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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
24.3.2016

Suzuki SV650Forever young

Déjà-vu! Das Typenkürzel SV650 kennen viele Motorradfahrer gut, schließlich etablierte sich dieses Naked Bike seit 1999 als feste Größe im europäischen Straßenbild und bescherte Suzuki stattliche Verkaufserfolge. Dank der kommoden Ergonomie, ihrer sympathischen Vielseitigkeit und des bis heute erstaunlich druckvollen, quirligen Motors machte sich die SV650 nicht nur bei Einsteigern beliebt – mit ein paar Modifikationen ließ sie sich im Rennstreckenbetrieb sogar von scheinbar übermächtiger Konkurrenz nicht die Schneid abkaufen. Zehn erfolgreiche Jahre später wurde sie dennoch von der „Gladius“ getauften SFV650 abgelöst. Der Euro-3-konforme V-Twin mit Doppelzündung, Einspritzung und geregeltem Katalysator wurde beinahe unverändert von der SV650 übernommen, im Vergleich zu ihrer Vorgängerin wurden hauptsächlich Rahmen und Design modifiziert. Mit 85 verkauften Exemplaren im vergangenen Jahr bestätigte die Gladius neben GSX-S1000, GSR750 und den V-Strom-Modellen bis zuletzt in Österreich ihre Position als solider Suzuki-Straßenfeger. Trotzdem wurde der rundliche Körperbau und die knubbelige Lichtmaske der Gladius von vielen Testosteron-Junkies stets als allzu feminin bekrittelt. „Echte Männer“ konnten sich die Gladius in ihrer Garage genauso wenig vorstellen wie die Klitschko-Brüder im Tutu beim Ballettunterricht oder ein Formel-Eins-Auto mit Duftbäumchen und Plüsch-Sitzschoner. Bei der Kaufentscheidung war ihr Äußeres also ein echter Hemmschuh für Machos, die aus diesem Grund nicht selten der vermeintlich wilderen Yamaha MT07 den Vorzug gaben.

Jetzt schlägt Suzuki zurück. Das „Kurzschwert“ wandert ins Alteisen, während man für die Benennung des Nachfolgers im Archiv gekramt und auf Bewährtes zurückgegriffen hat. Weil wegen der Euro4-Abgasvorschriften bauliche Maßnahmen an der 650er ohnehin unumgänglich gewesen wären, soll 2016 mit der Modellablöse der Gladius auch das Design-Problem der Vergangenheit angehören. Mit dem Comeback des Modellnamens SV650 für das Mittelklasse-Naked-Bike aus Hamamatsu feiern die Japaner also gleichzeitig die Rückkehr zur Männlichkeit, wie Motorradmagazin-Testpilotin Larissa attestiert: „Als Frau hat mir die polarisierende Optik der barocken Gladius tatsächlich gut gefallen, mit der puristisch-schlichten SV650 kann sich dagegen wohl auch ein Chauvi halbwegs anfreunden. Nur dem extravangant-schnittigen Gladius-Scheinwerfer trauere ich wirklich nach, obwohl der klassische Rundscheinwerfer der SV zeitlos elegant ist – aber auch ein bisserl fad.“

Keine Spur von „Retro“ versteckt sich dagegen im 90-Grad-V-Zweizylinder, der laut Suzuki mit mehr als 60 neu entworfen Teilen auf Vordermann gebracht wurde – darunter zum Beispiel beschichtete Kolbenringe und Zylinder für weniger Reibung, Zehnloch-Einspritzdüsen, ein neu entworfener Kühler, eine umgeformte Airbox und das „Easy Start System“, bei dem der Anlassknopf beim Starten nicht mehr gehalten werden muss. Beim Einkuppeln erhöht der neue „Low RPM Assist“ automatisch die Motordrehzahl und erleichtert damit nicht nur Motorrad-Novizen das Anfahren im Stop-and-Go-Verkehr. Tatsächlich setzt sich die SV650 sogar stotterfrei in Bewegung, sollte die Gashand auf den Rücken gefesselt sein – hilfreich vielleicht für Geheimagenten oder Entfesselungskünstler in Ausbildung. Wir sind leider nichts von beidem, daher lassen wir die Rechte am Drehgriff fleißig werken. Unsere Erfahrungen sind in der Motorradmagazin-Printausgabe 3/2016 nachzulesen.
Motorrad Bildergalerie: Suzuki SV650

Mehr zum Thema:

Naked Bike:

Suzuki:

4.10.2018

Die RM-Z wurde für ihr 15. Jahr komplett überarbeitet.
Die RM-Z wurde für ihr 15. Jahr komplett überarbeitet.

Suzuki RM-Z250 2019Überflieger überarbeitet

Die Suzuki RM-Z250 wurde 2004 eingeführt und 2010 mit der ersten elektronischen Benzineinspritzung bei einem Suzuki Viertakt-Crosser upgedatet. Der Suzuki Hole Shot Assist, eine Launch Control für einen optimalen Start, folgte schließlich 2016. Nun hat Suzuki die 250er komplett überarbeitet und in den drei wesentlichen Punkten Leistung, Handling und Bremskraft verbessert. Zudem tritt sie nun im Design der großen Schwester RM-Z450 auf, mit blauer Sitzbank und Tank.

