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Christoph Lentsch
Autor: Mag. (FH) Christoph Lentsch
christoph.lentsch@motorrad-magazin.at
7.7.2018

Andy Fichtenbauer auf Pole1:54.1 am Pannoniaring!

Das dritte Rennwochenende ist zugleich Halbzeit in der Saison 2018 für den Granitstädter Andy Fichtenbauer. Schauplatz des Spektakels war diesmal die „ausländische Heimstrecke“ der österreichischen Rennmotorradszene – der Pannoniaring in der Nähe von Sarvar (HU). Unzählige Besucher waren für das Wochenende angereist, um die heimischen Spitzenpiloten und internationalen Konkurrenten in den verschiedenen Klassen der AlpeAdria-Europameisterschaft und der österreichischen Staatsmeisterschaft zu bewundern.

Andy Fichtenbauer startet die dritte Saison in der Klasse Superbike, in der die Piloten von über 200PS starken 1000ccm Motorräder um Siege kämpfen. Die Trainingseinheiten von Freitag nutzte der racer4kids-Pilot um die Abstimmung seiner Yamaha R1 und den Pirelli Reifen zu optimieren. Eine Notwendigkeit, um bestmöglich vorbereitet zu sein für Qualifying am Samstagmorgen. Voll motiviert startete Andy die Session mit seiner persönlich besten Rundenzeit auf diesem Kurs; doch damit nicht genug – am Ende der Session legte er eine fast perfekte Runde in den pannonischen Asphalt und fuhr mit einer sensationellen Zeit von 1:54,1 auf die Pole Position. Andy Fichtenbauer über diese Pole-Runde: „Eigentlich hatte ich nicht das Gefühl so schnell zu sein, aber ich konnte meine bereits persönliche Bestzeit vom ersten Stint nochmals um fast eine Sekunde verbessern. Ich bin sehr glücklich über meine erste Pole-Position und vor allem über diese phänomenale Rundenzeit!“ Damit waren die Erwartungen sehr groß für das erste Rennen das über 16 Runden geführt wurde. Der Start ins Rennen war jedoch nur mittelmäßig gut und so musste Fichtenbauer in den ersten Kurven alles geben um in der Führungsgruppe zu bleiben. Ein hartes Stück Arbeit in der enorm stark besetzten Superbike-Klasse. Als Dritter aus der ersten Runde zurückkommend, konnte er in Runde 8 einen Fehler von Skozpek nutzen und sich auf den zweiten Rang schieben. Diese Position sollte er auch nicht mehr abgeben und konnte so den großartigen zweiten Platz in der AlpeAdria- und Staatsmeisterschaft ins Ziel bringen.
Das Sonntagrennen startete um 16:30 und wurde erneut über lange 16 Runden geführt. Fichtenbauer startete erneut von der ersten Position und konnte diese Ausgangslage erneut beim Start nicht nutzen. Im Gegenteil – ein sehr schlechter Start warf ihn kurzfristig auf Rang 8 zurück. Mit viel Mut und Risiko gelang es ihm in der ersten Runde wieder bis auf den 4. Platz nach vorne zu kämpfen. Dort duellierte er sich zwei Runden mit Philipp Steinmayr, wodurch bereits eine 2 Sekunden Lücke zum Führungsduo Skozpek/Mayer aufging. Nach einigen Überholmanövern gelang es Fichtenbauer, Steinmayr abzuschütteln und fuhr mit der schnellsten Rennrunde des gesamten Wochenendes (1:54,6) die Lücke zum den beiden Führenden zu. Danach war sein Hinterreifen zu sehr verschlissen, um noch einen Angriff zu starten und so musste sich Fichtenbauer mit den 3. Platz in der AlpeAdria- und dem 2. Platz in der Staatsmeisterschaft begnügen. Das bedeutet im Zwischenklassement für den Schremser Rennfahrer den 2. Platz in beiden Gesamtwertungen bei bereits 6 von insgesamt 12 Rennen in der Saison 2018. 

Andy Fichtenbauer nach dem 2. Rennen am Sonntag: „Leider war mein Start eine Katastrophe und ich musste hart kämpfen und eine Lücke zu den Schnellsten zufahren. Das ist mir zwar sehr gut gelungen und ich konnte die schnellste Rennrunde fahren, aber leider war dadurch mein Hinterreifen zu sehr strapaziert. Ich konnte keine Attacke mehr setzen. Ich hoffte heute um meinen ersten Sieg fahren zu können, trotzdem bin ich glücklich über das Wochenende. In einem Monat geht es weiter in Rijeka (HR).“

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