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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
19.11.2016

Energica Esseesse9Elektrischer Roadster

Cooler Zuschnitt, stark profilierte Reifen, freche Farben – nur eines wird man an diesem Motorrad nicht finden: einen Auspuff. Kein Wunder, die EsseEsse9 ist der jüngste Prototyp des Elektro-Bike Spezialisten Energica – und so wie alle anderen Bikes der jungen Marke wird auch dieser Streetfighter rein elektrisch angetrieben werden. 

Für alle, die mit Energica nichts anzufangen wissen: Das italienische Unternehmen wurde 2014 als Spin-off und Tochterfirma der CRP Group gegründet. Die wiederum fertigt seit über 45 Jahren Präzisionsteile für die höchsten Ligen des Motorsports, unter anderem die Formel-1 und die LeMans-Series. Die elektrische Tochterfirma brachte 2015 sein erstes Serienmotorrad auf den Markt: das Superbike Ego. Wenig später wurde auf der gleichen Basis der Streetfighter Eva nachgeschoben. Beide verfügen über einen 11,7 kWh großen Lithium-Ionen-Speicher, der die futuristisch designten Bikes je nach Fahrweise 50 bis 200 Kilometer weit bewegt. Die Fahrleistungen sind speziell beim Superbike eindrucksvoll: Die Beschleunigung auf 100 ist in kaum mehr als drei Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit wird erst bei 240 km/h begrenzt. Angesichts des massiven Akku-Blocks sind 258 Kilo halbwegs erträglich.
geschäftlich stehen die Zeichen für Energica auf Expansion; man hat ehrgeizige Pläne und Ziele. Mittlerweile ist Energica bereits in acht europäischen Ländern und seit kurzem auch in den USA (San Francisco) vertreten. In vielen weiteren Ländern sucht man einen Importeur, unter anderem auch in Österreich; hier ist man derzeit in Verhandlungen, sagt Energica. Außerdem wurde im Juni eine brandneu gebaute Fabrik mit 32.000 Quadratmeter Fläche eröffnet.

Neue Märkte sind freilich nur eine Möglichkeit, die Stückzahlen zu pushen; kein leichtes Unterfangen mit den Preisen für die aktuellen Modelle, die sich jenseits der 30.000 Euro bewegen.

Hier kommt die neue EsseEsse9 ins Spiel. Der Name steht für die Superstrada 9 (SS9), der offizielle Name der Via Emilia, die sich längs durch das oberitalienische „Motor-Valley“ von Bologna nach Modena zieht. Energica ist in Soliera, einem Vorort von Modena, beheimatet.

Die EsseEsse9 hüpft auf den derzeit aktuellen Vintage-Zug auf, ist deutlich mehrheitsfähiger designt und mit weitaus einfacheren Komponenten ausgestattet: Rundscheinwerfer, gerade Sitzbank, stärker profilierte Reifen. Die Designer wollten außerdem erstmals einen Blick auf die Technik gestatten. Nun, der Blick auf einen fein verrippten luftgekühlten Zweizylinder ist sicher attraktiver als jener auf eine rechteckige Batteriebox, aber vielleicht müssen wir auch in dieser Hinsicht umdenken und umlernen. Auch die seitlichen Alu-Bleche wirken noch etwas roh geschnitzt, während die große Startnummerntafel die ganze Partie ein wenig auflockert.

Noch gilt die EsseEsse9, wie gesagt, noch als Prototyp. Bis zur Serienfertigung könnte sich da noch einiges ändern. Geplanter Marktstart: 2018.

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11.1.2019

Prototyp der neuen Triumph Rocket 3, stehend von links nach rechts mit den auffälligen Auspuffkrümmern und den neuen Sidepipes.
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Triumph Rocket kehrt zurück!Erwischt: Prototyp der Rakete!

Von ihrer Vorstellung im Jahr 2004 bis zu ihrem Verschwinden vom europäischen Markt im letzten Jahr, bedingt durch die fehlende Euro-4-Homologation, war sie das Motorrad mit dem größten Hubraum und dem mächtigsten Drehmoment am Markt: die Triumph Rocket 3, mit ihrem längs eingebauten, 2,3 Liter großen Dreizylinder. Und nun, mit Euro 5 kurz vor Inkrafttreten, steht Triumph kurz davor eine komplett neue Rocket 3 für das Modelljahr 2020 vorzustellen.

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Energica:

Sorry, hierzu haben wir keine weiteren Artikel mehr.

Elektro:

9.11.2018

Vespa Elettrica erste Testfahrt
Vespa Elettrica erste Testfahrt

Vespa Elettrica Erste TestfahrtLeise wieselt das Reh

Mit ein wenig Verspätung ist es nun in Kürze so weit: Noch vor Jahresende sollen die ersten Stück der batteriebetriebenen Vespa Elettrica ausgeliefert werden. Wir bekamen nun im Rahmen der Motorradmesse in Mailand (Eicma) kurzfristig die Möglichkeit, mit der ersten Serien-Elektro-Vespa ein paar Runden auf einem ausgesteckten Parcours zu drehen und einen ersten Eindruck zu gewinnen.

Vorab ein paar Basisinfos, die wir bereits hier ausführlich zusammengefasst haben: Die Vespa Elettrica ist in der Mopedklasse angesiedelt, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h. Der Elektromotor bietet eine Nennleistung von 4,8 und eine Spitzenleistung von 5,5 PS. Erstaunlich, zumal für ein Moped, ist das Drehmoment von 200 Newtonmeter. All das trifft auf ein Gewicht von 130 Kilo. Die beiden unter dem Staufach (für einen Jethelm) verbauten Lithium-Ionen-Akkus sollen eine Reichweite von rund 100 Kilometer ermöglichen, eine Vollladung an der heimischen Steckdose dauert vier Stunden. Die Ladetechnik und ein rund zwei Meter langes Spiralkabel sind ebenfalls schon in der Vespa integriert. Einen Preis gibt es ebenfalls schon: 6590 Euro in Österreich. Das ist natürlich extrem viel für ein Moped (wäre auch für eine 125er viel), aber wer sich für Elektromobilität interessiert, ist dieses Leid ja schon gewohnt.
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30.8.2018

Harley LiveWire 2019 im Check
Harley LiveWire 2019 im Check

Harley Livewire 2019 im CheckElektro- Roadster

Vor rund drei Jahren wurde das Konzept vorgestellt, das in Anschluss durch die Welt tourte. Damals durften auch wir damit fahren und waren ziemlich begeistert, vor allem was die Performance betraf. Das Bike boostete so arg, dass der Hinterreifen sofort seinen eigenen Willen durch- und zum Driften ansetzte.

Bald danach war klar, dass die LiveWire gebaut werden würde, zuletzt verriet Harley-Boss Matt Levatich auch noch das Start-Datum: Mitte 2019 steht die erste serienmäßige Elektro-Harley bei ausgewählten Händlern (nicht alle werden gleich zu Anfang alle Voraussetzungen für E-Bike-Verkauf und -Service bieten können). Ende Juli 2018 wurden dann im Zuge der großen Zukunftsoffensive von Harley erstmals Fotos von der LiveWire im Serien-Outfit gezeigt. Nun hatten wir im Rahmen der 115-Jahr-Feiern in Milwaukee die Chance, die LiveWire mit eigenen Augen zu sehen und mit dem Projektleiter Paul James zu sprechen. Hier unsere ersten Infos und Eindrücke des E-Bike.
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