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Christoph Lentsch
Autor: Christoph Lentsch
13.8.2020

Unterwegs alles griffbereitWerkzeug, Navigation und mehr

Jeder Motorradfahrer kennt das Problem. Da hat man eine ausgiebige Tour durch malerische Landschaften geplant, fernab von irgendwelchen Supermärkten oder dergleichen, und mitten auf der Ausfahrt bemerkt man, etwas Wichtiges vergessen zu haben. Um Situationen wie diese zu vermeiden, ist adäquate Vorbereitung unerlässlich. Um diese ein wenig zu vereinfachen, haben wir in diesem Artikel mal in einer Art Checkliste die wichtigsten Utensilien aufgezählt, die jeder Motorradfahrer auf einer langen Tour mitführen sollte.

Punkt 1: Das passende Werkzeug

Wer hat es nicht schon mal erlebt? Man genießt die schöne Umgebung, durch die man gerade fährt und plötzlich streikt die Technik. Irgendeine Panne, die eigentlich sogar vergleichsweise einfach behoben werden könnte – wenn man nur das passende Werkzeug dabei hätte. Natürlich liegt das in einer solchen Situation immer noch in der heimischen Garage.

Sehr ärgerlich, wenn man wegen einer technischen Lappalie erst den Pannendienst rufen muss, der natürlich auch nicht innerhalb der nächsten 30 Minuten an Ort und Stelle sein dürfte. Daher empfiehlt es sich immer, ganz oben auf der Checkliste für Dinge, die man unbedingt an Bord haben sollte, passendes Werkzeug für Motorräder zu vermerken, damit man stets für allerlei Eventualitäten bestens gerüstet zum Ausflug oder in den Urlaub startet.

Punkt 2: Navigation

Ein weiterer wesentlicher Punkt in diesem Kontext ist die Navigation. Einer der Vorteile eines Motorrads im Vergleich mit einem Auto ist ja bekanntermaßen die Tatsache, dass man mit diesem Pfade erkunden kann, über die man mit einem Auto niemals fahren könnte. Das allerdings hat auch nicht selten zur Folge, dass man eventuell auch mal die Orientierung verlieren kann. Insbesondere auf unbefestigten Pisten ohne jegliche Hinweisschilder weiß man die Vorzüge eines guten Navigationsgerätes zu schätzen.

Für diesen Zweck gibt es mittlerweile unterschiedliche Möglichkeiten. Der Klassiker sind nach wie vor separate Navigationsgeräte, die entsprechend befestigt werden und die Richtung vorgeben. Nicht Wenige nutzen inzwischen jedoch auch ihr Smartphone und lassen sich mithilfe von beispielsweise Google Maps navigieren. Trotz aller technischen Hilfsmittel während der Tour kann man aber bereits im Vorfeld mit einer adäquaten Routenplanung den Grundstein für eine reibungslose Tour legen. Navigation beginnt also bereits mit der Planung.

Punkt 3: Proviant

Das Nächste, was man griffbereit haben sollte, wenn man sich beispielsweise auf dem Weg zu einem der zahlreichen Bikertreffen befindet, dient dem eigenen leiblichen Wohl. Niemand möchte auf einem Parkplatz während einer kleinen Pause minutenlang im Gepäck kramen müssen, um an einen schnellen Snack zu gelangen. Getränke und handliche Leckereien für zwischendurch sollten daher immer so platziert werden, dass man sie ohne große Mühe und ohne den Großteil des Gepäckes wieder auspacken zu müssen, erreichen kann.

Welche Lebensmittel man dann griffbereit deponiert, hängt ganz von den eigenen Vorlieben ab. Während sich die Einen mit einem Energydrink und einer Banane zufriedengeben, stärken sich die Anderen mit einer ausgiebigeren Mahlzeit. Grundsätzlich zu empfehlen sind hierbei natürlich immer isotonische Getränke und ballaststoffreiche Nahrungsmittel. Die machen lange satt und sorgen damit dafür, dass nicht alle 30 Minuten ein erneutes Hungergefühl die Tour unterbricht und eine neuerliche Pause erfordert.

