Leeren ›

Österreichs Plattform
Symbol, das darstellt, dass dieses Magazin 24h am Tag und 7 Tage die Woche verfügbar ist
für schräges Leben
menu
Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
1.5.2016

KAMPF UM MV AGUSTACastiglioni will Mercedes-AMG loswerden

Nächster Schritt im Kampf um die finanzmarode italienische Nobelmarke. In einem Interview mit der Tageszeitung „Il Giorno“ Ende April hat Mehrheitseigentümer und Geschäftsführter Giovanni Castiglioni angekündigt, seinen Teilhaber Mercedes-AMG loswerden zu wollen. Die Deutschen besitzen aktuell ein Viertel von MV Agusta. Das pikante Detail: Wenn Mercedes-AMG das Schiff verlässt, können die Banken einen Teil der ausständigen Kredite sofort fällig stellen. Damit wäre MV Agusta endgültig pleite. Wie also will Castiglioni die Deutschen loswerden und trotzdem seine Firma retten? 

Das ginge nur, wenn ein anderer Investor einspringt. Der müsste die Sicherstellungen bei den Banken übnernehmen, Mercedes-AMG auszahlen und zusätzlich so viel Geld zuschießen, dass MV Agusta wieder liquid ist und anständig weiterarbeiten kann. Pi mal Daumen sprechen wir da von einem dreistelligen Millionenbetrag. Wer soll den locker machen, vor dem Hintergrund, dass Castiglioni dann immer noch am Ruder steht und weiterhin seine völlig abstrusen Wachstumspläne schmiedet, die MV Agusta dorthin gebracht haben, wo man heute steht: am Abgrund. So ist es schwer vorstellbar, dass der junge Italiener wieder einen Großkonzern zum Umgarnen findet, zumal seine diesbezüglichen Talente offenbar nicht jenen seines verstorbenen Vaters entsprechen.

Überdies hat es auch branchenweit die Runde gemacht, dass Castiglioni im vergangenen Jahr über die Köpfe seines Teilhabers Mercedes-AMG hinweg mit dessen Konkurrenz – Volkswagen – über eine Beteiligung verhandelt hat. VW ist nach dem Abgasskandal und den damit verbundenen Einsparungsmaßnahmen natürlich vom Tisch und Mercedes nachvollziehbarerweise verschnupft. Ungeschickter kann man sich nicht zwischen zwei Sessel setzen. Die Schwaben scheinen sich momentan zurückzulehnen und zuzusehen, wie Castiglioni um sein Überleben rudert. Angeblich wären sie bereit, notwendiges Geld zuzuschießen – die einfachste Lösung, zumal es sich aus Sicht von Mercedes um Peanuts handelt –, allerdings nur unter der Bedingung, dass sich Castiglioni vom Chefsessel verabschiedet. Das wiederum schmeckt dem stolzen Italiener nicht.

Der laviert sich seit Mitte März in einem „kontrollierten Insolvenzverfahren“ durch. Das bedeutet, dass die Verbindlichkeiten – mittlerweile rund 50 Millionen Euro – eingefroren sind, damit das Unternehmen halbwegs normal weiterarbeiten kann. Im Interview mit „Il Giorno“ hat Castiglioni auch skizziert, wie diese neue Normalität aussehen soll: Die Investitionen in Forschung und Entwicklung werden von 15 auf sieben Millionen Euro heruntergefahren, das Motorsportbudget wird von vier Millionen auf 600.000 Euro reduziert. Die Jahresproduktion sinkt von rund 9000 auf 6000 Stück, rund 200 Mitarbeiter werden wohl den Job verlieren. Keine gute Perspektive nach unserer Ansicht.

Dennoch klopft der Bentley-Fahrer noch immer Sprüche: Die Asiaten, Amerikaner und Deutschen kommen und gehen, aber wer immer bleibe ist die Familie Castiglioni, meint er sinngemäß. Ob er damit noch lange Recht behält?

Mehr zum Thema:

:

12.1.2019

KTM 1290 Super Duke R, Modelljahr 2018, im Wheelie von rechts nach links fahrend.
KTM 1290 Super Duke R, Modelljahr 2018, im Wheelie von rechts nach links fahrend.

Österreichischer Motorradmarkt hebt ab!Starke Zuwächse 2018!

Die Zahlen der Statistik Austria sprechen eine klare Sprache: Motorräder boomen wieder! Im Vergleich zu 2017 wurden im vergangenen Jahr um 8,8% mehr Motorräder über 125 Kubikzentimeter zugelassen. Wir erzählen, welche Marken zulegen konnten, wer verliert und wer außerdem noch zu den Siegern des Jahres 2018 zählt ...

weiterlesen ›

21.12.2018

Faber wird neuer Kawasaki-Händler in Wien.
Faber wird neuer Kawasaki-Händler in Wien.

