen als jedes andere Fahrzeug unseres Dauertest-Fuhrparks. Nur gut, dass die klaren Formen der durchtrainierten Husky diese Arbeit leicht machen. In wenigen Minuten ist die Austroschwedin mit dem Schwamm abgeschrubbt und mit Rehleder trocken gewienert – schon glänzt jeder Zentimeter ihres Athletenkörpers prachtvoll wie nach einem Bad in Chlorbleiche.

Zumindest fast, denn der weiße Teil der dreifarbigen Sitzbank weigert sich beharrlich gegen jegliche Säuberungsversuche. Vermeiden lässt sich die Verschmutzung leider nicht, nach jeder ­Regenfahrt rückt die makellose Reine wegen des Schmutzwassers in unerreichbarere Ferne.

Trotz scheinbar übermächtiger Konkurrenz gab sich unsere Husky selbst beim Beschleunigungsvergleich keine Blöße. Während die kurz übersetzte Supermoto auf der klassischen Viertelmeile gegen Yamaha YZF-R1, Ducati X-Diavel & Co. naturgemäß keine Chance hatte, punktete das Leichtgewicht mit seiner fabulösen Beschleunigung aus dem Stand: Tempo 100 erreichte die 701 nach nur 3,75 Sekunden.

Nicht unerwähnt darf in diesem Zusammenhang der sensa­tionell sparsame Durchschnittsverbrauch der Husqvarna 701 bleiben: Selbst bei ambitioniertem Tempo reichen 4,7 Liter für hundert Kilometer.

Doch die 701 sprintet nicht nur stark, sie ver­zögert auch effizienter, dosierbarer und auf Wunsch brachialer als die meisten anderen Motorräder. Mit eiserner Gewalt beißen die 4-Kolben-Monobloc-Bremszangen in die 320 Millimeter große Stahlscheibe der hervorragenden Brembo-Bremsanlage. Handlich im Radius, sprintstark am Kurvenausgang und gnadenlos in der Bremszone – dieses Erfolgsrezept macht die 701 zu einem beinahe unschlagbaren Gegner auf kehrenreichen Strecken.

Obendrein ist auch gegen die satte Straßenlage des voll einstellbaren WP-Fahrwerks, mit dem die Husky blitzschnell durch Radien aller Art wetzt, kaum ein Kraut gewachsen. Im engen Winkelwerk gibt die Supermoto zweifelsfrei den Ton an und zeigt hier auch leistungsstärkeren Konkurrenten höchstens ihr quadratisches LED-Rücklicht.

Knapp vor Ende des Dauertests erlaubte sich die souveräne 701 dennoch einen kleinen Fauxpas: Die hydraulische Kupplungsbetätigung versagte urplötzlich den Dienst. Aufgrund eines undichten Geberzylinders verabschiedete sich mitten auf Tour ein Großteil der Hydraulikflüssigkeit. Die Husky schaffte die Heimfahrt dennoch aus eigener Kraft, der Druckpunkt wanderte ­jedoch ans innere Ende des Hebel-­Bereichs.

Mit einer luftigen Sitzhöhe von 890 Millimetern blieb der Anteil an weiblichen 701-Käuferinnen wohl überschaubar. Zu groß scheint die Angst, an der roten Ampel mangels Fuß-Bodenkontakt hilflos umzukippen wie ein Wäscheständer im Herbstwind. Trotzdem offerierte das Motorradmagazin im Rahmen des „Ladies­Camps“ unser Dauertestfahrzeug inter­essierten Damen für Testrunden am Wachauring. Die Begeisterung der Teilnehmerinnen war un­erwartet groß, das Grinsen unterm Helm angesichts des ­unkomplizierten Charakters und des spritzigen Vortriebs breit.

Auch die Flattrack-Racerin, Ladies­Camp-Instruktorin und Speed-Queen Yasmin Poppenreiter konnte ihre Freude über die 701 Supermoto kaum zügeln, sie brannte einige beherzte Runden auf den Asphalt des Wachaurings und wagte auf der Husky sogar die Verfolgung von Supermoto-­Profi Laura Höllbacher und MM-Team­-Pilotin Kim Adlhart, die sich auf ihren SM-Wettbewerbsfahrzeugen spektakuläre Showrennen lieferten.