Besonders ballaststoffreich sind zum Beispiel:

  • Früchtebrot
  • Getrocknete Pflaumen
  • Getrocknete Aprikosen
  • Getrocknete Birnen
  • Knäckebrot
  • Erdnusskerne
  • Macadamianüsse
  • Pistazienkerne

Punkt 4: Verbandskasten

Auch wenn er in vielen europäischen Ländern für Motorradfahrer nach wie vor nicht zur Pflichtausstattung gehört, ist der Verbandskasten/Erste Hilfe-Kasten in Österreich für Motorradfahrer vorgeschrieben. Und das aus gutem Grund. In Bezug auf den Verbandskasten lassen leider noch immer viele Menschen die richtige Grundeinstellung vermissen. Die in § 102 Abs.10 des Kraftfahrgesetzes (KFG) definierte Pflicht zur Mitführung eines Verbandskastens sollte nicht als Last angesehen werden -  vielmehr sollte sich ein Mitführen dieses wichtigen Elementes schon allein aus Gründen der Vernunft ergeben. Jeder der schon mal in irgendeiner Form mit einer Unfallsituation zu tun hatte, weiß um die Wichtigkeit und Praktikabilität eines Verbandskastens.

Schließlich geht es hierbei nicht allein darum, eventuelle eigene Wunden zu versorgen – unter Umständen wird man während einer Tour ja auch Zeuge eines Unfalls anderer Verkehrsteilnehmer oder gerät zufällig kurz nach einem solchen Ereignis an eine Unfallstelle. Hier können bereits Nuancen und Sekunden einen riesigen Unterschied bedeuten. Ein Verbandskasten hilft hier schon mal bei den ersten Maßnahmen, um die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu überbrücken. Auch bzw. besonders einen Verbandskasten sollte man daher immer an einer schnell und unkompliziert erreichbaren Stelle verstaut haben.

Punkt 5: Die Papiere

Einer der Punkte, der eigentlich so obligatorisch sein sollte, dass es normalerweise gar nicht notwendig wäre, ihn explizit zu erwähnen, ist der Punkt „Papiere“. Immer wieder gibt es Situationen, in denen der Motorradfahrer allen Eventualitäten Rechnung trägt und sich von A bis Z für jede erdenkliche Situation wappnet, sich jedoch zu sehr in Details verliert und auf Grund dessen nicht an das eigentlich Offensichtlichste denkt. Die notwendigen Papiere. Viele Fahrzeugführer, egal ob bei Auto oder Motorrad, bewahren ihren Führerschein und ihre Zulassung nicht im Portemonnaie auf, sondern in einer separaten Hülle. Das hat einerseits den Vorteil, dass man nicht immer die ganze Brieftasche mitnehmen muss, wenn man mal einen kleinen Ausflug machen möchte, birgt jedoch gleichermaßen die Gefahr, diese wichtigen Dokumente auch mal zuhause zu vergessen. Und genau das passiert nach wie vor viel zu häufig. Man kann also immer wieder nur darauf hinweisen, unbedingt an den Führerschein und die Zulassung zu denken und diese vor allem auch so zu deponieren, dass man sie ohne langes Kramen erreicht. Niemand möchte schließlich, wenn es notwendig wird, Minuten damit verbringen, seine Dokumente zu suchen und dafür die halbe Tasche auszuräumen.

Fazit

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass es durchaus eine Menge Sachen gibt, welche von Motorradfahrern gerne mitgeführt werden. Leider jedoch handelt es sich dabei nicht selten um vergleichsweise unwichtige Komponenten, während die wirklich wichtigen Sachen oftmals vernachlässigt oder schlichtweg vergessen werden.

Wer sich also auf eine Tour mit seinem geliebten Motorrad vorbereitet, sollte diese schon im Vorfeld akribisch planen und sich im Zuge dessen in aller Ruhe eine Liste mit den wichtigsten Utensilien anfertigen, die er dann beim Packen nacheinander abhaken kann. Nur auf diese Weise ist eine reibungslose Ausfahrt ohne nennenswerte Komplikationen gewährleistet.

Checkliste:

  1. Passendes Werkzeug
  2. Routenplanung/Navigation
  3. Nahrungsmittel (idealerweise ballaststoffreiches Essen und isotonische Getränke)
  4. Verbandskasten
  5. Papiere (Führerschein, Zulassung, Ausweis)

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