Neuer Kawasaki-Händler in WienDer Süden wird grün

Kawasaki Österreich erweitert mit dem neuen Partner FABER KFZ-Vertriebs GmbH ab März 2019 sein Händlernetz im Süden von Wien. Mit der FABER KFZ-Vertriebs GmbH in der Carlbergergasse 66A im 23. Bezirk von Wien hat man einen fachkundigen Partner gefunden, der über jahrzehntelange Expertise im Motorradhandel verfügt. Zum Faber-Saisonopening am 04.-06. April 2019 wird die neue Partnerschaft mit einem neuen Kawasaki Schauraum und der Möglichkeit von Probefahrten der neuen Kawasaki Modelle gebührend gefeiert.

Peter Faber (GF FABER KFZ-Vertriebs GmbH): „Unsere Leidenschaft für Motorräder und langjährige Tradition macht uns zum perfekten Partner für Kawasaki. Wir sind besonders stolz unser Sortiment mit einer weiteren Top Marke zu bereichern und unseren Kunden ein vielfältiges Angebot anzubieten. Die Saison 2019 bringt viele Neuheiten und Highlights und wir freuen uns schon darauf diese bei unserem Saisonopening Anfang April zu präsentieren. Bei entspannter Atmosphäre haben die Kunden die Möglichkeit neue Modelle zu testen und auch attraktive Angebote zu erhalten.“

Peter Huber (GF Moto Ges.m.b.H./Kawasaki Österreich): „Die FABER KFZ-Vertriebs GmbH ist für uns ein Partner mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Motorradbranche. Zudem besteht eine langjährige, persönliche Bekanntschaft, die bis auf den Firmengründer Josef Faber zurückreicht. Aufgrund der Tatsache, dass die Firma Faber im Einzelhandel von Motorrädern und Rollern weiter expandiert, stellt die Marke Kawasaki eine gute Ergänzung des bestehenden Produktportfolios dar, sowohl im Handel als auch in der Werkstätte. Der Standort im Süden von Wien ist für uns ein wichtiges Verkaufsgebiet, welcher unser neuer Partner mit einer professionellen Betreuung bestehender und neuer Kawasaki Kunden positiv beeinflussen wird.“
weiterlesen ›

3.12.2018

Blick in die riesige Halle von KTM Braumandl.
Blick in die riesige Halle von KTM Braumandl.

Braumandl EröffnungKTM, HuSKY und WP auf 2500 qm

Am Samstag, den 2. Dezember 2018, eröffnete die Firma Braumandl den neuen Firmenstandort in der Ferdinand-Porsche-Straße 1 in 4600 Thalheim bei Wels. Die inoffizielle Eröffnung mit geladenen Gästen fand bereits am Freitagabend statt. Freunde, Weggefährten und Businesspartner der beiden Geschäftsführer Eva Braumandl und Christian Windhager kamen zur Einweihungsfeier des größten Motorrad-Flagshipstores Österreichs. Die Nutzfläche beträgt unglaubliche 2500 Quadratmeter, dazu kommt ein eigener Ausstellungsraum für die KTM-X-Bow-Welt. 

Die Werkstatt befindet sich im ersten Stock, im Erdgeschoß werden erstmals die Produkte der Marken KTM, Husqvarna und WP Suspension vollzählig in einem Haus präsentiert. Die Räume wirken edel, aufgeräumt und geräumig; selbst wenn man nicht vorhat, in nächster Zeit ein Motorrad zu kaufen, lohnt sich ein Besuch. Man könnte fast meinen, man wäre auf einer Motorradmesse. Denn schon bei der Eröffnung fanden wir die Modelle der kommenden Saison wie SMC-R 690 und 790 Adventure vor, sowie die aktuelle PowerWear.

Neben KTM-Boss Stefan Pierer und Designer Gerald Kiska kamen die Werksfahrer Matthias Walkner, Taddy Blazusiak, Philipp Öttl und GP-Pilot Miguel Oliveira und Schauspieler und KTM-Braumandl-Kunde Tobias Moretti. Durch den Abend führte ORF-Moderator Ernst Hausleitner.
weiterlesen ›

MV Agusta:

13.11.2018

MV Agusta Superveloce 800 in der Heckansicht.
MV Agusta Superveloce 800 in der Heckansicht.