Seit der Eingliederung der Marke in den KTM-Konzern war die 701 Supermoto das erste Straßenmotorrad des austroschwedischen Herstellers, erst Ende 2017 folgen nun die Vintage-Modelle 401 Svart- und Vitpilen. Die 701 bleibt natürlich im Programm, schließlich feierte sie nicht nur in unserem Dauertest, sondern auch bei den Verkaufszahlen stattliche Erfolge: Beachtliche 137 Exemplare wurden 2016 in Österreich zugelassen.

Addiert man weitere 338 verkaufte Stück vom KTM-Schwestermodell 690 SMC-R, offenbart sich ein erfreulicher Trend: Alltagstaugliche Supermotards stehen mehr denn je hoch im Kurs und dürfen daher keinesfalls aussterben. Husqvarna jedenfalls hält die SM-Tradi­tion auch dieses Jahr aufrecht, denn die Euro-4-konforme zweite 701-Generation steht schon in den Startlöchern – jetzt sogar mit sagenhaften 74 statt wie bisher knapp 70 PS. Wir freuen uns schon auf die bevorstehende Premiere im Sattel des aufgemotzten Husky-Quertreibers.

Motorrad Bildergalerie: Husqvarna 701 SM 2016

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17.12.2018

BMW F 850 GS Adventure
BMW F 850 GS Adventure

BMW F 850 GS Adventure TestMidsize-Queen

Wie der hubraumstarken Boxer-BMW R 1250 GS wird auch der Paralleltwin-Mittelklasse-GS ab sofort eine Adventure-Version zur Seite gestellt. Die technischen Daten der F 850 GS Adventure haben wir bereits hier protokolliert, Stahl-Chassis und der 853-Kubik-Motor mit 95 PS blieben im Vergleich zur Standard-Version der F 850 GS komplett unangetastet. Jetzt war es an der Zeit für das erste Offroad-Roll-Out mit der Mittelklasse-Reiseenduro durchs andalusische Hinterland.

Im Unterschied zu ihrer großen Abenteuer-Schwester verfügt die F 850 GS Adventure über ein klassisches 21-Zoll-Vorderrad wie es auch bei Sport-Enduros zum Einsatz kommt. Eine gute Wahl, denn zusammen mit 23 Zentimetern Federweg an der Gabel rollt die 850er vergleichsweise widerstandslos sogar über stattliche Hindernisse. Die Front bleibt von Schlägen großteils verschont und hält souverän Spur, während der Hinterreifen in 150/70-17 leicht ausbricht und Radien im kontrollierten Drift absolviert. Hier erweist sich die Abkehr vom Tank unter der Sitzbank als goldrichtige Entscheidung der BMW-Ingenieure. Wegen des nun leichteren Hecks kehrt das Hinterrad nach der Rutschphase deutlich schneller zurück in die Spur, ist generell besser kontrollierbar und auch sonst ist die Radlastverteilung spürbar harmonischer als beim Vorgängermodell F 800 GS Adventure. Obendrein konnte so auch die Fahrwerksperformance optimiert und die Zuladung auf 211 Kilo erhöht werden.

Der während der Fahrt per Hebel zweifach höhenverstellbare Windschild erfüllt seine Aufgabe bravourös. Bei 180 Zentimetern Körpergröße herrscht im Sitzen auf dem 875 Millimeter hohen Sattel selbst bei flottem Autobahntempo absolute Ruhe um meinen Acerbis-Motocross-Helm. Im Stehen sorgen die breiten Rallye-Fußraster für eine große Standfläche und der wie bei der 1250er-Adventure zweifach höhenverstellbare Fußbremshebel erweist sich besonders im Offroad-Betrieb als praktisch. Trotzdem war bei unserem Testbike der Druckpunkt der Hinterradbremse viel zu weit unten, ich musste meinen Fuß wie eine Ballerina weit überstrecken um das Rad dosiert verzögern zu können. Unangenehm, denn im Unterschied zur R 1250 GS Adventure verfügt die 850er nicht über ein teilintegrales ABS, bei dem das Hinterrad beim Betätigen des rechten Handhebels automatisch mitgebremst wird.

