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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
23.3.2022

70 am Grossglockner?Speed-Limits und mehr Ellipsen

Ein „Paket für mehr Verkehrssicherheit“ wurde jüngst von einem Dreier-Gespann präsentiert. Die Kräfte bündeln hier die Polizei, der ÖAMTC und die Grohag (Großglockner Hochalpenstraßen AG), die nicht nur die Strecke auf Österreichs höchstem Berg, sondern auch die Nockalmstraße, den Gerlospass und die Villacher Alpenstraße (vulgo Dobratsch) betreut und betreibt.

Kernstück der neuen Initiative ist ein durchgehendes Tempo-70-Limit für den Großglockner und den Gerlospass. Auf der Nockalm und dem Dobratsch wurden diese Limits schon vor zwei Jahren eingeführt. Auf Großglockner und Gerlos gilt das neue Tempo-70-Limit – hier wurde in vielen Medien falsch berichtet – noch nicht ab sofort. Um dies umzusetzen, müssen erst entsprechende Verwaltungsverfahren eingeleitet werden, was aktuell geschieht. Dann entscheiden die Behörden, die den Antrag unter Umständen ablehnen oder auch ein Tempo-80-Limit vorsehen können. Beides scheint uns aber eher unwahrscheinlich. Mit einem Inkrafttreten des neuen Speed-Limits rechnet Grohag-Vorstand Dr. Johannes Hörl „im Lauf der Saison 2022“. 

Warum überhaupt diese neuen Speed-Limits? Wir haben nachgefragt. „Die Geschwindigkeitsreduktion soll ein Signal sein: Das Genussfahren muss auf diesen Strecken im Vordergrund stehen“, erklärt uns Dr. Johannes Hörl. „Meine Aufgabe ist es, ein nationales Denkmal für die Zukunft zu erhalten – und zwar als lebendiges Denkmal.“ Sprich: Um das Befahren der sensiblen Zonen weiterhin zu sichern, muss wohl ein Kompromiss gemacht werden. Immerhin durchfährt man ja auf der Großglockner Hochalpenstraße auch den Nationalpark Hohe Tauern, Österreichs größtes Schutzgebiet.

Das Ansuchen um das niedrigere Geschwindigkeitslimit wird übrigens neben Grohag, ÖAMTC und der Polizei von den Anrainern, dem Alpenverein, den Tourismusverbänden und der Jägerschaft unterstützt. Wer bislang beim Lesen noch Hoffnungen hatte, es würde beim bisherigen 100er bleiben, der kann diese hiermit begraben.

Das neue Motto lautet also: „Cruisen statt Rasen.“ Dafür soll auch Bewusstseinsbildung gemacht werden, die Fahr-Langsam-Kampagne wurde gemeinsam von der Grohag mit der Polizei entwickelt. Es soll Informationstage am Glockner geben, Sicherheitstipps und auch „intensive mobile und stationäre Geschwindigkeitsmessungen“. Im Vordergund stehe nicht das Strafen, sondern die Bewusstseinsbildung, wird zwar betont, aber wir würden davon ausgehen, dass man auch beides unter einen Hut bekommt. 

Zu guter Letzt wird auch überlegt, die Bemalungen unübersichtlicher Kurven mit Ellipsen auszuweiten. Dieses Pilotprojekt wurde ja am Glockner begonnen, eine Evaluierungsstudie stellte dieser Initiative gute Noten aus. Wer das Projekt nicht kennt: Durch die Bemalung der Straße mit Ellipsen unterschiedlicher Größe soll Motorradfahrern in unübersichtlichen Linkskurven eine sichere Linie anerzogen werden. Man will verhindern, dass Motorradfahrer am Scheitelpunkt zu weit nach innen ziehen und damit in den Gegenverkehrsbereich kommen. Die Bemalung ist übrigens rutschfest.

Laut Dr. Johannes Hörl wird eine Komission im Sommer zusammentreten und überlegen, ob diese Ellipsen-Initiative ausgeweitet wird; und wenn ja, auf welche Kurven. Dass sie auch auf anderen Strecken als am Glockner zum Einsatz kommen, sei durchaus möglich, meint Hörl. Die bestehenden Ellipsenkurven werden auf alle Fälle erhalten bleiben.

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