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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
25.9.2020

Jawa wieder erhältlich!Vier Modelle im Programm!

Jawa ist zurück – und ab sofort offiziell in Österreich zu haben. Den Import besorgt die Congenia GmbH in Marchtrenk, die ja seit Jahren ein feines Händchen für vermeintliche Underdogs der Motorradszene beweist.

Bevor wie zu den Modellen kommen, kurz ein paar Zeilen zu Jawa selbst. Die tschechische Marke wurde 1929 in Prag gegründe, konnte sich rasch einen exzellenten Namen machen und expandieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie verstaatlicht, blieb aber dennoch einige Zeit erfolgreich, auch im Rennsport. Die hübschen Modelle mit Zweitaktern wurden noch bis in die 1980er-Jahre in weite Teile der Welt exportiert. Seit 1997 gibt es eine Nachfolgefirma, die in Tynec nad Sázavou (Teinitz, südlich von Prag) ansässig ist und Motorräder entwickelt, baut oder teilweise nur endfertigt. Darüber hinaus ist man spezialisiert in den Werkzeugbau für die Fertigung von Kunststoffteilen.

Per Hand werden hier immer noch die klassischen Zweitakt-Jawas (350) gebaut, die man freilich in vielen Ländern nicht mehr neu zulassen kann (gilt z.B. für die EU). Sehr wohl zulassungsfähig ist aber eine neue 4-Takt-Baureihe, die man in China lizenzfertigen lässt und in Tschechien komplettiert. Diese „350 OHC“ genannte Reihe ist nun auch in Österreich erhältlich und besteht aus drei Modellen: dem klassischen Naked Bike, einem verkleideten Café Racer („Special“) und einer Scrambler.

Allen drei gemein ist die technische Basis mit einem 397 ccm großen, luftgekühlten 4-Takt-Einzylinder. Er leistet 20,4 kW/28 PS und ein maximales Drehmoment von 30,6 Nm bei 5000 U/min. Damit bringen es die Bikes auf 130 km/h Spitze. Das Getriebe besitzt fünf Gänge, für die Verzögerung sorgt eine Bremsscheibe samt ABS vorne (280 mm beim Basismodell und der Scrambler, 320 mm bei der Special), hinten kommt eine Bremstrommel zum Einsatz. Zum Elektrostarter gesellt sich noch ein klassischer Kickstarter.

Bei allen drei Modellen unterschiedlich ist die Bereifung, jeweils aber auf Speichenrädern. Während das Basismodell auf 19-/18-Zoll unterwegs ist, fährt die Racer auf 18-/18-Zoll und die Scrambler auf 19-/17-Zoll. Auch die Tankinhalte divergieren: 12,5/16/12 Liter. Die Sitzhöhe beträgt beim Roadster 760 Millimeter, bei der Special 805 und bei der Scrambler 790 Millimeter. Die Trockengewichte bewegen sich zwischen 160 und 167 Kilo.

Nun zu den österreichischen Preisen:

Jawa 350 OHC: 5490 Euro
Jawa 350 OHC Special: 6300 Euro
Jawa 350 OHC Scrambler: 5890 Euro

Jawa 350 OHC

Jawa 350 OHC Special

Jawa 350 OHC Scrambler

Zu dieser Modellreihe mit drei Ausformungen gesellt sich ab sofort noch ein weiteres Modell: die Jawa 300 CL. Sie wird in Indien in Lizenz erzeugt, und zwar von einem Tochterunternehmen des großen Mahindra-Konzerns. Dieses Bike ist deutlich anders als die 350-OHC-Reihe, sowohl technisch als auch optisch. In letztem Punkt ist sie nämlich weitaus nostalgischer – wie man auf einen Blick erkennt – und wurde von den Typen 353 und 354 inspiriert, die von den frühen Fünfzigern bis Mitte der Siebziger verkauft wurden. Wunderschöne Details wie der in den Lampentopf eingelassene Tacho, der Tankdeckel mit Prägung „SINCE 1929“ oder die goldenen Linien lassen einen sofort gedanklich in den guten alten Zeiten schwelgen.

Technisch ist die Jawa 300 CL aber sogar ein wenig moderner als die 350-OHC-Reihe. Sie besitzt nämlich einen traumhaft schönen, flüssig gekühlten Einzylinder mit zwei oben liegenden Nockenwellen (DOHC) und Vierventiltechnik. Im Gegensatz zur den 350ern verfügt sie auch über ein 6-Gang-Getriebe. Die Motorleistung ist mit 17 kW/23 PS für einen Single mit 294 ccm anständig, das maximale Drehmoment liegt bei 25 Nm bei 5750 U/min. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 125 km/h, allerdings empfiehlt Jawa selbst die gepflegtere, cruisende Gangart, die zu einem Vintage-Bike wie der 300 CL passt.

Weitere technische Eigenschaften: Die Verzögerung übernimmt auch hier eine Scheibenbremse vorne (280 mm), die an ein ABS gekoppelt ist. Hinten wurde eine Trommelbremse verbaut. Die Speichenräder tragen Pneus der Dimensionen 90/90-18 und 120/80-17, die Federwege betragen 135/100 Millimeter. Mit 765 Millimeter Sitzhöhe werden auch kleinere FahrerInnen ihre Freude haben, 182 Kilo trocken sind allerdings recht heftig für diese Hubraumklasse. Der Tankinhalt beträgt 13,2 Liter. Und der Preis? Er liegt in Österreich bei 6600 Euro. Die ersten Exemplare sind soeben eingetroffen.

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