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Christoph Lentsch
Autor: Mag. (FH) Christoph Lentsch
christoph.lentsch@motorrad-magazin.at
20.5.2020

Leasing versus KreditUnterschiede in der Finanzierung

Bei Motorrädern kommen immer mehr neue Modelle mit faszinierenden Features auf den Markt. Wer sich eines dieser Modelle sichern, aber finanziell nicht zu plötzlich belasten möchte, findet in Finanzierungen eine gute Lösung. Zu den beliebtesten Finanzierungsmethoden gehören das Leasing und der Kredit.

Zwei Methoden, ein Ziel: Das Fahrzeug leichter finanzieren

Ob Kredit für das Motorrad oder das Leasing: Beides sind Wege, das angestrebte Fahrzeug leichter zu finanzieren. Wer nicht ausreichend Cash verfügbar, aber monatliches Einkommen vorzuweisen hat, gilt als liquide. Dadurch kann ohne Eigenkapital das gewünschte Fahrzeug finanziert werden. Monatliche Raten werden abbezahlt, wobei die Kreditvergabe und das Leasing einen elementaren Unterschied aufweisen: Bei einer Finanzierung über Kredit wird das Fahrzeug vollständig erworben, beim Leasing ist der Erwerb optional.

Neuwagen werden erschwinglich

Beide Arten der Finanzierung machen Neuwagen erschwinglich. Dieser Vorzug lockt einen Großteil der Kunden an. In statistischen Erhebungen verschiedener Leasing-Anbieter wurde festgestellt, dass der Großteil der Kunden – im Schnitt rund 70 % – Neuwagen beim Leasen bevorzugt. Bei Krediten spiegeln die Trends rückläufige Nachfragen nach Finanzierungen für Neuwagen, aber steigende Nachfragen bei Gebrauchtwagen wider. Dies verstärkt den Eindruck der letzten Jahre, dass sich das Leasing bei Neuwagen und die Kreditfinanzierung im Falle von Gebrauchtwagen durchsetzen.

Diese Erkenntnis ist insofern nicht verwunderlich, als dass Leasingverträge meist auf eine Dauer von zwei bis vier Jahren begrenzt sind. Wer demnach einen Neuwagen haben möchte, kann sich beim Leasing alle zwei bis vier Jahre ein neues Modell aussuchen. Bei Krediten hingegen ist eine über diese Dauer hinausgehende Finanzierung samt Erwerb eines Neuwagens vorgesehen, was langfristig an das Fahrzeug bindet und wenig Abwechslung bietet.

Anstieg der Finanzierungen für Motorräder zeichnet sich ab

In Zeiten, in denen Finanzierungen günstig sind (Stichwort: Niedrigzinsphase), machen Personen häufiger davon Gebrauch, sich ihre Träume über Kredite oder das Leasing zu finanzieren. Während sich Leasing aufgrund der vielen Angebote für Firmenfahrzeuge bei den Autos schnell etabliert hat, hielt es erst im Laufe der letzten zehn und vor allem fünf Jahre verstärkt Einzug bei Motorrädern und somit unter Privatnutzern. In dieser Zeit war bei Motorrädern auch ein Anstieg der Kreditfinanzierungen zu beobachten. Neue Harleys, Triumphs und Co. haben ihren Preis, der selten Bar gestemmt werden kann.

Der durch günstiges Geld angetriebene Trend zu Finanzierungen könnte zudem durch Gesetzesänderungen in Deutschland einen weiteren Antrieb erhalten. Autofahrer dürfen mittlerweile ohne Prüfung Motorräder und Roller bis 125 Kubikzentimeter fahren. In der Praxis gestaltet sich diese Änderung wie folgt.

  1. B-Klasse wird um Schlüsselzahl 196 erweitert.
  2. Dafür sind vier Theorieeinheiten à je 90 Minuten und fünf Praxis-Fahreinheiten à je 90 Minuten erforderlich, aber keine separate Prüfung.
  3. Das Mindestalter der Autofahrer muss bei 25 Jahren liegen und der Führerschein mindestens fünf Jahre in deren Besitz sein. 

