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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
9.7.2026

Zweiradmarkt Österreich 2026Winner und Loser zur Halbzeit

Wir ziehen eine Halbzeit-Bilanz des österreichischen Roller- und Motorradmarkts – und zwar eine überaus erfreuliche: Bikes und Scooter über 50 Kubik boomen weiter! Von der starken Nachfrage konnten die meisten Hersteller profitieren, allerdings nicht alle. Hier lest Ihr, wer zu den Aufsteigern zählt und wer heuer Probleme hat.

Zuerst zum Markt selbst: Mit 22.015 Zulassungen (Quelle: Statistik Austria) liegen die Anmeldungen um 7,5% über dem Vorjahr. Und: Man hat nur um vier Stück das Jahr 2024 verfehlt und um 579 Stück das bislang stärkste erste Halbjahr, das 2023 verzeichnet wurde. Unterm Strich: Wir haben das drittbeste erste Halbjahr der letzten 50 Jahre, vielleicht sogar aller bisherigen Zeiten. Grund genug, um Pauken und Trompeten erschallen zu lassen.

Wie immer freilich gilt: Ein genauer Blick zeigt, dass nicht alle Hersteller bzw. Importeure Grund zum Jubeln haben. Unter den Top-20-Marken gibt es sieben, die ein Minus vor der Bilanz stehen haben, darunter die drei stärksten Hersteller Honda (–11%), Vespa (–9%) und Yamaha (–1%).

Umgekehrt konnten einige Marken zu erstaunlichen Höheflügen ansetzen. Die stärksten Zugewinne unter den Top-20-Marken verzeichnete CFMoto mit +290%. Mit anderen Worten: Der chinesische Hersteller konnte seine Zulassungen gegenüber 2025 fast vervierfachen (!) und sich auf Rang 12 vorschieben. Fairerweise muss man dazu anmerken, dass es 2025 einen Importeurswechsel in Österreich gegeben hat, weshalb die Zahlen in dieser Umstellungsphase stark zurückgegangen waren – aber das soll den Erfolg nicht schmälern.

Der Aufstieg chinesischer Marken zieht sich durch: Voge – das aktuell beliebteste Label aus China – hat sich mehr als verdoppelt und liegt souverän in den Top-10. Ebenfalls mehr als verdoppelt hat sich QJMotor, während die elektrische Rollermarke Niu ihre Zulassungen sogar verdreifachen konnte.

Apropos Elektro: Immer mehr als Phänomen entpuppt sich Stark. Mit nur einem Modell, der Varg, schafft es die Marke nicht nur in die Top-20, sondern stellt auch mit klarem Abstand das beliebteste elektrisch angebtriebene Zweirad Österreichs.

Zum Schluss noch ein Blick auf unseren heimischen Hersteller: KTM konnte sich nach dem Seuchenjahr sehr gut erholen und die Neuzulassungen fast verdoppeln. Man liegt nun wieder auf Rang 6, in Schlagdistanz zum Podium – da kann man durchaus vom Phönix aus der Asche sprechen. Leider weniger gut läuft es für die anderen Hausmarken: Husqvarna fährt mit 14% das größte Minus der Top-20-Marken ein, GasGas ist mit nur mehr 46 Zulassungen weit abgeschlagen. Daran lässt sich wohl ablesen, dass das neue Management – zurecht, wie wir meinen – Prioritäten gesetzt und zunächst die Kernmarke aufpoliert hat. 

Alle Details zu den Top-20-Marken lest ihr unten.

Top-20-Zweiradmarken in Österreich

Über 50 Kubik, erstes Halbjahr 2026, Quelle: Statistik Austria

 

  1. Honda, 3392 Stück, –11%
  2. Vespa, 3180 Stück, –9%
  3. Yamaha, 1851 Stück, –1%
  4. Kawasaki, 1778 Stück, +1%
  5. BMW, 1731 Stück, +3%
  6. KTM, 1614 Stück, +89%
  7. Suzuki, 676 Stück, +7%
  8. Voge, 648 Stück, +105%
  9. Triumph, 645 Stück, –11%
  10. Aprilia, 560 Stück, +27%
  11. Beta, 533 Stück, +19%
  12. CFMoto, 531 Stück, +290%
  13. Piaggio, 495 Stück, –12%
  14. Ducati, 461 Stück, +2%
  15. Harley-Davidson, 345 Stück, +23%
  16. QJMotor, 275 Stück, +120%
  17. Niu, 249 Stück, +200%
  18. Husqvarna, 241 Stück, –14%
  19. Stark, 211 Stück, +118%
  20. Sangyang-Sym, 202 Stück, –9%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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