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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
4.6.2016

LIGHT RIDERDas motorrad aus dem drucker

Bevor Sie glauben, dieses Motorrad sei eine Spinnerei: Nein, Sie können es bereits bestellen. Eine Kleinserie von diesem ungewöhnlichen Elektromotorrad namens Light Rider wird nämlich in Kürze gebaut – für 50.000 Euro (exkl. MwSt.) gehört ein Exemplar davon Ihnen.

50.000 Euro? Was steckt da dahinter? Der Clou ist natürlich, man ahnt es an den Fotos, der Rahmen. Es ist der erste Motorradrahmen, der zur Gänze aus dem 3D-Drucker stammt. Die Technologie wurde von der APWorks GmbH, einer Tochterfirma der Airbus Group, in der Nähe von München perfektioniert. Herzstück ist eine neue Aluminiumlegierung, die fast so steif ist wie Titan, korrosionsbeständig und mit der guten Eigenschaft, dass sie sich zuerst verformt bevor sie bricht. Das Material wird in tausenden hauchfeinen Schichten aufgebracht und per Laserstrahl verschweißt.

Nur mit diesem Herstellungsprozess lässt sich die avantgardistische, skelettartige Form realisieren, die besondere Leichtigkeit garantiert. Konstruiert wurde sie von einem Großrechner, der nach bionischen Algorithmen arbeitet: Die Natur ist also Vorbild für die Technik – daher die knochige Anmutung. Weitere Besonderheit: Der Rahmen ist zusätzlich noch hohl und kann für Verkabelungen genutzt werden. Die Gewichtsersparnis gegenüber einer konventionellen Struktur beträgt laut APWorks stolze 30 Prozent, der gesamte Rahmen wiegt nur sechs Kilo.

Der Antrieb ist relativ unspektakulär: ein 6 kW/8 PS und 130 Nm starker Elektromotor treibt das in Summe 35 Kilo leichte Bike an. Die Beschleunigung auf 45 km/h soll in drei Sekunden erfolgen, die Höchstgeschwindigkeit bei 80 km/h liegen. Über Herkunft des Motors und Akkus sowie über die Reichweite werden noch keine Angaben gemacht.

Die Auflage von 50 Stück des Light Riders wird wohl auch dazu dienen, die Verlässlichkeit der Technologie in Kleinserie zu testen. Einem weiteren Erfolg dieses ganz speziellen Bikes steht der Preis unserer Meinung nach ohnehin im Weg. Das Drucken von Metallteilen könnte sich aber einen fixen Rang in der Fahrzeugtechnik erobern; vielleicht zunächst noch im Prototypenbau oder für komplexe Kleinteile – später aber durchaus auch für größere Elemente wie den hier gezeigten Rahmen. Könnte spannend werden.

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