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Pastrana ist Evel

Travis springt 3 Knievel-Stunts

Die Aufmachung sieht aus wie Knievels Kostüm vor 50 Jahren, doch das Motorrad ist neu: Indian Scout FTR750.Die Aufmachung sieht aus wie Knievels Kostüm vor 50 Jahren, doch das Motorrad ist neu: Indian Scout FTR750.
50 Jahre nach seinen weitesten Sprüngen und seinen schlimmsten Stürzen wird der legendäre Stuntman Evel Knievel vom Freestyle-Motocrosser Travis Pastrana geehrt, der drei seiner bekanntesten Jumps in Las Vegas nachgemacht hat. Pastrana war zwar gekleidet wie Knievel in den 60ern - mit weissem Leder, weissem Helm, amerikanischen Flaggen-Elementen und einem Superman-Cape - er wollte dessen Rekorde noch überbieten.

In nur drei Stunden wollte der Start des Nitro Circus alle drei Stunts absolvieren. Bevor er über den Brunnen des Caesars Palace sprang, jenem Hotel am Strip, das wir alle spätestens seit "Hangover" kennen, überflog Pastrana 52 Schrottautos und damit um zwei mehr als Knievel. An der höchsten Stelle soll er dabei einen Luftstand von fast 44 Metern gehabt haben. Danach sprang er über 16 Greyhound-Reisebusse; Knievel schaffte im Jahr 1975 nur 14 davon. Diesmal stieg Pastrana sogar noch höher, auf unglaubliche 58 Meter!

Nach den zwei neuen Rekorden wurde der Flugakrobat zum Caesars Palace begleitet, wo beim Versuch über den Brunnen zu springen, nicht nur Evel Knievel selbst, sondern auch andere Nachahmer gescheitert und schwer gestürzt waren. Videodokumente dazu finden sich auf youtube. Die Herausforderung besteht nicht nur darin, auf einer Anfahrt von nur 60 Metern genug Geschwindigkeit aufzubauen, nämlich genau 70 mp/h oder 113 km/h, um die Landerampe auf der anderen Seite zu erreichen, sondern diese überhaupt zu treffen und sich kontrolliert wieder einzubremsen. Doch der erfahrene Freestyler meisterte auch diese Herausforderung mit fast unspektakulärer Leichtigkeit und geht so wie sein großes Vorbild in die Geschichte ein. Und das ohne einen einzigen gebrochenen Knochen.

Indian Motorcycle hat die FTR750 speziell für den Renneinsatz entwickelt und war damit 2017 nach über 60-jähriger Abstinenz in den Flat Track Rennsport zurückgekehrt – mit sensationellem Erfolg: Das Werksteam Indian Wrecking Crew holte den Konstrukteurstitel und die ersten drei Plätze in der Fahrerwertung. In der laufenden Saison gewannen FTR750 Piloten bislang alle Rennen. Auf Basis des Flat Track Racers hat Indian im vergangenen Jahr die FTR1200 Custom präsentiert. Basierend auf der FTR750 und der FTR1200 Custom wird Indian Motorcycle im kommenden Jahr ein Serien-Bike einführen.

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