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Christoph Lentsch
Autor: Christoph Lentsch
10.4.2019

Im Test: AGV SportmodularKlapphelm leicht

Ist der leicht! Durch den speziellen Schließmechanismus, der nicht nur den größtmöglichen Komfort, sondern auch eine ebensolche Sicherheit garantieren soll, sind Klapphelme naturgemäß von der schwereren Sorte. Nicht so, wenn sie aus Vollcarbon gefertigt werden wie der AGV Sportmodular. Das Gewicht liegt bei dem von mir getragenen Modell in Größe L (58-59 Zentimeter Kopfumfang) bei lediglich 1343 Gramm, gewogen auf der geeichten Küchenwaage. Das gewählte Design nennt sich Refractive Carbon/Silver: mattes Sichtcarbon mit reflektierenden Streifen an den Seiten, was perfekt nur neuen Husqvarna Svartpilen 701 passte.

Neben dem niedrigen Gewicht beeindruckt der Helm durch die hochwertigen Materialien und die saubere Verarbeitung. Man investiert schließlich eine ordentliche Summe Geld in dieses Premium-Modell und erwartet einen entsprechenden Gegenwert. Die angenehme Haptik setzt sich fort, wenn der Helm erstmal angelegt ist und das geschmeidige Innenfutter (herausnehm- und waschbar) das Gesicht sanft umschließt. Der Sportmodular sitzt wirklich wie angegossen und lässt kaum einen Kubikzentimeter Luft im Mund- und Kinnbereich. 

Er ist der mit Abstand sportlichste Klapphelm, den ich je getragen habe, extrem kompakt geschnitten und schlank ausgeformt und von einem Sporthelm praktisch nicht mehr zu unterscheiden. Unglaublich, dass AGV auch noch ein Sonnenvisier zwischen Schale und der 5-Dichten-EPS-Schicht versteckt hat, das über einen Schieber an der linken Unterseite aus- und eingefahren wird. Etwas Nachdruck verlangte das Schließen des Kinnteils, was an der voluminösen Gesichtsbehaarung des Trägers gelegen haben könnte. Auf den Kopf geschnallt und mit dem Doppel-D-Ring gesichert vergisst man allerdings mitunter, dass man einen Klapphelm trägt – zumindest so lange, bis man ihn abnehmen will, was im geschlossenen Zustand unmöglich ist.

Gerade für unseren Job ist so ein Helm extrem hilfreich, wenn wir bei unseren aufwendigen und anstrengenden Tests kurz mal ein Foto schießen, ein Video drehen oder einen Schluck Wasser zu uns nehmen wollen. Der Sportmodular ist dafür perfekt, weil er optisch absolut als sportliches Modell durchgeht und so auch auf Naked Bikes oder sogar Supersportlern eine gute Figur macht.

Geliefert wird der Helm mit Pinlock-Visier und einem extra Kinnpolster. Er ist in 3 Schalengrößen und 8 Größen (XXS bis XXXL) sowie zahlreichen Designs ab 699,95 Euro erhältlich. Mehr Infos auf www.agv.com

Produkt: AGV Sportmodular (Refractive Carbon/Silver)
Tester: Christoph Lentsch
Dauer: 2 Monate
Preis: 799,95 Euro

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