Einbußen muss der 850er-Pilot auch beim elektronischen ESA-Fahrwerk hinnehmen, das ausschließlich die Dämpfung des Federbeins reguliert. Die Einstellung der Upside-down-Gabel wird von ESA nicht beeinflusst, sie kann selbst per Werkzeug nicht justiert werden.

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17.12.2018

BMW R 1250 GS Adventure
BMW R 1250 GS Adventure

BMW R 1250 GS ADVENTURE TESTDAUERBRENNER

Mit einem Einstiegspreis von 21.450 Euro in Österreich ist die brandneue BMW R 1250 GS Adventure in Kürze erhältlich. Die technischen Details haben wir hier aufgelistet. Aber schon jetzt haben wir die Weltreise-Variante der neuen R 1250 GS 2019 einen ganzen Tag in Spanien einer Praxis-Probe unterzogen. Unsere Route führte vorwiegend offroad auf anspruchsvollen Schotterstraßen durch die Pampa zwischen Malaga und Granada.

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14.12.2018

Triumph Scrambler 1200 XC und XE in der Wüste.
Triumph Scrambler 1200 XC und XE in der Wüste.

Triumph Scrambler 1200 TestEhrlich erdig

Am Sonntag, den 16. Dezember 2018, war es endlich soweit: Wir durften wohl eines der Highlights der kommenden Motorradsaison in Portugal testen, bei einer im Heritage/Retro-Segment ungewöhnlich ausführlichen Präsentation. Denn die Triumph Scrambler 1200 wurde nicht nur einen Tag lang auf der Straße, sondern auch abseits griffiger Asphaltbänder bewegt, weshalb von den Briten ein zweiter Fahrtag angesetzt wurde. Anscheinend wollte man tatsächlich beweisen, dass 200- bzw. 250-Millimeter-Federweg nicht nur am Papier und auf den Pressefotos eine gute Figur machen. 

Die Details zu den beiden Scrambler-Schwestern XC und XE erfuhren wir bereits bei einer internationalen „statischen“ Präsentation in London Ende Oktober. 90 PS und 110 Nm aus dem bekannten 1200er Parallel-Twin, der mittlerweile glückliche sieben Modelle befeuert, 200 bzw- 250 Millimeter Federweg, 840 bzw. 870 Millimeter Sitzhöhe, 5 bzw. 6 Fahrmodi, Fahrwerk von Öhlins und Showa, Bremsen von Brembo und auch sonst zwei fein bestückte Schönheiten. Die Erwartungen an die Neuzugänge im Modern Classics-Segment von Triumph waren entsprechend hoch und an das große Selbstvertrauen der Briten geknüpft, was die Versprechen zur Geländegängigkeit der Scrambler betrifft. Handelt es sich wirklich um ernste Enduros, oder ist alles nur englischer Eklektizismus?

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7.12.2018

Die Kawaki Ninja 125 und die Z125 im Schlagabtausch.
Die Kawaki Ninja 125 und die Z125 im Schlagabtausch.

Kawasaki Z125 & Ninja 125 TestZweieiige Zwillinge

Unter dem Motto „The toughest Choice“ fand von Ende November 2018 die Presse-Präsentation der beiden neuen Kawasakis Ninja 125 und Z 125 in Malaga, Spanien, statt. Wenn man sich für eine der beiden brandneuen Japanerinnen entscheiden müsste, zahlt es sich definitiv aus, vorher eine Testfahrt mit beiden zu machen. Schließlich spricht Kawa selbst von der "härtesten Entscheidung".

