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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
29.1.2021

Helm-WissenBasics über den Kopfschutz

Motorradausrüstung ist generell besonders wichtig für die Sicherheit, ganz besonders aber der Helm. Bevor wir darüber schreiben, wie man die richtige Größe ermittelt und auf welche Norm an achten sollte, sehen wir uns zunächst die wichtigsten Arten von Motorradhelmen und deren jeweilige Stärken und Schwächen an.

Integralhelm
Integralhelme sind unter den Motorradhelmen am weitesten verbreitet und werden auch als Vollvisierhelme bezeichnet. Diese Motorradhelme sind in sich geschlossen und haben ein bewegliches Visier. Die Helme sind in unterschiedlichen Ausführungen (leicht oder voll ausgestattet) erhältlich. Sie bieten dem Kopf einen sehr guten Schutz und außerdem sind die Fahrtwindgeräusche gering. Der einzige Nachteil ist, dass diese Helme schwer aufzusetzen sind.

Klapphelm
Ein Klapphelm ist vom Design und der Struktur her ein Integralhelm, bei dem man das Kinnteil vollständig hochklappen kann. Diese Helme sind leichter aufzusetzen, allerdings etwas schwerer als ein Integralhelm. Zwei wesentliche Vorteile: Brillenträger können ihren Sehbehelf beim Aufsetzen auf der Nase lassen und der Abschluss im Halsbereich kann bei Klapphelmen enger ausfallen, weshalb sie meist weniger Zugluft von unten durchlassen uns auch nochmals besser schallgeschützt sind.

Jethelm
Ein Jethelm ist ein Helm ohne Kinnteil. Jethelme gibt es in völlig offenen Varianten oder mit unterschiedlich großen Visieren (zum Klappen, zum Herausziehen oder auch zum Anklippen). Im Vergleich zu Integralhelmen bieten Sie allerdings nicht so viel Schutz, da das Kinn nicht geschützt ist. Vorteile dieser Helme sind das freiere Fahrgefühl und das unkomplizierte Handling. Außerdem sind diese Helme überaus leicht und meist auch sehr günstig.

Systemhelm
Bei einem Systemhelm lässt sich das Kinnteil im Gegensatz zu einem Klapphelm meist nicht aufklappen, sondern abnehmen (es gibt auch einige wenige Helme, die beides können: aufklappen oder abnehmen). Das Praktische an dieser Art von Motorradhelm ist, dass man ein besonders großes Sichtfeld genießt. Diese Helme eignen sich auch besonders für Brillenträger, da man viel Platz vor dem Gesicht hat.

Motorcrosshelm
Diese Helme sind, wie der Name verrät, auf den Motorsport spezialisiert – für die Verwendung auf Cross-Strecken oder generell im Offroadbereich. Motorcrosshelme haben einen besonders großen Schirm, sind aber zumeist ohne Visier ausgestattet; stattdessen werden Offroadbrillen verwendet. Sie sind besonders luftig und meist sehr leicht, haben aber für die Verwendung auf der Straße funktionelle Nachteile.

Enduro- oder Adventure-Helm
Der Enduro- oder Adventurehelm ist eine Mischung aus Motorcross-, Integral- und neuerdings auch Klapphelm. Diese zunehmend beliebte Gattung besitzt wie Crosshelme einen großen Schirm, aber auch ein Visier, das die Verwendung auf der Straße oder auf Reisen begünstigt. Ein spezieller Vorteil kann der Schirm bieten (gegen die blendende Sonne), allerdings kann genau dieser Schirm bei höheren Geschwindigkeiten auch für Vibrationen durch Turbulenzen sorgen. Adventurehelme sind außerdem meist teurer und können speziell als Klapphelm auch schwer ausfallen.

Wir probiert man einen Helm richtig?

Die richtige Größe zu ermitteln ist für einen Motorradhelm extrem wichtig. Die meisten Modelle gibt es von XS bis XXL. Sie sollten die genauen Maße Ihres Kopfes abmessen, damit Sie einen ersten Eindruck bekommen, welche Helmgröße zu Ihnen passt. Messen Sie dafür Ihren Kopf an der breitesten Stelle. Bei den Helmen finden Sie in der Regel eine Größentabelle, bei der Sie Ihre Kopfgröße einschätzen können.

Wenn Sie die richtige Größe gefunden haben, sollten Sie sich für ein Modell entscheiden. Dabei sollten Sie sich von der Überlegung leiten lassen, wofür Sie den Motorradhelm brauchen. Lassen Sie sich bei der Auswahl genügend Zeit. Und noch mehr bei der Anprobe: Der Motorradhelm sollte weder an den Ohren oder an anderen Stellen des Kopfes drücken noch verrutschen. Wenn der Motorradhelm verrutscht, dann ist er eindeutig zu groß. Bei der Anprobe sollten Sie Ihren Kopf mit Helm schütteln. Dabei sollte der Helm fest, aber trotzdem noch angenehm auf dem Kopf sitzen.

Extra-Tipp: Versuchen Sie beim Anprobieren Ihren Daumen in das Innenfutter vor der Stirn drücken. Wenn Sie Ihren Daumen nicht in das Innenfutter drücken können, ist der Helm eindeutig zu klein. Dies könnte sich im Lauf einer Fahrt auswirken, da Sie möglicherweise bei längeren Touren durch den Druck vom Helm Kopfschmerzen bekommen.

Sie sollten sich auch nicht für einen gebrauchten Helm entscheiden. Sie wissen nicht, ob der Vorbesitzer/die Vorbesitzerin einen Unfall hatte. Nach einem Unfall sollten Sie Ihren Helm immer wechseln, auch wenn Sie keine äußerlichen Schäden erkennen können. Bei einem Unfall oder einen Aufprall könnten Schäden an der Helmschale entstehen, wodurch der Schutz des Kopfes beeinträchtigt wird. Investieren Sie lieber etwas mehr Geld in einen Helm, da Ihre Sicherheit die oberste Priorität hat.

Vorschriften

Motorradhelme müssen die sogenannte ECE-Norm einhalten. ECE steht für Economic Commission Europe. Diese Norm soll sicherstellen, dass Motorradhelme die bestmögliche Sicherheit im Straßenverkehr gewährleisten.

Die ECE-Norm beinhaltet spezielle Standards, die beim Tragen eines Motorradhelms auf einem Roller oder Motorrad vorgeschrieben werden. Zu den wichtigsten Kriterien bei der ECE-Norm für Motorradhelme zählen die Stoßdämpfung, die Haltbarkeit des Helms und die Belastbarkeit der anderen Materialien, wie z.B. des Kinnriemens.

Jede/r Motorradfahrer/in ist verpflichtet, einen passenden Helm mit ECE-Norm zu tragen. Wenn man einen Motorradhelm ohne gültige ECE-Norm trägt, wird ein Bußgeld fällig. Die ECE-Norm selbst wird regelmäßig angepasst, aktuell ist die ECE-Norm 22.05 in Kraft.

Bei der Prüfung der Motorradhelme werden die Testanforderungen immer weiter verschärft, um die Motorradhelme noch sicherer zu machen; das betrifft auch die Motorradvisiere, die ebenfalls widerstandsfähiger werden. Hersteller werden auf diese Weise verpflichtet, ihre Helme mit den nötigen Sicherheitsmerkmalen auszustatten und laufend zu optimieren.

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