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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
22.6.2020

Horwin EK3Elektroroller für 95 km/h ab 4290 Euro!

Die junge, austro-chinesische Marke Horwin legt nach. Erstes Produkt war ja das Elektromotorrad (mit Schaltgetriebe!) namens CR6, von dem man laut eigenen Angaben bereits rund 700 Stück auf den europäischen Markt bringen konnte. Ende Juli folgt nun der erste Roller, natürlich ebenfalls elektrisch: der EK3. Auch er wurde maßgeblich in Österreich entwickelt – vor allem der Antrieb, das Design und die Abmessungen –, um den Ansprüchen der Europäer gerecht zu werden.

Der kompakte, glattflächige Roller mit auffälligem Beleuchtungskonzept (alles LED) ist in der 125er-Klasse angesiedelt und bringt einige Überraschungen, etwa ein einmaliges Keyless-System, das sich ein Smartphone zum Vorbild macht: Hat man den elektronischen Schlüssel in der Tasche, dann reicht ein Fingerwischen über das Display, um den Roller in den Standby-Modus zu versetzen und damit startbereit zu machen („Touch-Start-Display“).

Aber bleiben wir noch kurz bei der Hardware: Der EK3 besitzt einen Elektromotor mit 7,1 kW Spitzenleistung (9,6 PS) und einem maximalen Drehmoment von 189 Newtonmeter, was für eine Spitzengeschwindigkeit von 95 km/h gut sein soll. Damit schlägt er die meisten aktuellen E-Roller deutlich: Der Bestseller von Niu und auch die stärkste Vespa Elettrica sind derzeit auf 70 km/h begrenzt.

Die Power kommt aus einem Lithium-Ionen-Akku mit 2,9 kWh Speicherkapazität. Damit soll der Horwin EK3 bis zu 100 Kilometer Reichweite zustande bringen. Der Akku lässt sich herausnehmen und an der Steckdose zuhause oder auch an der Ladesäule unterwegs (sofern dort auch eine herkömmliche Steckdose zur Verfügung steht) wieder mit Energie vollpumpen. Die Ladezeit beträgt zwischen vier und fünf Stunden. Sehr schlau: Ab Werk ist bereits ein Slot für einen zweiten, identischen Akku vorgesehen. Dieser kostet 1490 Euro Aufpreis und verdoppelt damit die Reichweite auf 200 Kilometer. Kleiner Haken: Ist man mit zwei Akkus unterwegs, dann passt kein Helm mehr unter die Sitzbank, man kann aber auf ein optionales Topcase ausweichen. Mit nur einem Akku sollte ein Helm unter die Sitzbank passen.

Weiterer Clou: Der Horwin EK3 wiegt (mit einem Akku) lediglich 95 Kilo, kann aber 200 Kilo Nutzlast transportieren – also problemlos zwei Personen massiverer Bauart. Für sicheren Halt sorgt ein Kombi-Bremssystem (CBS). In punkto Reifendimensionen hat man sich für eine kompakte Variante entschieden: 14 Zoll vorne, 13 Zoll hinten.

Hinsichtlich Ausstattung ist der Horwin EK3 ebenfalls nicht schlampig: Neben der Voll-LED-Beleuchtung und dem Touch-Start-System mit E-Schlüssel gibt’s auch einen Tempomaten, ein Diebstahl-Warnsystem und eine automatische Licht-Abschaltverzögerung („Coming-Home Funktion“). Ein TFT-Bildschirm ist zwar nicht vorgesehen, dafür immerhin ein sehr hübsches LC-Display. Noch auf der To-Do-Liste: die Smartphone-Connectivity mit eigener App. Sie ist aber in Entwicklung und soll 2021 folgen.

Dass man hier gerne Nachsehen zeigt, liegt am nächsten Punkt: den Kosten. Der Horwin EK3 kommt nämlich zum echten Kampfpreis auf den Markt: die ersten 500 Exemplare werden um 4290 Euro statt um regulär 4490 Euro angeboten. Zu haben ist der Horwin EK3 ab Ende Juli in den vier Farben Rot, Weiß, Mattzscharz und Mattgrau. Wer noch ein wenig Luxus drauflegen will, kann auch die Version Horwin EK3 Deluxe ordern. Um 4690 Euro bekommt man zusätzlich eine braune Ledersitzbank, eine Fußmatte, verchromte Rückspiegel und eine Metallic-Lackierung in Grau oder Dunkelblau.

Einen ersten Fahrbericht reichen wir möglichst schnell nach!

Weitere Infos unter www.horwin.eu

 

 

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