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Rutschverhinderung von BOSCH

Das Ende vom Stürzen?

Die Idee klingt zunächst wie ein Aprilscherz – aber dahinter steckt dann doch eine ernsthafte Überlegung. Immer wieder passiert es bekanntlich, dass man beim Fahren unversehens auf eine rutschige Stelle kommt, egal ob es sich um einen Ölfleck, nasses Laub oder einen Schotterhaufen handelt. Wenn man diese Stelle übersieht und einigermaßen flott unterwegs ist, dann kann man auch als versiertester Fahrer meistens nur mehr zusehen, wie man sich das Gewand auf der Fahrbahn aufreibt – und hoffen, dass die Rutschpartie kein böses Ende findet.

Geht es nach Bosch, dann wird diesem Szenario zukünftig der Schrecken genommen. Das Zauberwort heißt recht trocken „Rutschverhinderung“. Und das soll sich so abspielen: Sensoren erkennen, wenn das Motorrad seitlich wegzurutschen droht. In diesem Fall wird ein eingebauter Gasdruckspeicher aktiviert – ein ähnliches Element, wie bei Autos zur Füllung des Airbags verwendet wird. Nur entweicht hier das Gas gezielt über eine seitlich angebrachte Düse. Durch den dabei entstehenden Rückstoßeffekt wird das Motorrad ganz leicht aufgerichtet und ein Wegrutschen verhindert. Wie das in Action aussieht, seht ihr auf einem Video auf unserem Facebook-Kanal: www.facebook.com/Motorradmagazin

Noch gilt das System als Forschungsprojekt, was offenbar bedeutet, dass noch einiges an Arbeit vor den Entwicklern liegt. Über eine Serienreife lässt sich daher noch nicht spekulieren. So gut wie das auf dem Video aussieht, rechnen wir aber doch eher damit, dass das Projekt nicht in einer Schublade verschwinden wird ...
Parallel zu diesem Knüller hat Bosch auch einen Ausblick auf künftige, radar-basierte Assistenzsysteme gegeben. So sollen in Zukunft folgende aus der Autowelt längst bekannte Systeme auch fürs Zweirad verfügbar werden:

• Adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung: Hält den Abstand zum vorderen Fahrzeug bis zu einer eingegeben Maximalgeschwindigkeit konstant.
• Kollisionswarnung: Erkennt das System eine kritische annäherung an ein vorausfahrendes Fahrzeug und bleibt eine Reaktion des Fahrers aus, dann wird er über ein akustisches oder optisches Signal gewarnt.
• Totwinkelwarner: Kennen wir schon vom BMW C 650 GT, mit nicht besonders überzeugender Performance. Trotzdem soll das System zukünftig breiter eingesetzt werden und Fahrer durch optische Signale gewarnt werden, wenn der Radar andere Fahrzeuge im toten Winkel entdeckt.
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