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Christoph Lentsch
Autor: Mag. (FH) Christoph Lentsch
christoph.lentsch@motorrad-magazin.at
23.6.2021

Motorradtouren im Sommer planenOEAMTC Tipps

Österreich und seine Nachbarländer bieten zahlreiche reizvolle Ausflugsziele und Panoramastraßen, die sich für Motorradtouren anbieten – von einfachen Strecken bis hin zu Verläufen für erfahrene Biker. Je nach Tourenlänge und Strecke ist es dabei für Motorradfahrer wichtig, die Reise entsprechend vorzubereiten und die Tour adäquat zu planen – auch die körperliche Fitness spielt dabei eine Rolle: "Die jeweilige Streckenlänge sollte sinnvoll gewählt werden.

Denn lange Etappen bei hohen Temperaturen fordern Motorradfahrer körperlich sowie kognitiv und können Erschöpfungszustände hervorrufen, die wiederum die Aufmerksamkeit beeinträchtigen. Niemand sollte ein Sicherheitsrisiko eingehen. Daher ist es ratsam, sich je nach Tagesverfassung und Erfahrungslevel kürzere Etappen vorzunehmen und Pausen einzuplanen", erklärt Georg Scheiblauer, Motorrad-Chef Instruktor der ÖAMTC Fahrtechnik.

Hier weitere Experten-Tipps, worauf bei Motorradtouren zu achten ist:

  1. Mitführpflichten. Wer eine Motorradtour ins europäische Ausland plant, sollte die richtige Ausstattung mitführen. Dabei gelten je nach Land verschiedene Regeln, auf die es zu achten gilt, sonst kann es teuer werden. In Österreich selbst gilt eine gesetzliche Mitführpflicht für Verbandszeug. "Wir empfehlen jedoch immer, unabhängig vom Land, Warnweste, Warndreieck und ein Ersatzlampenset auf die Reise mitzunehmen, um auch für die angrenzenden Länder gerüstet zu sein”, rät Scheiblauer. Mehr Infos zu den Mitführpflichten und Regelungen in den verschiedenen Ländern findet man hier: www.oeamtc.at/laenderinfo
  2. Streckenlänge und Pausen. "Für die Streckenplanung eignen sich Tagesetappen von 250 bis 400 km, je nachdem wie viele Stunden man auf seinem Bike verbringen will", rät Scheiblauer. In den Alpen mit Bergstraßen und Pässen sollte man mit maximal 250 km pro Tag planen. Für "Verbindungsetappen" mit Autobahnanteil sind entsprechend auch längere Strecken möglich. "Erfahrene Biker starten früh, bei noch angenehmen Temperaturen, und legen längstens alle 90 Minuten Pausen ein. Die besten und schönsten Plätze dafür sind Pässe."
  3. Größte Unfallgefahr in Kurven. Im Ortsgebiet sind an Motorradunfällen oftmals auch andere Verkehrsteilnehmer beteiligt. Anders im Freiland – dort verunfallt jeder zweite Biker ohne Fremdeinwirkung. Vor allem in Kurven stürzen Biker: "Für Motorradfahrer ist es wichtig, Kurvenverläufe richtig einzuschätzen und die Geschwindigkeit so zu wählen, dass man immer mit dem eigenen Fahrstreifen auskommt und der Leitlinie fern bleibt. Biker müssen immer vorausschauend fahren und dürfen sich nicht ablenken lassen, um sichere Kurvenlinien zu fahren", erklärt der Profi.
  4. Richtiges Outfit. Ohne entsprechende Schutzbekleidung sollte nie gefahren werden. Funktionalität und Schutz sind dabei kein Widerspruch: Neben Motorradjacken und -hosen aus Leder gibt es luftige Motorradbekleidung in vielen Varianten zu kaufen. Wichtig ist, dass die Bekleidung über CE zertifizierte Protektoren an Schulter, Ellenbogen, Rücken, Hüfte und Knien verfügt. Lederhandschuhe, Motorradstiefel mit Knöchelschutz und ein Helm, am besten mit integrierter Sonnenblende, vervollständigen das richtige Outfit für Motorradtouren. Außerdem gibt es spezielle Airbag-Jacken zu kaufen, die Unfallfolgen noch deutlicher reduzieren können. "Nicht vergessen, für den Fall der Fälle einen Regenoverall einzupacken", rät der Experte.
  5. Fahrbahnbeschaffenheit. Motorradfahrer müssen in der Lage sein, entsprechende Spuren auf der Fahrbahn richtig einzuschätzen, sonst kann das fatal enden. "Asphaltschäden, Rollsplitt oder Schlaglöcher, speziell in Kurven, können dramatische Auswirkungen haben, wenn man sie nicht rechtzeitig erkennt. Also Augen auf die Fahrbahn und entsprechend vorrausschauen. Wer in dem Falle nicht rechtzeitig reagiert, riskiert einen Sturz", mahnt der Motorrad-Profi abschließend. Zwtl.: ÖAMTC Routenplaner und Reisecheckliste als Unterstützung für ausgedehnte Touren Der ÖAMTC Routenplaner kann Biker bei der Streckenplanung unterstützen und die exakte Fahrzeit, die man mit dem Motorrad benötigt, berechnen, wodurch sich Touren optimal planen lassen. Zudem können mit dem Routenplaner die Mautkosten für Motorräder berechnet werden. Der ÖAMTC Routenplaner ist verfügbar unter: www.oeamtc.at/routenplaner

Die ÖAMTC Reise-Checkliste ist eine Online-Packliste und kann Biker bei den Vorbereitungen ihrer Tour unterstützen. Die Packliste weist auf wichtige To Do's vor der Reise hin und gibt Tipps, was ins Gepäck gehört. Für besonders Eilige kann auch eine der fertigen Packlisten für Motorradtouren genutzt werden. Diese sind unter www.oeamtc.at/reisecheckliste abrufbar. Für landschaftlich besonders reizvolle Gegenden in Österreich und Europa bietet der Mobilitätsclub seinen Mitgliedern spezielles Kartenmaterial für Motorradtouren, die gratis an ausgewählten Stützpunkten erhältlich sind.

ÖAMTC Fahrtechnik Trainings als optimale Vorbereitung auf ausgedehnte Touren

"Ich empfehle jedem Motorradfahrer, vor einer Tour ein professionelles Motorradtraining in einem der acht ÖAMTC Fahrtechnikzentren zu absolvieren. Im Zuge dessen erhält man wertvolle Tipps von erfahrenen Instruktoren, was die Tourenplanung, das Gepäck oder auch das Fahren mit Beifahrer betrifft“, so der Motorrad-Chefinstruktor. "Außerdem perfektioniert man im Training das optimale Handling des Bikes. Egal ob Kurven-, Blick- oder Bremstechnik – jeder Teilnehmer gewinnt fahrerische Sicherheit – die Voraussetzung für eine sichere Bike-Tour."

Die Tipps der Bike-Profis kommen sowohl Fahranfängern, Wiedereinsteigern als auch geübten Motorradfahrern zu Gute. Infos zu den ÖAMTC Fahrtechnik Trainings unter www.oeamtc.at/fahrtechnik

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