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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
1.11.2026

Neu: Conti TrailAttack 4Abenteuer auf der Straße

Mt dem Vorgängermodell TrailAttack 3 hat Conti bereits einen Bestseller gelandet, jetzt soll die neue Generation in fast allen Belangen noch besser sein: Beim Nass- und Trockengrip, bei der Stabilität, beim Einlenkverhalten – und ganz besonders beim Vertrauen in 21-Zoll-Vorderräder.

Beginnen wir von vorne: Was ist eigentlich neu? Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: alles. Von der Laufflächengestaltung über die Gummimischung bis hin zum Unterbau (Karkasse) ist der TrailAttack 4 eine komplette Neuentwicklung. Man wollte zwar auf die Stärken des bisherigen TrailAttack 3 (der weiter im Programm bleibt) aufbauen, aber um die Eigenschaften gezielt zu verbessern war dieser Umbruch notwendig.

Einzig die Positionierung blieb also erhalten: Auch der TrailAttack 4 ist ein Adventure-Reifen, der sich an Fahrerinnen und Fahrer richten, die größtenteils auf Asphalt unterwegs sind. Die beliebte Prozent-Einstufung zeigt für den TrailAttack 4 daher 90:10 an – einen klar überwiegenden Straßenanteil. 

An welche Modelle richtet sich der neue Conti TrailAttack 4? Hauptsächlich mittlere bis große Reiseenduros, etwa die BMW R 1300 GS, die KTM 1390 Super Adventure, die Ducati Multistrada V4 oder auch die Honda Africa Twin, die BMW F 900 GS und viele weitere.

Die Unterschiede zum bisherigen TrailAttack erkennt man bereits am Profil, das als überwiegender Straßenreifen weiterhin keinen allzu umfassenden Negativanteil aufweist. Neu ist der zentrale Bereich ganz ohne Rillen: Damit will Conti noch mehr Spurstabilität bei höheren Geschwindigkeiten erzielen. Gut erkennbar: Einige teilweise recht ausgeprägte Einschnitte im Profil gehen bis zum Rand. Dies ist dann doch ein Tribut an die Möglichkeit, leichtere Offroadstrecken zu bewältigen: So wird auf losem Terrain Grip aufgebaut, auch in leichter Schräglage.

Entscheidenden Verbesserungen verspricht aber vor allem der Belag der Lauffläche, der nun aus einer Voll-Silica-Mischung gefertigt wird. Damit verkürzen sich die Aufwärmzeiten, während der Grip im Trockenen, aber auch Nassen steigt – und damit erhöhen sich auch die Fahrsicherheit und der Fahrspaß. 

Große Fortschritte will Conti auch durch neue Karkassenkonstruktionen erzielt haben – sowohl bei Radial- als auch Diagonalkonstruktionen, die beide für den TrailAttack 4 verfügbar sind. Bei der Radialtechnologie kommt nun Contis MultiZoneBelt-Technologie zum Einsatz: Dabei nimmt die Drahtdichte im Schulterbereich des Reifens ab, womit er dort flexibler wird. Bei Kurvenfahrten kann sich damit die Aufstandsfläche leicht vergrößern, was der Haftung entgegenkommt. Gleichzeitig kann durch diese Technologie Gewicht gespart werden.

Bei 21-Zoll-Vorderreifen in Diagonalkonstruktion spricht Conti sogar von einer revolutionären Verbesserung. Gerade das Fahrverhalten dieser großen Räder habe bei leistungsstarken Reiseenduros auf der Straße oft nach Kompromissen verlangt. Die Verwendung neuester Materialien habe nun ein deutlich ausgewogeneres Fahrverhalten zur Folge, mit verbesserter Stabilität, Lenkpräzision und Fahrfreude, erklären die Entwickler.

Die spürbaren Unterschiede gegenüber dem TrailAttack 3 mit 19-Zoll-Vorderrad fasst Conti so zusammen: Besonders stark sind Einlenkverhalten und Präzision gestiegen. Ebenfalls verbessert wurden Nass- und Trockengrip sowie die Stabilität (auch unter Beladung). Die Laufleistung soll auf dem sehr guten Niveau des TrailAttack 3 gehalten worden sein.

Bei der Verwendung eines 21-Zoll-Vorderrads sehen die Unterschiede gegenüber dem TrailAttack 3 noch etwas anders aus. Hier versprechen die Entwickler von Conti sogar radikale Verbesserungen beim Einlenkverhalten und der Präzision. Nassgrip und Stabilität wurden stark verbessert, Fortschritte habe man auch beim Trockengrip erzielt. Die Stabilität bei beladenem Bike und die Laufleistung bewegen sich auch mit dieser Reifendimension auf dem Niveau des Vorgängermodells.

Apropos: Diese Dimensionen des Conti TrailAttack 4 sollen im ersten Schritt verfügbar sein, beginnend mit Anfang 2027:

Vorne              90/90 V 21 M/C (54V) TL                  Q1/2027
Vorne              110/80 R 19 M/C 59V TL                   Q1/2027
Vorne              120/70 ZR 19 M/C 60W TL               Q1/2027
Vorne              100/90-19 M/C 57H TL                      Q2/2027

Hinten             140/80 R 17 M/C 69V TL                   Q1/2027
Hinten             150/70 R 17 M/C 69V TL                   Q1/2027
Hinten             150/70 ZR 18 M/C 70W TL               Q1/2027
Hinten             170/60 R 17 M/C 72V TL                   Q1/2027
Hinten             170/60 ZR 17 M/C 72W TL K*          Q1/2027
Hinten             130/80-17 M/C 65H TL                      Q2/2027
Hinten             120/90-17 M/C 64S TL                      Q3/2027

*K = Sonderversion für Adventure-Motorräder, die einen höheren Geschwindigkeitsindex benötigen. Das K-Hinterrad kann mit dem regulären Vorderreifen kombiniert werden.

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