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Christoph Lentsch
Autor: Mag. (FH) Christoph Lentsch
christoph.lentsch@motorrad-magazin.at
18.1.2021

SuperSoco CPXLademanagementoptimierungsoption

Ich bin meiner Zeit weit voraus. Ehrlich gestanden halten mich die meisten Leut für einen in die Jahre gekommenen Petrolhead. Das liegt wohl auch an meinem ebenfalls in die Jahre gekommen Fuhrpark mit mehreren Autos und Motorrädern. Doch der erste Eindruck täuscht oft. Das sieht man auch beim Werner Jessner. Der ist ebenfalls übermotorisiert, hat mehr Zylinder als Finger und Zechn daheim umalahnen, ist dann aber doch meistens mit dem Fahrrad unterwegs. Was jetzt nicht nur seine Figur sonder meist auch seinen Gang erklärt.

Erst unlängst hab ich ihm beim Motorradtraining fast auf den Bock helfen helfen müssen, weil es ihm mit dem Radl wieder in die Botanik gesteckt hat, dass die Rettung schon einmal die wichtigsten Trümmer zsammpackt hat. Aber davon soll er Ihnen selber erzählen. Hier geht es um Wichtigeres. Ich bin dem Werner nämlich, was die Mobilität betrifft, trotzdem um Jahre voraus. Und das geht so: Ich lade öfter als ich tanke. Das schon seit sicher zehn, fünfzehn Jahren, als seit einer Zeit, als die erschwingliche E-Mobilität sich quasi ausschließlich auf Treppenlifte und Rollstühle beschränkte. 

Doch damit hat das nur entfernt zu tun. Viel mehr ist mein Ladungseifer der Größe des Fuhrparks geschuldet, der sich direkt proportional zu der Freizeit verhält, die ich nicht habe. Oder anders gesagt, ich komm so selten zum Fahren, dass ich die Batterien der Kraxnen öfter laden muss, als ich die Krücken bewege. Was zu zweifelhaften Schätzen führt. So ist eine meiner Lieblingsfuhren eine Kawasaki ER-5 aus der Mitte der 1990er-Jahre. Sie hat schon 4000 Kilometer drauf.

Ich muss aber auch dazu sagen, dass sie schon fast 3000 Kilometer auf der Uhr hatte, als sie mir vor 20 Jahren reingelaufen ist. Und während die einen jetzt rechnen: 1000 Kilometer in 20 Jahren, das sind 50 Kilometer im Jahr, zieht man dann noch die Strecke ab, die sie beim jährlichen Pickerl machen gefahren und geschoben wird, bleibt ja quasi nix mehr übrig – fragen sich die Experten: Welcher Blitz hat denn diesen Trottel gestreift, sich so ein Motorrad zu kaufen? 

Bevor Letztere sich jetzt darin bestätigt sehen, dass ich von Fahrzeugen im Allgemeinen und Motorrädern im Speziellen nicht einmal den Dunst von einem Hauch von einer Ahnung hätte, muss ich an dieser Stelle vehement dings. Net aufplustern, aber erklären halt. Das war so: Ich finde ja die Idee eines Mopeds genial. Ein leichtes, wendiges Fuhrwerk, sparsam, das wenig Aufmerksamkeit braucht. Aber auch seine Schwächen hat. Die 50 Kubik wären eine, die Endgeschwindigkeit ein weitere. Also war ich auf der Suche nach einem Moped, das diese Schwächen nicht hat. Schon sind wir bei der ER-5.

Sie geht sogar 180, auch wenn sie dafür ein bisserl viel Anlauf braucht, ist günstig im Unterhalt, wendig wie nur was, brauchen tuts auch an Dreck und he, wenn die einmal umfallt, is auch wurscht. Obwohl, geschenkt, umfallen ist in zwanzig Jahren in der Garage eh kein Thema. Sprit hat sie dann schon mehr gebraucht als erwartet. Was aber daran lag, dass zwei Mal ein Spritschlauch den Geist aufgegeben hat, und die Gute sich komplett anludelte. Das muss jetzt alles nimmer sein, bin ich dieser Tage drauf gekommen. Da hab ich nämlich die ersten Runden mit der SuperSoco CPX drehen dürfen. 

Schöner Roller. Darum hat ihn der Herr Grabner auch monumental fotografisch festgehalten. Kein Spritschlauch, kein Anbrunzeln. Weil die SuperSoco ist natürlich ein Elektrischer. Voll in der Manier meiner Gedanken, die mir bei der ER-5 durch den Kopf gingen: Moped. aber gut halt. Und als Roller sogar noch praktischer. Die CPX schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h ist also voll tangenten- und damit wientauglich. Mag man gar nicht glauben, dass sie nur eine Leistung von 4,8 kW hat. Das liegt aber auch am Drehmoment von 170 Newtonmeter.

Das geht vom Stand weg richtig geschmeidig weg, oben raus, ja, da ist sie weniger hektisch beim Beschleunigen, doch davon darf man sich nicht täuschen lassen. Radarkästen drücken da kein Auge zu, wenn man denen erzählt, dass sich das jetzt eh schon nimmer so wild angefühlt hat, weil die CPX eben so einfach wie ein Moped zu fahren ist – da hilft auch der 16-Zöller vorne. Trotzdem gibts bei Fahrwerk und Bremsen keine Schwächen. 

Ich sage nur Kombinationsbremse! Und das, obwohl diese supere Soco nur 5499 Euro kostet. Wirklich. Steht bei Vertical genau um den Preis in der Auslage. Da sind die LED-Lichter und das Keyless-Go-System schon mit dabei. Das kost nicht extra. Falls auch Sie einer sind, der nicht wegen jeder Schraube, die es zu drehen gilt, gleich in die Werkstatt rennt, muss ich Ihnen noch was sagen:

Durch die spezielle Aufhängung hinten, kann man trotz Radnabenmotor selber die Reifen wechseln, ohne dass man sich die Finger bricht und zwanzg Vaterunser braucht. Zwei Akkus sind in der CPX verbaut. Rausnehmbar, 18 Kilo jeder, und in dreieinhalb Stunden geladen. Auch schon im Preis dabei. Damit hat die CPX eine Reichweite von rund 140 Kilometer. Damit komm ich also mit einmal Laden drei Jahre aus. Die Kawa hingegen hängt mindestens zwei Mal im Jahr an der Dose.

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