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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
14.1.2025

KTM 125 SMC R und 390 SMC RNeue, leichte Supermotos kommen!

Ungeachtet der wirtschaftlichen Situation präsentiert KTM nun detailliertere Infos sowie die Preise zu den zwei neuen Leichtgewicht-Supermotos, die erstmals auf der Eicma 2024 gezeigt wurden. Der Verkaufsstart der in Indien gebauten Modelle soll bereits Ende März 2025 erfolgen, auch die Preise wurden bereits genannt; ihr findet sie ganz unten.

Vorher aber noch zu den technischen Details, die heute veröffentlicht wurden. Beginnen wir beim Rahmen, der bei beiden Modellen identisch ist. Er entspricht in den wichtigsten Grundzügen jenem der kleinen Duke-Modelle, wurde aber natürlich für dne Spezialeinsatz in Supermotos modifiziert. Unter anderem verfügt er über einen geänderten Lenkungswinkel, andere Aufnahmepunkte für die Fußrasten, und sogar die Steifigkeit will man gezielt verändert haben.

Völlig neu ist der Heckrahmen, ebenfalls aus Stahl-Gitterrohr gefertigt. Er wurde konstruiert, um eine einteilige Sitzbank aufzunehmen und um mit längeren Federwegen am Heck umgehen zu können.

Die Guss-Schwinge wiederum leitete man von einer neuen Konstruktion ab, die man auch bei der kommenden KTM 390 Adventure R sowie bei den Offroad-Modellen 125 Enduro R und 390 Enduro R finden wird. 

Bei der Bremserei kommen unabhängig von der Kubatur Anlagen von ByBre zum Einsatz: vorne eine 320-Millimeter-Scheibe mit radial montiertem 2-Kolben-Sattel, hinten eine 240er-Scheibe mit 1-Kolben-Sattel. Ein 2-Kanal-ABS von Bosch ist bei beiden Modellen Standard, allerdings nur bei der 390 SMC R verstellbar. Im Track-Modus sind dort drei ABS-Modi wählbar: Road, Supermoto und Supermoto+.

Als Reifendimensionen kommen, typisch für Supermotos, 17-Zöller zum Einsatz: 110/70-17 vorne und 150/60-17 hinten. Die 390 SMC R fährt serienmäßig auf Speichenrädern (mit Michelin Power 6), die 125 SMC R kommt mit Gussfelgen und Reifen des indischen Herstellers MRF. 

Einen kleinen Unterschied zeigen auch die Fahrwerkselemente. Zwar kommen beide Modelle mit WP-Apex-Komponenten, die vorne und hinten je 230 Millimeter Federweg aufweisen, allerdings bietet nur die 390 SMC R Verstellmöglichkeiten der Dämpfung: An ihrer 43er-Gabel sind Druck- und Zugstufe justierbar (je 30 Klicks), am Federbein immerhin die Druckstufe (20 Klicks). Die Vorspannung ist bei beiden Modellen am Heck verstellbar. Die stattlichen Federwege führen bei beiden Modellen zu gehobenen Sitzplätzen auf 860 Millimeter Höhe.

Die größten Unterschiede liegen freilich in den Motoren, die wiederum fast unverändert von den Dukes der letzten Generation übernommen wurden. Interessant: Die SMC R kommen ohne sichtbaren Schalldämpfer aus, was laut KTM zwei Kilo an Gewicht spart. Modifiziert wurde unter anderem die Airbox, und natürlich müssen sie nun nach Euro5+ zertifiziert sein, was der Leistung keinen Abbruch tut. Sehr fein, auch bei kleineren Mortoren: das verlängerte Serviceintervall von 10.000 Kilometer.

Die kleinere 125 SMC R schöpft mit 15 PS (und 11,5 Nm) das erlaubte  Maximum in der A1-Klasse aus, die 390 SMC R bringt es auf 45 PS (und 39 Nm), was in Verbindung mit dem Gewicht ebenfalls die Möglichkeiten der A2-Liga auslotet. KTM gibt zwar für die 390 SMC R ein Gewicht „ready to race“ von 154 Kilo an, allerdings dürften dabei weder Sprit (9 Liter) noch andere Füllstoffe berücksichtigt sein. Als Mindestgewicht bei 33 kW (45 PS) sind in der A2-Klasse schließlich 165 Kilo fahrfertig vorgeschrieben. Die 125 SMC R wird mit 145 Kilo „ready to race“ ausgewiesen.

Beide Modelle bekommen auch ein brandneues, kompaktes TFT-Display mit 4,2 Zoll Diagonale, das mit einem neuen 4-Wege-Joystick bedient wird. Damit verknüpft ist eine Bluetooth-Schnittstelle samt App-Connectivity, unter anderem mit Turn-by-Turn-Navigation. Zwei Fahrmodi (Street und Sport) sind genauso wie einen deaktivierbare Traktionskontrolle der 390 SMC R vorbehalten.

Die beiden neuen Einsteiger-Supermotos sollen Ende März bei den Händlern stehen. Die Preise sind ebenfalls bereits bekannt.

Preise Österreich

KTM 125 SMC R: 5599 Euro
KTM 390 SMC R: 6999 Euro

Preise Deutschland

KTM 125 SMC R: 5499 Euro
KTM 390 SMC R: 6299 Euro

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