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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
10.5.2019

KTM MotohallDie neue Pilgerstätte!

35 Millionen Euro an Investitionskosten und fünf Jahre Planungszeit waren notwendig, um den „Heiligen Gral von KTM“ fertigzustellen, wie sie Boss Stefan Pierer nannte – die neue KTM Motohall. Das beeindruckende Gebäude befindet sich im Herzen von Mattighofen, der Geburtsstadt von KTM. Jene wird ja auch im Namen der Marke getragen: das M steht für die kleine Stadt im Innviertel. Und die ist nun definitiv um eine gewaltige Attraktion reicher. „Ein Freudentag für die Region“, schwärmte Bügermeister Friedrich Schwarzenhofer und Landeshauptmann Thomas Stelzer meinte sogar, dass damit sein Bundesland in die internationale Auslage gerückt werde.

Aber was genau ist die KTM Motohall? Sie ein Museum zu nennen, ist jedenfalls streng verboten (und wurde bei der Eröffnung mit einem Euro Pönale geahndet). Es handelt sich vielmehr um eine Marken-Erlebniswelt, in der sich das Unternehmen inszeniert – wie man es von einigen Autofirmen gelernt hat: BMW, Mercedes, Porsche, Audi, um die wichtigsten zu nennen. Auf den rund 3000 Quadrametern an Ausstellungsfläche auf drei Stockwerken findet man daher nicht nur rund 100 Exponate, die einen Querschnitt von den Anfängen bis hin zur aktuellen Modellpalette bieten, sondern auch viele Inhalte zu Technik und natürlich – wie könnte es beii KTM anders sein – zum Thema Motorsport. Besonders beeindruckend ist eine „Hall of Fame“ auf der obersten Etage. Dort befinden sich rund 30 siegreiche Racingsbikes der verschiedensten Kategorien, jeweils flankiert von der Originalausstattung des Fahrers. Umgeben sind diese „Heroes of Racing“ von einer 360-Grad-Videoprojektion.

Doch allein das Gebäude selbst ist schon eindrucksvoll; beispielsweise wurden nur für die Verkleidung der Fassade 4200 Quadratmeter an Aluplatten verlegt. Entworfen wurde es von zwei oberösterreichischen Architekten-Teams (HLW und X-Architekten), die Innenausstattung und Konzeption der Ausstellung übernahm das Stuttgarter Atelier Brückner, das unter anderem auch für die BMW Welt und das Hyundai Motorstudio in Südkorea zuständig war. Die KTM Motohall ist aber auch als multifunktionaler Komplex ausgelegt, betonte Stefan Pierer, unter anderem mit zahlreichen Tagungsräumen im Untergeschoss. Und sie wird rund 30 neue Arbeitsplätze schaffen.

Auch witzig: Designstudien aus den letzten 20 Jahren, die so manchen Irrweg offenbaren, der schließlich (und zum Glück) nicht begangen wurde. Außerdem wurde ein Schwergewicht auf die jüngsten Besucher gelegt: Sie können einem Rookies-Parcours folgen und eigene Checkpoints in einem Büchlein abstempeln, das sie anschließend mitnehmen dürfen. Kids ab sechs Jahren sind zudem ins „Innovations Lab“ eingeladen, wo sie mit 3D-Druckern, Laserplottern und Virtual Reality experimentieren dürfen. Älteren Besuchern wird das Herz bei der „lebenden Werkstatt“ im Untergeschoss aufgehen, wo live Oldtimer restauriert werden.

Verpflichtender Teil eines solchen Komplexes sind natürlich ein Shop und gastronomische Einrichtungen. In letzter Hinsicht wurde doppelt vorgesorgt: In der Motohall befindet sich die Bar „Pit Box“, im benachbarten Stadthaus das lässig eingerichtete Restaurant „Garage“ mit kulinarischen Ambitionen. Die gesamte KTM Motohall ist übrigens barrierefrei gestaltet und verfügt über eine großzügige Tiefgarage. Wer stilgerecht mit dem Motorrad anreist, findet gegenüber des Komplexes eigene Zweirad-Parkplätze. Mit Andrang ist jedenfalls zu rechnen: KTM-Boss Stefan Pierer erwartet im ersten Jahr rund 50.000 bis 60.000 Besucher. Wohl auch zu Recht: Denn die Motohall ist nicht nur eine neue Pilgerstätte für KTM-Fans, sondern ein Must-See für alle Zweirad-Freaks, Technik-Interessierte und Architektur-Liebhaber.

KTM Motohall
KTM Platz 1
5230 Mattighofen

Öffnungszeiten:
Di-So 9–18 Uhr
Feiertags auch am Montag geöffnet

Preise:
Erwachsene 10 Euro (ermäßigt 7 Euro)
Kids bis 14 Jahre frei
Familienticket 25 Euro
Geführte Tour: zuzügl. 5 Euro

Informationen:
www.ktm-motohall.com

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