Kawasaki hat vor der Einführung dieser beiden Modellreihen eine Marktumfrage durchgeführt, um zu erheben, was die Hauptgründe für den Kauf solch eines Motorrads sind. Der Großteil der Befragten gab an, den meisten Wert auf das Styling und die Marke des Bikes zu legen (ganz im Gegenteil zu Motorrädern mit größeren Motoren, wo für die Befragten vor allem die Performance zählt). Mit ihrem Styling können die beiden Japanerinnen auf jeden Fall punkten. Sie sollen vor allem eine junge Zielgruppe (= Führerscheinbesitzer der Klasse A1) ansprechen und dieser den perfekten Einstieg in die Welt von Kawasaki bieten – daher kommen auch die Leitsätze von Kawasaki: „Your first Z“ beziehungsweise „Your first Ninja“. Die Ninja 125 vervollständigt somit die Produktpalette im Supersport-Segment, die Z125 macht das Naked-Segment komplett.
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Husqvarna:

23.11.2018

Husqvarna Svartpilen 801
Husqvarna Svartpilen 801

Husqvarna Svartpilen 801 ErlkönigZweizylinder für die Austro-Schweden

Soeben wurde die neue Husqvarna Svartpilen 701 für das Modelljahr präsentiert, da ist unseren aufmerksamen Fotografen bereits der nächste Schritt vor die Linse gefahren: ein Prototyp einer Husqvarna, die auf Basis der neuen Reihen-Zweizylinderplattform von KTM gebaut wurde. Also jener Plattform, die mit der 790 Duke debütierte und die 2019 mit der 790 Adventure ihre Fortsetzung finden wird.

Dass Husqvarna ebenfalls Fahrzeuge mit dem neuen Reihen-Zweizylinder anbieten wird, ist ja schon länger klar. KTM-Boss Stefan Pierer sprach im Frühjahr 2017 bereits darüber in einem Motorradmagazin-Exklusivinterview: „Wir glauben, dass für Husqvarna auch eine schnittigere Interpretation einer Reiseenduro mit dem 800er-Motor möglich ist – weniger hardcoremäßig als KTM, eher straßenorientiert. Ich würde mich da als Tiger 800 warm anziehen (lacht). In diese Richtung kann ich mir das gut vorstellen, es gibt auch schon die ersten Sketches. Der neue Zweizylinder wird übrigens auch in der New-Classic-Linie eingesetzt werden.“
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13.11.2018

20% auf Original Ersatzteile
20% auf Original Ersatzteile

Husqvarna Aktion 201920% RABATT AUF ERSATZTEILE

Nicht nur ein Motorrad hinterlässt Spuren, auch der Mensch - am Motorrad. Deshalb sollte man sein Motorrad wie seinen Körper pflegen. Was beim leblosen Objekt allerdings wesentlich leichter ist als beim menschlichen Organismus, ist das Tauschen von beschädigten Teilen. Bring deinen Offroader jetzt auf Vordermann und spare 20% auf alle Original Ersatzteile von Husqvarna.  

Die Aktion "30 Days of Great Value" gilt vom 08. November bis zum 08. Dezember 2018 fu?r alle neuen Original-Ersatzteile fu?r Husqvarna Enduro- und Motocross-Modelle, solange der Vorrat reicht, bei allen teilnehmenden Husqvarna Motorcycles- Ha?ndlern.

Weitere Infos zu diesem Angebot auf:
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Der Ha?ndler in deiner Na?he:
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Hier findest du alle Teile fu?r dein Motorrad:
https://sparepartsfinder.husqvarna-motorcycles.com/?lang=de
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8.11.2018

Husqvarna Svartpilen 701
Husqvarna Svartpilen 701

Husqvarna Svartpilen 701NEUE DUNKELZIFFER

Im vergangenen Jahr war am Husqvarna-Stand ein Konzept dieses Modells zu sehen, nun erscheint programmgemäß die Serienversion. Sie ist natürlich eng mit der 2018 eingeführten Vitpilen 701 (unser Test hier) verwandt, kommt daher auch mit dem legendären LC4-Einzylinder in der neuesten Bauart: mit 75 PS und 72 Newtonmeter Drehmoment. Die meisten Unterschiede liegen in der Optik, das gravierenderen technischen Modifikationen sind das Vorderrad (18 statt 17 Zoll) und die längeren Federwege der WP-Komponenten: Sie steigen von 135 Millimeter bei der Vitpilen auf 150 Millimeter. Das wirkt sich geringfügig auf die Sitzhöhe aus: Sie steigt von 830 auf 835 Millimeter.

