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Christoph Lentsch
Autor: Christoph Lentsch
17.7.2020

Motorrad WissenWas bringt der Kompressor

Vor der finanziellen Implosion plante Norton einen Kompressor-Zweizylinder mit nur 650 Kubik und angeblichen 175 PS. Ohne Aufladung ist der Motor für 70 PS gut, der Kompressor würde also 150 Prozent Mehrleistung bringen. Das klingt brachial und man darf die Frage stellen, wie das überhaupt möglich ist. Sogar die Kawasaki H2R zeigt sich mit ihren 300 PS vergleichsweise milde, denn 1000-Kubik-Vierzylinder schaffen heute mühelos auch ohne Aufladung 200 PS. Der Kompressor liefert also „nur“ 50 Prozent Mehrleistung und damit drei Mal weniger als bei der Norton. Hinter dem Effekt der Aufladung steckt eine simple Formel für die indizierte Motorleistung:

Indiz. Motorleistung = P*V*z*n*i

P ist dabei der indizierte Mitteldruck, der direkt mit dem Ladedruck zusammenhängt. Doppelter Mitteldruck bedeutet also etwa doppelte Leistung, wobei nicht alles davon an der Kurbelwelle ankommt. Technisch sind dem Ladedruck aus mehreren Gründen Grenzen gesetzt. Kawasaki traut ihrem speziell für die H2R konstruierten Kompressor bis zu 2,4 Bar zu. Die für die 175 PS der Norton nötige Aufladung müsste entsprechend deutlich höher sein. Ob überhaupt und wie lange der Motor das verkraftet, bleibt abzuwarten.

Markus Reithofer

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