• 5% mehr Leistung und besseres Ansprechverhalten
• Verbessertes Traction-Management basierend auf Gasgriffstellung, Gang und Motordrehzahl
• Verbesserte Suzuki Holeshot Assist Control (S-HAC)
• Zwei Einspritzdüsen 
• Überarbeiteter Auspuff
• Neues Übersetzungsverhältnis 

• Neuer Rahmen und Schwinge
• Neue Gabel
• Überarbeitetes Federbein
• Renthal Fatbar Aluminum Lenker 
• Neue DUNLOP Reifen 
• Design der RM-Z450 
• Größere Bremsscheiben und verbesserte Bremszangen
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3.10.2018

Noch mehr Racing steckt in der neuen GSX-R1000 2019.
Noch mehr Racing steckt in der neuen GSX-R1000 2019.

Suzuki GSX-R1000 2019Neue Farben, neue Reifen und mehr

Während am Suzuki-Stand auf der INTERMOT 2018 alle Augen auf die Katana gerichtet sind und der Supersport generell immer stärker aus dem Fokus rückt, wollen wir dennoch nicht auf die stärksten und schnellsten Vertreter motorisierter Zweiräder vergessen und die wichtigsten Infos zum Update der GSX-R1000 auflisten, samt neuer Farben und Features. 

Neuerungen Suzuki GSX-R1000 und GSX-R1000R 2019:
- Neue Farben und Graphics
- Schwarzer Endtopf
- Bremsschlauch vorne Stahlflex (GSX-R1000R)
- Quickshifter Up/Down serienmäßig auch auf GSX-R1000
- Neue Bridgestone Battlax Racing Street RS11
- Schwingendrehpunkt variabel (GSX-R1000R, nur für Rennstreckeneinsatz)

Farben Suzuki GSX-R1000 2019:
- Metallic Triton Blue
- Glass Sparkle Black / Metallic Mat Black No. 2
- Pearl Glacier White / Glass Sparkle Black

Farben Suzuki GSX-R1000R 2019:
-Metallic Triton Blue
- Glass Sparkle Black / Pearl Mira Red
- Pearl Glacier White
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2.10.2018

Eine Legende der Achtziger kehrt zurück. Suzuki reaktiviert die Katana und das ziemlich gelungen.
Eine Legende der Achtziger kehrt zurück. Suzuki reaktiviert die Katana und das ziemlich gelungen.

Suzuki Katana 2019Das Schwert sägt wieder

Wir sind uns noch nicht ganz sicher, was mehr Mut erforderte: Die original Katana 1981 zu präsentieren, oder sie 2018 wiederauferstehen zu lassen. Auch heute noch ist das Design des Langschwerts auf zwei Rädern ein Schocker, ob ein schöner oder schircher liegt wie immer im Auge des Betrachters. Wir finden die Rennaissance dieses mittlerweile retro-futuristischen Klassikers durchaus gelungen, der wie von uns erwartet auf Basis der GSX-1000 aufbaut. Der Motor leistet unverändert 150 PS und auch das Drehmoment bleibt mit 108 Nm unverändert. Neben dem klar-kantigen Design fällt ein neues großflächiges LC-Display auf, eine geschwärzte Auspuffanlage, ein seitlicher Kennzeichenhalter und Dunlop-Reifen mit einem besonderen Profil, das aussieht wie mit dem Schwert in den Gummi geschlagen. Wir haben die wichtigsten Fakten zur neuen Katana zusammengefasst:

Design Suzuki Katana:

- Moderne und gelungene Interpretation der damals futuristischen Katana
- Scharfe Linien, kantiger Scheinwerfer
- Volle LED-Beleuchtung
- Rotes Logo wie auf der originalen Katana
- Zweifarbige Sitzbank
- Geschwärzte Auspuffanlage
- silber wie der Stahl eines Schwerts

Technik Suzuki Katana:
- 999cm3 flüssigkeitsgekühlter Motor aus der GSX-R1000-Baureihe mit 150 PS
- Suzuki Dual Throttle Valve (SDTV) system
- Suzuki Exhaust Tuning (SET) system
- Custom 4-2-1 Auspuffanlage
- Aluminium-Rahmen
- Aluminium-Schwinge
- Voll einstellbare Ø43mm KYB USD-Gabel
- Radial montierte 4-Kolben Brembo Bremsen

Elektronik Suzuki Katana:
- neuer Gasgriff bietet besseres, feineres Ansprechverhalten
- 3-stufige Traktionskontrolle
- Low RPM Assist
- Suzuki Easy Start - springt bei kurzem Druck auf den Knopf sofort an
- Dunlop Reifen mit eigenem Profil
- ABS
- Informatives großes LC-Display
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