Nun zur Optik, die man als Mischung von Roadster und Flat Tracker bezeichnen könnte. Die wichtigsten Unterschiede zur Vitpilen abgesehen von der Lackierung und Oberflächen-Gestaltung:
– Höherer Lenker
– Scheinwerfer-Verkleidung
– hochgestelltes Cockpit
– Gabel-Protektoren
– Soziussitz mit „Spoiler“
– Startnummer-Fläche rechts hinten
– Bereifung Pirelli MT60 

Der angriffslustige Einzylinder wird durch die zusätzlichen Ausstattungen übrigens nur marginal – um 1,5 Kilo – schwerer als die Vitpilen 701: 158,5 Kilo ohne Sprit sollten in etwa knapp 170 Kilo vollgetankt entsprechen. Der schwarze Pfeil soll ab März 2019 bei den Husqvarna-Händlern stehen, ein Preis wurde noch nicht genannt.
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26.6.2018

Husqvarna Urban City Ride
Husqvarna Urban City Ride

Husqvarna Urban City RideJETZT SELBER TESTEN!

Sie zählen zu den ganz großen Highlights des aktuellen Motorrad-Jahrgangs: die neuen Straßenbikes der austro-schwedischen Marke: Vitpilen 401, Svartpilen 401 und Vitpilen 701. Einen umfangreichen Vergleich der beiden 401 haben wir übrigens in Motorradmagazin-Ausgabe 4/18 gebracht, ein Shoot-out mit der 701 gegen andere Neo-Klassiker dieser Leistungsklasse folgt in einem der kommenden Hefte.

Wer die smarten Bikes nun selbst im urbanen Umfeld testen will, der hat Anfang Juli dazu Gelegenheit – mitten in Wien!

WO? Start- und Sammelpunkt ist das Café Français im Stadtpark (Johannesgasse 33, direkt neben dem Kursalon).

WANN? Am 4. und 5. Juli, jeweils zwischen 16 und 21 Uhr. Zur jeden vollen Stunde startet eine Stadtrunde.

WIE? Um sicher dabei zu sein, einfach vorher per Mail anmelden – mit eigenem Namen, gewünschtem Datum, Uhrzeit und Modell. Los geht’s! Das Mail schickt ihr an: rideout@emmotions.com


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Supermoto:

14.11.2018

KTM 690 SMC R 2019
KTM 690 SMC R 2019

KTM 690 SMC R 2019COMEBACK

Für große Freude bei der KTM-Fangemeinde dürfte die lang ersehnte Rückkehr einer waschechten Einzylinder-Supermotard ins orange Modellprogramm sorgen. Ab sofort ist eine brandneue, erschlankte und drastisch nachgeschärfte 690 SMC R mit 74 PS und 73,5 Newtonmetern erhältlich, die im Vergleich zum seit Jahren bewährten Husqvarna-Pendant 701 SM besonders mit ihren elektronischen Helferleins glänzen kann.
Bei KTM ab Werk mit an Bord sind nämlich zwei Fahrmodi (Street, Sport), eine schräglagenabhängige Traktionskontrolle, eine Motorschleppmoment-Regelung, das Kurven-ABS mit Supermoto-Modus und ein Schaltassistent mit Blipper-Funktion. Ein 35-kW-Drosselkit und eine Tieferlegung um vier Zentimeter sind optional erhältlich.
Einen Wermutstropfen dürfte es beim neuen KTM-Quertreiber zu guter Letzt jedoch geben: angesichts der zahlreichen Assistenzsysteme wird der Anschaffungspreis wohl höher ausfallen als bei der aktuell erhältlichen Husqvarna 701 SM. Die neue KTM 690 Enduro R kommt mit ihrem Zwilling, der 690 Enduro R, ab März 2019 zu dem Händlern.

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4.11.2018

Ducati Hypermotard 950
Ducati Hypermotard 950

Ducati Hypermotard 950 Und 950 SPWieder mehr Schärfe!

