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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
14.9.2020

Sena 50S und 50RHärtetest

Headsets: Man liebt oder hasst sie. Wer auf Purismus, Motorsound und die Einsamkeit der letzten Helden steht, wird sie ver­dammen, viele andere sehen darin eine Reihe von Vor­teilen: Man bekommt Navi­-Ansagen eingespielt, kann auf langweiligen Etappen Musik hören und sich mit Sozius oder Spezis am ande­ren Motorrad über den Ein­kehrschwung unterhalten. Auch wer die Connectivity­-Funktionen vieler moderner Bikes nutzen will, kommt um ein Headset meist nicht herum. Apple CarPlay auf unserer Honda Africa Twin schreibt ein sol­ches zwingend vor.

Und damit sind wir endlich beim Produkttest: Sena hat in diesem Frühjahr zwei neue Highend­-Headsets auf den Markt gebracht: das 50S und das 50R. Im Grun­de (und im Funktionsum­fang) sind beide identisch, unterschiedlich sind Optik, Helmbefestigung und vor allem die Bedienung. Während das 50S wie das (weiterhin erhältliche) Vorgängersystem 30K mit einem großen Dreh­drück­-Rad ausgestattet ist, bedient man das 50R mittels dreier großer, gut ertastbarer Knöpfe. Kleines Minus: Einmal am Helm befestigt, lässt sich das schlankere 50R nicht mehr ohne Ausbau abnehmen, sodass man zum Laden immer den gesamten Helm mitnehmen muss. Das 50S mit etwas mehr Akkulauf­zeit lässt sich weiterhin per Knopfdruck abklicken.

Beide Geräte bieten nun auch das neue Mesh 2.0. Ei­ner der Vorteile: Open Mesh bietet nun neun Kanäle. Zur Erklärung: Mit Open Mesh können fremde Motorrad­fahrer, die in Reichweite kommen und auch über ein Mesh­2­-Gerät verfügen, ohne Kopplung Kontakt aufnehmen. Bislang immer, jetzt müssen sie auf dem richtigen Kanal sein – ob das funktioniert, konnten wir leider nicht ausprobie­ren, da ja noch kaum Mo­torradfahrer mit Mesh 2 un­terwegs sind (ist per Update auch fürs 30K verfügbar).Was wir freilich testen konnten, sind die Verbindun­gen untereinander und die weiteren vielfältigen Mög­lichkeiten, die diese Systeme bieten: Bluetooth-­Verbin­dungen mit dem Motorrad, mit einem Navi, mit einem Smartphone – alles kein Problem, auch dank des neu­en Bluetooth­-5­-Standards. Die Steuerung ist wie bei allen einschlägigen Headsets nicht einfach zu merken, allerdings sind die Grund­funktionen gut durchdacht. Außerdem kann man Basis­einstellungen via neuer Smartphone­-App vornehmen und dort auch einen Blick in die Kurzanleitung werfen, falls man Befehle vergessen hat. Und natürlich gibt’s auch eine Sprachbedienung (jetzt in acht Sprachen) so­ wie eine optionale Lenker­-Fernbedienung, falls einem das Manuelle näherliegt.

Besonders gut gefallen hat uns die glasklare Sprachqualität im Intercom­ Betrieb. Es gibt allerdings einen kleinen Zeitversatz zwischen Reden und Hören, man sollte also den anderen immer ausreden lassen, so ist das Headset auch eine Schule der Höflichkeit. Auch die Musikqualität ist gut, hier profitiert man von neuen HD-­Lautsprechern. Fein abgestimmt ist letztlich das überlagern verschiede­ner Quellen: Beginnt man zu sprechen oder werden Navi­-Ansagen eingespielt, dann wird allfällig gestream­te Musik leiser, bleibt aber völlig unterbrechungsfrei – wie überhaupt alle Verbin­dungen schön stabil sind, das war bis vor ein paar Jahren noch anders.

Kleine Haken: Bei offenem oder aufgeklapptem Helm bekommt das Ohr des verbundenen Buddies ein heftiges Windrauschen ab und dann wäre da noch der Premiumpreis, der sich wohl nur dann auszahlt, wenn man das Key-­Feature nützt und sich häufig mit einer großen Gruppe vernetzt.

Produkt: Sena 50S/50R

Tester: Peter Schönlaub

Testdauer: 7 Wochen

Preis: je 359 Euro

Was uns gefällt: Design, Sprachqualität, Funktionsumfang

Was uns nicht gefällt: Windrauschen bei offenem Helm, Preis

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