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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
4.10.2022

Honda CB750 HornetAlle Infos zum neuen Streetfighter!

Die ersten Infos zu einer neuen Honda Hornet haben die Japaner bereits vor knapp einem Jahr gestreut. Seitdem wurden immer mehr Häppchen gereicht, bis hin zu schon ganz konkreten Infos über den neuen Honda-Zweizylinder-Motor. Jetzt wurde auf der Intermot in Köln endlich das Tuch vom gesamten, fertigen Motorrad gezogen – voilà, die neue Honda CB750 Hornet wurde geboren!

Was man gleich erkennt, ist das Bemühen der italienischen Honda-Designer, ein möglichst kompaktes, sportlich-sehniges Motorrad auf die Räder zu stellen. Keine Spur von Retro, so wie man es bei den Neo-Sports-Café-Modellen zelebriert. An der Hornet findet man Ecken und Kanten und im Grunde nichts, das nicht auch eine dezidierte Funktion hat. Purismus, schneidig in Form gebracht – und hoffentlich auch mit einem guten Preis versehen, wie es ebenfalls der Hornet-Tradition entspricht.

 

Die Sehnigkeit ist übrigens nicht vorgegaukelt: Die neue CB750 Hornet wiegt vollgetankt nur 190 Kilo und damit um 13 Kilo weniger als die ebenfalls nicht für Fettleibigkeit bekannte CB650R aus dem gleichen Haus; dazu liegt die Sitzhöhe auf niedrigen 795 Millimetern. Und weil wir schon beim Vergleichen sind: Die CB750 Hornet muss zwar mit 92 PS drei Pferdlein gegenüber der CB650R vorgeben, bietet aber mit 75 Newtonmeter um 12 mehr als das Vierzylindermodell.

Spitzenleistung und maximales Drehmoment der neuen Hornet 2023 werden außerdem viel früher erreicht, was einigen unkomplizierten Fahrspaß verspricht. Ebenfalls nicht unwichtig in Tagen wie diesen: Der WMTC-Verbrauch liegt um mehr als zehn Prozent unter der CB650R: 4,35 Liter sollen auf 100 Kilometer durch die Einspritzdüsen fließen. In Zusammenspiel mit dem 15,2 Liter großen Tank geht sich eine theoretische Reichweite von 340 Kilometer aus.

Die Leichtigkeit rührt natürlich vom ultra-schlanken Motor her, der sogar auf eine zweite Nockenwelle verzichtet (die Unicam-Technologie wird von den hauseigenen Crossern übernommen). Aber auch der Stahlrahmen trägt seinen Teil zur Gewichtsersparnis bei; im Vergleich zu jenem der CB650R ist er um rund zwei Kilo leichter.

Auf der anderen Seite lassen sich auch Bereiche erkennen, in denen Honda sichtlich gespart hat, wohl um einen besonders attraktiven Preis bieten zu können. So wird auch die Schwinge aus Stahl gefertigt, der Hinterreifen bleibt mit 160/60-17 erstaunlich moderat und die Showa-Federelemente sind zwar hochwertig, aber nicht einstellbar (mit Ausnahme der Vorspannung am Federbein).

Auch auf eine IMU (6-Achsen-Sensorbox) hat Honda wie schon bei der NT1100 verzichtet, daher gibt’s weder Kurven-ABS noch Schräglagen-Traktionskontrolle, sondern konventionelle Systeme; immerhin aber verstellbar und via Fahrmodi regelbar. Es gibt vier davon, drei konfigurierte (Standard, Sport, Rain) und einen flexiblen User-Modus. Damit beeinflusst man das Ansprechverhalten des Motors, die Motorbremswirkung und die Eingriffe der Traktionskontrolle (in die auch eine Wheelie-Control integriert wurde). Von allen diesen Parametern stehen jeweils drei Setups zur Verfügung.

Bedient werden diese und andere Funktionen über ein modernes 5-Zoll-TFT-Display, dessen Benutzeroberfläche man vielfach anpassen kann, und Tasten an den Lenkerenden. Connectivity ist als Standard inbegriffen, wobei das von anderen Modellen schon bekannte Honda Smartphone Voice Control System nun endlich auch mit iOS-Geräten interagieren soll.

Ebenfalls im Serienumfang inkludiert sind eine Voll-LED-Lichtanlage, eine automatische Blinker-Rückstellung sowie das Emergency Braking System, das nachfolgende Fahrzeuge bei starken Bremsmanövern durch kurzfristiges Aufleuchten der Warnblinkanlage alarmiert. Die Kupplung arbeitet mit Assist- und Anti-Hopping-Funktion.

Vieles mehr bietet schließlich noch das optionale Equipment, allen voran einen Quickshifter für kupplungsfreies Hinauf- und Herunterschalten. Weiters stehen bereit: Heizgriffe, eine kleine Scheibe, eine Sozius-Abdeckung, diverse Alu-Behübschungen, verschiedene Softgepäckstücke und einiges mehr.

Im ersten Modelljahr 2023 kommt die neue Honda CB750 Hornet in vier Farben: Schwarz und Weiß werden mit Rahmen und Gabelrohren in Rot-Metallic ausgerüstet; Grau und Matt-Goldmetallic besitzen die genannten Komponenten in Schwarz. Auch eine A2-Führerschein-Version wird angeboten werden. Ein Preis ist derzeit noch offen.

Kleiner Nachsatz: Auch wenn offizielle Bestätigungen freilich noch fehlen, ist davon auszugehen, dass Honda diese neue Plattform nicht auf ein Modell beschränkt lassen wird. Wir gehen sogar davon aus, dass wir schon bei der Eicma in Mailand (am 8. November) eine weitere Spielart mit diesem Motor sehen werden: die neue Honda Transalp. Ob wir damit recht haben? In Kürze wissen wir’s.

Preise Honda Hornet 2023:

  • Österreich: 8690 Euro
  • Deutschland: 7890 Euro

Honda CB750 Hornet – technische Daten

Zweizylinder-Reihenmotor, OHC, 8V, flüssig gekühlt
Hubraum: 755 ccm
Bohrung/Hub: 87 x 63,5 mm
Leistung: 67,5 kW (92 PS) bei 9500 U/min
Leistung A2-Variante: Variante bestätigt, Details noch offen
Max. Drehmoment: 75 Nm bei 7250 U/min
6-Gang-Getriebe (Quickshifter up/down optional)

Stahlrohrrahmen 
Stahl-Zweiarmschwinge
41-mm-Showa-USD-Gabel
Showa-Zentralfederbein mit 5-fach verstellbarer Vorspannung
Federwege: 130/150 mm
Reifen: 120/70-17 und 160/60-17
Bremsen vorne: zwei 296-mm-Scheiben mt 4-Kolben-Sättel (radial)
Bremsen hinten: eine 240-mm-Scheibe mit 1-Kolben-Bremssattel

Radstand: 1420 mm 
Sitzhöhe: 795 mm
Nachlauf: 99 mm
Lenkkopfwinkel: 25°
Tankinhalt: 15,2 l
Gewicht fahrfertig, vollgetankt: 190 kg

Verbrauch: 4,35 l/100 km
CO2: 100 g/km

Topspeed: 205 km/h

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