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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
2.3.2021

Normbatterie für E-ScooterKTM, Honda, Piaggio und Yamaha arbeiten zusammen!

Diese kleine Meldung könnte große Folgen für die Entwicklung von elektrifizierten Zweirädern und deren Nutzungsmöglichkeiten haben: Die Branchengrößen Honda, KTM, Yamaha und Piaggio haben verkündet, dass sie in Sachen Elektromobilität in Zukunft zusammenarbeiten wollen. Ganz konkret geht es um zwei Bereiche: Zum einen wollen sie als Konsortium an der Erstellung von technischen Normen für zukünftige Elektromobilität mit internationalen Gremien zusammenarbeiten, und zum anderen wollen sie selbst eine technische Spezifikation für austauschbare Akkus entwickeln. Einfacher gesagt: Es soll einen Norm-Akku geben, der Hersteller-übergreifend in verschiedenste Fahrzeuge passt: E-Scooter, E-Motorräder, E-Quads, E-Dreiräder.

Ein solcher Norm-Akku hätte natürlich eine ganze Fülle an praktische Vorteile – für die Produzenten, für die Nutzer und für die Umwelt. Die Produzenten könnten mit solchen Norm-Akkus die Kosten senken, da sich diese Akkus in großer Zahl über die Skalierungseffekte sicherlich günstiger beschaffen lassen. Die Nutzer profitieren ebenfalls: Sie können von zu erwartenden günstigeren Preisen profitieren, außerdem haben sie die Möglichkeit, altersschwache Akkus einfach gegen neue zu tauschen – wohl auch noch nach Jahren. Und die Umwelt profitiert davon, dass das Recycling oder ein „zweites Leben“ (etwa als stationärer Stromspeicher für Solarenergie) bei einem Norm-Akku einfacher und effizienter zu bewerkstelligen ist.

Darüber hinaus könnten sich bei genormten, vom Hersteller unabhängigen Akkus auch neue Formen der Nutzung ergeben: In Taiwan gibt es bereits ein System, bei dem man seinen eigenen leeren Akku in eine öffentliche Ladestation schiebt und eine bereits vollgeladene herauszieht. Damit würde man sich im städtischen Bereich die Schlepperei der schweren Trümmer in die Dachgeschoßwohnung ersparen.

Das neu gegründete Konsortium der vier großen Hersteller soll ab Anfang Mai tätig werden. Gleichzeitig haben die vier Hersteller auch eine Einladung an weitere Zweiradproduzenten und Interessensvertreter ausgesprochen, sich diesem Gremium anzuschließen.

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