Schlussendlich hat dies zur Folge, dass Autofahrer leichte Motorräder fahren dürfen. In Deutschland könnte sich dies auch noch in kommender Zeit in einem neuerlichen Anstieg der Finanzierungen von Motorrädern äußern.

Hinweis: Damit aufgrund gesetzlicher Lockerungen nicht zu Unfällen oder dramatischen Konsequenzen infolge von Unfällen kommt, ist in den kommenden Jahren umso mehr auf eine sichere Kleidung zu achten, wozu mitunter hochqualitative Helme gehören. Leasing: Nutzungsvereinbarung über einen vertraglich definierten Zeitraum

Das Leasing ist zunächst mit einer Miete vergleichbar. Es wird ein Fahrzeug gegen monatliche Zahlungen genutzt, das sich nicht in dem eigenen Besitz befindet. Es gehört dem Leasing-Anbieter. Dabei wird, wie manchmal auch bei der Miete, eine Dauer des Vertrags ausgemacht. Meistens beträgt sie zwei, drei oder vier Jahre. Während dieser Dauer muss jeden Monat die Zahlung der Leasingrate erfolgen. Um dies sicherzustellen, prüfen Leasing-Anbieter zuvor die Bonität des Antragstellenden. Den Leasingnehmern stehen zwei zusätzliche Optionen offen. Die eine besteht in einer freiwilligen Anzahlung auf die Leasingraten, die andere im Kauf des Fahrzeugs nach Ablauf des Leasingvertrags.

Eine Anzahlung verringert die monatlichen Raten und trägt eventuell – es obliegt dem Ermessen des Leasinganbieters – dazu bei, dass eine mangelnde Bonität ausgeglichen wird. Die Option des Fahrzeugkaufs ist zu begrüßen, denn wer mit einem Fahrzeug nach Leasing-Ablauf zufrieden ist und es behalten möchte, kann es zu einem transparent geregelten Preis kaufen. Die Bemessungsgrundlage für den Kaufpreis sind der Leasingvertrag sowie die Nutzung des Fahrzeugs. Ist der Kauf des Fahrzeugs nicht gewünscht, dann hat der Leasingnehmer nach dem Ablauf des Leasingvertrags die Chance zu einem Fahrzeugwechsel, wodurch wieder ein neues Fahrzeug mit neuen Features nutzbar wird.

Um Versicherungen, Tanken, Reparaturen und weitere Services am und ums Fahrzeug muss der Leasingnehmer sich selbst kümmern. Das, was die Vorteile des Leasings schmälert, sind die Beschränkungen aufgrund der Kilometerpauschalen sowie auferlegte Pflichten zur Wartung und Instandhaltung des Fahrzeugs. Zudem ist im Falle einer Kaufoption der am Ende inklusive der monatlichen Raten gezahlte Preis höher als bei einem Kredit.

Kredit: Fahrzeug wird zum Eigentum

Wem der Besitz eines Fahrzeugs oder einer Sache wichtig ist, der findet in der Kreditfinanzierung die Möglichkeit, mit der ersten Rate das Fahrzeug sein Eigen nennen zu dürfen. Doch Vorsicht: Bankinstitute und andere Kreditgeber behalten sich vertraglich das Recht vor, sich das Fahrzeug anzueignen, sofern der Kreditnehmer zahlungsunfähig wird. Damit es nicht dazu kommt, erfolgt durch die Banken eine Bonitätsprüfung, ebenso wie es bei der Aufnahme des Leasings der Fall ist. Auch beim Kredit optimieren Anzahlungen die Bonität sowie die Kreditraten.

Im Vergleich zum Leasing hat ein Kredit den Nachteil hoher monatlicher Raten sowie Zinsen, beinhaltet ansonsten aber keine Verpflichtungen, die nicht auch ein Fahrzeugeigentümer ohne Kreditfinanzierung hätte. Wer die Raten abbezahlt, ist also bei einer Kreditfinanzierung freier in der Nutzung des Fahrzeugs, was allem voran im Hinblick auf die nicht vorhandenen Kilometerpauschalen ein großer Vorteil ist. Nach Abbezahlung des Fahrzeugs wandert es in den Besitz des Kreditnehmers.

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