Ducati ist für 2019 fleißig und erneuert einmal mehr seine Hypermotard-Baureihe. Man kann allerdings nicht sagen, dass hier kein Stein auf den anderen bleibt. Im Gegenteil: Man muss schon zweimal hinschauen, um die Veränderungen zu bemerken, allzu dezent sind die optischen Retuschen, beispielsweise beim Scheinwerfer, der nun auch mit Tagfahrlicht ausgerüstet wurde. Erst auf den dritten Blick erkennt man dann die Fortschritte und vermerkt wohlwollend, dass die Schalldämpfer wieder unters Heck gewandert sind – dorthin, wo sie schon bei der ursprünglichen Hypermotard zu finden waren.

Die optischen Behübschungen sind freilich nicht die einzigen News: Der Wechsel der Bezeichnung von 939 auf 950 deutet bereits an, dass sich auch motorisch etwas getan hat. So darf der Testastretta-Motor nun ein paar Pferdchen mehr ausspucken: 114 statt 110 PS, das Drehmoment steigt auf 96 Newtonmeter bei 7250 Umdrehungen. Keine Revolution, schon klar, aber es sollte gemeinsam mit dem gesunkenen Gewicht bemerkbar werden. Die normale Hypermotard wiegt nun 200 Kilo fahrfertig (minus vier Kilo), die Hypermotard SP 198 Kilo (minus drei Kilo).
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30.8.2017

Supermoto ÖM Schwanenstadt
Supermoto ÖM Schwanenstadt

Supermoto SPEED NIGHT!Drifts und ACTION in Schwanenstadt

Wer auf Supermoto-Action der Sonderklasse steht, der muss Mitte September einen Pflichttermin wahrnehmen: Am 9./10. September steigt der vorletzte Staatsmeisterschaftslauf in Schwanenstadt. Dabei ist dieses Rennen in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahme im Jahresprogramm der ÖM: Zum einen zählt das Weekend auch zur deutschen Meisterschaft, was den Veranstaltern ein Rekord-Starterfeld mit rund 160 Teilnehmern sichert, zum anderen wird zum ersten Mal seit zehn Jahren ein Flutlicht-Rennen veranstaltet.

Für spannende Rennen sorgen also zum einen große Namen wie der aktuelle Vize-Weltmeister Marcus Class (D) und der regierende Europameister Petr Vorlicek (CZ), zum anderen ein extrem knapper Zwischenstand in der S1-Klasse der Österreichischen Meisterschaft. Robert Gattinger und Bernhard Hitzenberger trennen zwei Rennen vor Meisterschaftsende nur acht Punkte; nebenbei wird wohl auch Andy Buschberger (heuer schon drei Siege) um die Plätze am Podest mitfahren.

Kein leichtes Rennen scheint es auch für Motorradmagazin-Teampilotin Kim Adlhart zu werden. In der Junioren-Klasse S3 starten nämlich auch die Kofler-Brothers. Vor allem Maximilian, im August noch mit einer Wildcard im Moto3 GP in Spielberg am Start, könnte Kimi das Leben schwer machen. Die Voraussetzungen für Renn-Action könnte auf jeden Fall nicht besser sein.

Die Rennen beginnen am 9. September ab 18 Uhr (Speed Night) und am 10. September ab 11 Uhr. Der Eintritt fürs gesamte Wochenende beträgt 15 Euro, genauere Infos unter www.msv-schwanenstadt.at/supermoto
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22.9.2016

Kim Adlhart
Kim Adlhart

KimI ON TOP!MM-Pilotin erkämpft S3-MEISTERTitel

Sensation in der S3-Klasse der Supermoto ÖM: Motorradmagazin-Teampilotin Kim Adlhart steht bereits nach dem vorletzten Rennen als Staatsmeisterin fest.

Kim hat sich – man verzeihe uns das Wortspiel – ihren Staatsmeister-Adel hart verdient. Die erst 18-jährige KTM-Pilotin aus Mattighofen setzte sich trotz unterlegenem Hubraum gegen die fast ausschließlich männliche Konkurrenz in der Klasse S3 auch beim vorletzten Rennen der Saison in Burgkirchen durch. Mit mehr als 50 Punkten Vorsprung lag sie uneinholbar in Führung und hatte den Staatsmeistertitel schon vor dem Abschlussrennen der Saison 2016 am Wachauring in der Tasche.

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