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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
3.2.2020

Österreichs beliebteste Motorradmarken 2019Wer gewinnt, wer verliert?

Die österreichische Zweiradbranche hatte 2019 wieder Grund zum Jubeln: Der Markt stieg erneut. Motorräder und Roller über 50 ccm konnten um 6,4% auf 27.696 Einheiten zulegen. Das stärkste Wachstum kam dabei von der 125er-Klasse, die um 10,3% wuchs und nun bei 9089 Stück hält. Sehr erfreulich: Nach Jahren herber Defizite konnte 2019 auch erstmals wieder die Moped-Klasse (50 ccm) zulegen: um 7,1% auf 12.101 Fahrzeuge. 

Bei den Mopeds spielt auch die Elektromobilität bereits eine Rolle. Hier haben die Stromer schon einen Marktanteil von 14%. Bei den 125er-Rollern liegt man ebenfalls bereits bei beachtlichen 6,5%, bei den Motorrädern ist der Anteil noch völlig vernachlässigbar. In Summe wurden im Jahr 2019 genau 2435 elektrisch angetriebene motorisierte Zweiräder zugelassen.

Zurück zu den klassischen Motorrädern über 125 Kubikzentimeter: Ihr Anteil konnte mit rund 14.000 Exemplaren um ein Alzerl zunehmen, die Zulassungen liegen damit weiterhin auf einem erfreulich hohen Niveau. Freilich konnten nicht alle Motorradmarken davon gleichermaßen profitieren. Hier unsere Liste der Top-Ten-Marken. Wer konnte aufsteigen, wer musste Marktanteile abgeben?

Motorräder über 125 nach Marken:

  1. KTM              3504 Stück   (+6,9%)
  2. BMW             1749 Stück   (+8,2%)
  3. Honda           1543 Stück   (–0,3%)
  4. Yamaha         1422 Stück   (–6,0%)
  5. Kawasaki        950 Stück   (–2,9%)
  6. Husqvarna      872 Stück    (-5,2%)
  7. Harley-D.        836 Stück (–22,7%)
  8. Suzuki            750 Stück    (–1,2%)
  9. Ducati             740 Stück (+20,9%)
  10. Triumph          472 Stück (–12,8%)

Quelle Datenmaterial: Statistik Austria; Berechnungen Motorradmagazin

Wie lässt sich die Liste oben interpretieren? KTM ist weiterhin unangefochtener Marktführer. Bei den Daten muss man freilich einrechnen, dass in den Zulassungszahlen auch sehr viele Werksanmeldungen enthalten sind, die die wahren Dimensionen ein wenig verfälschen. BMW kann nach Verlusten im Vorjahr mit stolzem Wachstum KTM ein wenig näher rücken, Honda liegt mit konstanten Werten sicher auf Rang 3.

Starkes Wachstum – das höchste in den Top Ten – zeigt Ducati. Auch die Roten hatten 2018 verloren (–15%), machen diesen Verlust durch ein Plus von fast 21% aber mehr als wett – und liegen nun nur mehr zehn Stück hinter Suzuki. Einen derben Rückschlag musste Harley-Davidson einstecken: –22,7%! Damit verlor die US-Marke zwei Plätze und rutschte von Rang 5 auf Rang 7 ab. Leider keine Trendumkehr gab’s für Triumph: Nach –11,2% in 2018 verlor man im vergangenen Jahr sogar 12,8% und ist mittlerweile weit entfernt von den guten Zahlen noch vor ein paar Jahren.

Das aktuelle Jahr wird spannend, vor allem mit Blick auf die Japaner. Sowohl Österreichs neuer Kawasaki-Boss als auch der neue Yamaha-Chef haben in Motorradmagazin-Exklusivinterviews (nachzulesen in Ausgabe 1/20) ihre Ansprüche auf die japanische Nummer Eins gestellt. Die hält in Österreich seit Jahren Honda – und wird den Thron sicher nicht kampflos hergeben. Für uns Motorradkäufer könnten sich durch diesen Wettberwerb möglicherweise günstige Angebote ergeben, wie bereits einige Preissenkungen bei Kawasaki Österreich beweisen.

Wer sich zahlenmäßig noch weiter beschäftigen will, der findet hier eine weitere Hitliste: Österreichs beliebteste Motorradmodelle 2019. Viel Spaß!

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