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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
30.6.2016

WILDE SCHWESTERNFRAUEN-POWER – auch schon vor 100 JAHREN!

8800 Kilometer durch Schlamm und Dreck, durch Wüste und die Rocky Mountains, durch Hitze und Kälte: kein Problem für die Van Buren Sisters: Augusta und Adeline starteten vor 100 Jahren – exakt am 4. Juli 2016 – an der Ostküste Amerikas zum Abenteuer ihres Lebens. Mit zwei Indian (Baujahr 1915, also damals brandneu) durchquerten sie als erste Frauen am Motorrad die USA von Ost nach West. Gut zwei Monate später kamen sie in San Francisco an.

Was nach einem lustigen Abenteuer zweier Mädels aus gutem Haus klingt – einer ihrer Vorfahren war Martin Van Buren, achter Päsident der USA – war in Wahrheit eine Protestfahrt. Gussie und Addie, wie die beiden von Freunden und der Familie genannt wurden, wollten als versierte Motorradfahrerinnen nämlich ihren Kriegsdienst in der Armee ableisten – aber nicht im Büro oder als Krankenschwestern, sondern als Kradmelderinnen. Das wurde ihnen verboten, wie überhaupt Mädels damals noch ziemlich klein gehalten wurden. Selbst das Wahlrecht kam erst später.

Um für ihre Rechte einzutreten, fuhren Gussie und Addie in Militärhosen und mit Ledermäntel – damals ein riesiger Affront, zumal in den USA. So wurden sie auf ihrer Fahrt auch mehrfach verhaftet: Wegen des Tragens von Männergewand. Unfassbar!

Die beiden Schwestern ließen sich aber letztlich nicht aufhalten und knackten im Lauf ihrer Reise sogar den legendären Pike’s Peak – ebenfalls als erste motorisierte Frauen. Nachdem sie danach in der Salzwüste nahe Salt Lake City beinahe verdurstet wären schafften sie es schließlich nach Kalifornien – um die Reise als kleine Zugabe noch nach Mexiko auszudehnen. Unglaubliche Leistung: ohne Hinterradfederung, mit Gaslampen an der Front und ein paar lumpigen PS im Rahmen.

Das Ende der Geschichte: Die Zeitungen waren zwar voll mit Stories über das Abenteuer, aber dass es sich dabei um Frauen handelte, wurde entweder verschwiegen oder mit Missbilligung bedacht. Den Job als Kradmelderinnen bekamen die Van Buren Sisters auch nicht. Gussie wurde später Pilotin und Bibliothekarin (was für eine Melange!), Addie Anwältin. Beide setzten sich weiter für Frauenrechte ein – und fuhren Motorrad, wie wir annehmen.

PS: Als Hommage an die Schwestern findet heuer eine Jahrhundert-Tour (Sister’s Centennial Ride) statt; sie führt vom 3.–23. Juli von New York nach San Francisco. www.sistersmotocycleride.com

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