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Christoph Lentsch
Autor: Christoph Lentsch
17.4.2020

Sena 10C ProHärtetest

Wochenlang lag das neue Bluetooth-Kommunikations- und Kamerasystem von Sena auf meinem Schreibtisch, doch so sehr ich mich auch konzentrierte, es installierte sich nicht von selbst in meinen HJC-RPHA-70-Helm. Seit drei gescheiterten Versuchen, ein ferngesteuertes Auto funktionstüchtig zusammenzubauen, treiben mir Kabeln, Kleber und elektronische Komponenten die Schweißperlen auf die Stirn. Doch ich nahm all meinen Mut zusammen und stellte mich dem multimedialen Monster wie Perseus sich dem vierarmigen Kraken (in der einzig wahren „Kampf der Titanen“-Version von 1980) und ging siegreich hervor. Deshalb kann ich mit absoluter Sicherheit sagen: Jeder da draußen schafft das, leicht. Auch mit Klapphelmen und sogar Jethelmen klappt’s, wobei sich dann die Montage des schwenkbaren Mikrofon-Arms empfiehlt. In meinem Integralhelm haftet als zweite Variante nur ein dünnes, rundes Blättchen per Klettverschluss innen am Kinnteil und nimmt meine Stimme auf.

Grundsätzlich brauchen wir für unsere Produktionen solch ein Modul nur für einen Einsatzbereich: Die Aufnahme von Onboardaufnahmen bei gleichzeitigem Kommentieren aus dem Helm. Damit kann man Fahreindrücke ungefiltert und direkt wiedergeben, oder Ereignisse live kommentieren. Im besten Fall erspart man sich so viel Arbeit im Schnitt und in der Nachbearbeitung. Der Haken: Die Qualität der Kamera (Das Nachfolgemodell Evo kann sogar 4K mit einer Video-Auflo?sung bis 2160p) ist für den Privatgebrauch zwar gut genug, reicht aber noch immer nicht an die anderer Kamerasysteme wie zum Beispiel dem Marktführer GoPro heran. Wer sich sein eigenes Bild machen möchte, der kann die entsprechenden Sequenzen in unserem Testvideo zur Triumph Tiger 900 GT Pro und Rally Pro zum Vergleich heranziehen. Diese Szenen wurden allerdings schon farblich aufgebessert und kontrastiert.

Kaum bis gar nicht genutzt wurde die Telefonfunktion, auch wenn man bis zu 20 Stunden sprechen könnte. Ich finde Telefonieren aus dem Auto schon eine Unart der Sonderklasse und dann erst aus dem Motorradhelm. Untereinander kommuniziert haben wir trotzdem, nämlich von Chef zu Schani, also Schönlaub zu mir. Die Verbindung war hier einwandfrei, ja fast schon zu gut, weil man jeden Schmatzer, Gähner und Grunzer des anderen hört, wenn gerade nicht gesprochen wird und man gerne vergisst, dass jemand mithört.

Die Verbindung hat sich täglich sofort wieder selbst hergestellt, bis zu vier Teilnehmer sind möglich, die maximale Distanz beträgt laut Hersteller 1,6 Kilometer. Bei einer Gruppe sollte man allerdings unbedingt eine Funkdisziplin festlegen. Nicht funktioniert hat bei uns die Erweiterung über das Mesh-System für eine praktisch unbegrenzte Anzahl an Teilnehmern.Die Bedienung des 10C Pro verlangt nach einigen Kunstgriffen, die besonders mit dicken Handschuhen nicht auf Anhieb gelingen, aber nach einer kurzen Einlernphase gelingt die Handhabung intuitiv.

Der aktuelle Aktionspreis von 359,90 Euro (gesehen bei Louis) geht angesichts der Vielfalt an Funktionen absolut in Ordnung. Dass die Kamera allerdings noch immer keine für unsere Zwecke zufriedenstellende Qualität erlangt hat, tut ein bisschen weh. Und eine kleine Speicherkarte, mit der man gleich loslegen kann, könnte im Lieferumfang auch noch enthalten sein.

Produkt: Sena 10C Pro
Tester: Christoph „K.OT“ Lentsch
Testdauer: 8 Monate
Preis: 359,90 Euro

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