MV Agusta Superveloce 800Schöner Sport

Offiziell wurde die Brutale 1000 Serie Oro zum schönsten Motorrad der Mailänder Messe EICMA gekürt, aber wir haben etwas (für uns) noch Schöneres am Stand von MV Agusta entdeckt, die Superveloce 800. Als Conceptbike durfte sie wahrscheinlich nicht an der Wahl teilnehmen, aber schon in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres soll sie in Produktion gehen.

Mit der Superveloce erinnert MV Agusta an seine legendäre Geschichte im Rennsport mit insgesamt 37 Weltmeistertiteln auf heute ikonischen Motorrädern. Mit einem über alle Zweifel erhabenen Design ehrt MV die Vergangenheit und richtet gleichzeitig den Blick in die Zukunft. Klassische Formen gestaltet mit modernsten Materialien, rustikale Farbflächen gepaart mit funktionalen Elementen – so schafft die Marke aus Varese mobile Gegenwartskunst.

Die Verkleidung der Superveloce, angeführt von einem runden LED-Scheinwerfer mit gelblicher Verglasung, drängt aggressiv nach vorne und bewahrt dabei gravitätische Eleganz. Das torpedoförmige Heck, ebenfalls mit einem schlichten runden Lichtelement im Zentrum, schließt den formvollendeten Körper nach hinten ab. Elemente wie die Drahtspeichenfelgen und ein Lederriemen am Tank wurden meisterlich mit der geschwärzten Auspuffanlage von SC-Project und einem TFT-Display vermengt. Zwei Endrohre ragen auf der rechten Seite, eines auf der linken (Schwingen-)Seite hervor.

Chassis und Motor wurden von der F3 800 übernommen. Die Ergonomie entspricht fast vollständig jener des Supersportlers, Sitzhöhe, Lenker- und Fußrasterposition blieben unverändert. Auf der Studie fehlten wie so oft Rückspiegel und Blinker, was der Ästhetik natürlich zu Gute kam. Wie werden sehen, ob wir die Superveloce in einem Jahr als Serienbike immer noch so schön finden.

weiterlesen ›

5.11.2018

MV Agusta Brutale 1000 Serie Oro
MV Agusta Brutale 1000 Serie Oro

MV AGUSTA Brutale 1000 Serie OroDas stärkste Naked bike der Welt!

Lange Zeit war es ruhig um die krisengebeutelte Kultmarke aus Italien; nach dem Produktionsstopp, dem Ausstieg von Mercedes-AMG, einer kompletten Neupositionierung der Firmenphilosophie und dem Einstieg eines neuen (russischen) Investors scheint es nun wieder aufwärts zu gehen. Zum Glück, es wäre wirklich schade um die Marke und ihre außergewöhnlichen Kreationen. Das beweist nun auch das neueste Modell, mit dem die Italiener einmal mehr ein Ausrufezeichen setzen: die MV Agusta Brutale 1000 Serie Oro.

Was in Mailand zum ersten Mal öffentlich gezeigt wird, ist nichts weniger als das stärkste in Serie gefertigte Naked Bike der Welt. Mit straßenzugelassenen 208 PS bei 13.450 Umdrehungen sticht es sogar viele Superbikes aus. Montiert man ein maßgefertigtes Racing-Kit (bestehend aus Titan-Schalldämpfer von SC-Project und eine spezielle ECU), dann steigt die Leistung sogar auf 212 PS bei 13.600 Umdrehungen. Nicht minder spektakulär: die infernalische Leistung trifft auf ein angeblich fahrfertiges Gewicht von lediglich 184 Kilo. Da sollte kein Auge trocken bleiben, wie man so sagt.
weiterlesen ›

4.11.2018

MV Agusta Dragster 800 RR America
MV Agusta Dragster 800 RR America

MV Agusta Dragster 800 RR AmericaGreat, again.

Wie kommt eine italienische Motorradmarke zu dem Modellnamen "America"? Der Ursprung geht zurück auf die "750 S America", ein Vierzylinder-Bike aus dem Jahre 1975 mit DOHC und 75 PS Spitzenleistung. 25 Jahre später wurde die erste Brutale von Massimo Tamburini mit dem Zusatz "America" geehrt und im typischen rot-weiß-blauen Farbschema lackiert. 2012 gab es eine weitere Brutale America mit Vierzylinder, bis vergangenes Jahr die erste Dreizylinder-Brutale folgte. In einer limitierten Sonderserie von nur 200 Stück ist es nun die Dragster 800 RR, das extremste Modell in der MV Agusta-Palette, die in den Farben des Star-Spangled Banner glänzen darf. Jedes Exemplar kommt natürlich mit Zertifikat und Plakette mit der Seriennummer.
weiterlesen ›

Leseprobe gefällig?

Bitte, gerne! Einfach auf das Vorschaubild klicken und schon startet der Download.