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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
8.7.2020

Axhess ScootLight im TestFang das Licht

Für die einen ist es „Lichtverschmutzung“, für andere magische Faszination: Egal ob Times Square in New York, Las Vegas Strip oder Shibuya Crossing in Tokyo - auf der Suche nach „Erleuchtung“ führt normalerweise kein Weg vorbei an einer Fernreise. Wenn Leuchtreklamen mit Millionen von Glühbirnen, LEDs und Neonröhren miteinander wetteifern, bietet sich ein imposanter Anblick, den nicht nur Astronauten beim Blick aus dem Weltall nie mehr vergessen. Weil es „in Zeiten wie diesen“ um die Reisefreiheit bekanntlich jedoch nicht gut bestellt ist, liefert die axhess GmbH aus Deutschland mit dem neuen „ScootLight“ per Post einen bescheidenen Ersatz fürs ferne Lichtermeer.

Das 300 Gramm leichte Zweirad-Rücklicht wird mit reflektierenden Schultergurten am Rücken des Piloten (oder gegebenenfalls der Sozia) getragen oder am Rucksack montiert und soll für verbesserte Sicherheit und Sichtbarkeit sorgen. Es verfügt über die Funktionen Blinken, Warnblinken, Positions- und Nebellicht, wird von einem Akku mit 800 mAh gespeist und alle paar Wochen über USB-C daheim aufgeladen. Als Leuchtmittel dienen insgesamt 30 LEDs, mit Schutzklasse IP65 ist das ScootLight vor Regen gewappnet.

Neben der recht simplen Fahrrad-/E-Scooter-Version um zirka 80 Euro, bei der die Signale während der Fahrt manuell per Knopfdruck auf einer Fernbedienung aktiviert werden müssen, wird um 109 Euro auch eine spezielle Motorrad-Variante mit Funk-Signaleinheit statt Hand-Fernbedienung offeriert. Jene koppelt sich per Bluetooth mit dem Lichtpanel und muss vorab in die Fahrzeug-Verkabelung integriert werden. Die Verbindung mit den acht korrespondierenden Kabeln des Motorrades ist für Nicht-Elektriker alles andere als schnell erledigt. Wir empfehlen dringend unserem Beispiel zu folgen und diese Aufgabe einer Fachwerkstätte zu überantworten.

Ist diese Hürde bewältigt, funktioniert das ScootLight erfreulich zuverlässig und klaglos: beim Bremsen und Blinken werden automatisch und unverzögert die entsprechenden Signalgeber am Rücken mitaktiviert, was zweifellos für eine Erhöhung der Sichtbarkeit und damit Verkehrssicherheit sorgt. Die Helligkeit der LEDs überzeugt dank automatischer Anpassung sogar am helllichten Tag, der Tragekomfort geht in Ordnung. Rein funktional gibt es also nicht viel auszusetzen, trotzdem fühlte sich der Autor mit dem ScootLight am Rücken im Straßenverkehr ungefähr so wie mit Zementpatschen beim Tanzkurs. Möglicherweise liegt es einfach an der zügellosen Lebenseinstellung des Testpiloten, für den selbst grelle Warnwesten einen fatalen Kollaps der Motorrad-Kultur darstellen – aber die Lichtleiste am Rücken erstickt jedes Gefühl von Freiheit, Unabhängigkeit und Coolness im Keim. Vernünftig betrachtet ist das ScootLight durchaus sinnvoll, trotzdem wird es allerhöchstens im nebeligen Herbst mein Equipment erweitern. Denn die Lichtanlage des Motorrades alleine hat sich – im Unterschied zum unterbelichteten Fahrrad - meiner Erfahrung nach stets als völlig ausreichend erwiesen. Und wer nach dem Motto „vier Räder bewegen den Körper, zwei Räder bewegen die Seele“ lebt, wird sich an das ScootLight wohl nur schwer gewöhnen können.

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