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All unsere Artikel der letzten Jahre

Hier findest Du alle Artikel, die wir in den letzten Jahren online gestellt haben. Viel Spaß beim Stöbern!

Hier darf gefiltert werden:

17.12.2018

BMW F 850 GS Adventure
BMW F 850 GS Adventure

BMW F 850 GS Adventure TestMidsize-Queen

Wie der hubraumstarken Boxer-BMW R 1250 GS wird auch der Paralleltwin-Mittelklasse-GS ab sofort eine Adventure-Version zur Seite gestellt. Die technischen Daten der F 850 GS Adventure haben wir bereits hier protokolliert, Stahl-Chassis und der 853-Kubik-Motor mit 95 PS blieben im Vergleich zur Standard-Version der F 850 GS komplett unangetastet. Jetzt war es an der Zeit für das erste Offroad-Roll-Out mit der Mittelklasse-Reiseenduro durchs andalusische Hinterland.

Im Unterschied zu ihrer großen Abenteuer-Schwester verfügt die F 850 GS Adventure über ein klassisches 21-Zoll-Vorderrad wie es auch bei Sport-Enduros zum Einsatz kommt. Eine gute Wahl, denn zusammen mit 23 Zentimetern Federweg an der Gabel rollt die 850er vergleichsweise widerstandslos sogar über stattliche Hindernisse. Die Front bleibt von Schlägen großteils verschont und hält souverän Spur, während der Hinterreifen in 150/70-17 leicht ausbricht und Radien im kontrollierten Drift absolviert. Hier erweist sich die Abkehr vom Tank unter der Sitzbank als goldrichtige Entscheidung der BMW-Ingenieure. Wegen des nun leichteren Hecks kehrt das Hinterrad nach der Rutschphase deutlich schneller zurück in die Spur, ist generell besser kontrollierbar und auch sonst ist die Radlastverteilung spürbar harmonischer als beim Vorgängermodell F 800 GS Adventure. Obendrein konnte so auch die Fahrwerksperformance optimiert und die Zuladung auf 211 Kilo erhöht werden.

Der während der Fahrt per Hebel zweifach höhenverstellbare Windschild erfüllt seine Aufgabe bravourös. Bei 180 Zentimetern Körpergröße herrscht im Sitzen auf dem 875 Millimeter hohen Sattel selbst bei flottem Autobahntempo absolute Ruhe um meinen Acerbis-Motocross-Helm. Im Stehen sorgen die breiten Rallye-Fußraster für eine große Standfläche und der wie bei der 1250er-Adventure zweifach höhenverstellbare Fußbremshebel erweist sich besonders im Offroad-Betrieb als praktisch. Trotzdem war bei unserem Testbike der Druckpunkt der Hinterradbremse viel zu weit unten, ich musste meinen Fuß wie eine Ballerina weit überstrecken um das Rad dosiert verzögern zu können. Unangenehm, denn im Unterschied zur R 1250 GS Adventure verfügt die 850er nicht über ein teilintegrales ABS, bei dem das Hinterrad beim Betätigen des rechten Handhebels automatisch mitgebremst wird.

Einbußen muss der 850er-Pilot auch beim elektronischen ESA-Fahrwerk hinnehmen, das ausschließlich die Dämpfung des Federbeins reguliert. Die Einstellung der Upside-down-Gabel wird von ESA nicht beeinflusst, sie kann selbst per Werkzeug nicht justiert werden.

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17.12.2018

BMW R 1250 GS Adventure
BMW R 1250 GS Adventure

BMW R 1250 GS ADVENTURE TESTDAUERBRENNER

Mit einem Einstiegspreis von 21.450 Euro in Österreich ist die brandneue BMW R 1250 GS Adventure in Kürze erhältlich. Die technischen Details haben wir hier aufgelistet. Aber schon jetzt haben wir die Weltreise-Variante der neuen R 1250 GS 2019 einen ganzen Tag in Spanien einer Praxis-Probe unterzogen. Unsere Route führte vorwiegend offroad auf anspruchsvollen Schotterstraßen durch die Pampa zwischen Malaga und Granada.

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14.12.2018

Triumph Scrambler 1200 XC und XE in der Wüste.
Triumph Scrambler 1200 XC und XE in der Wüste.

Triumph Scrambler 1200 TestEhrlich erdig

Am Sonntag, den 16. Dezember 2018, war es endlich soweit: Wir durften wohl eines der Highlights der kommenden Motorradsaison in Portugal testen, bei einer im Heritage/Retro-Segment ungewöhnlich ausführlichen Präsentation. Denn die Triumph Scrambler 1200 wurde nicht nur einen Tag lang auf der Straße, sondern auch abseits griffiger Asphaltbänder bewegt, weshalb von den Briten ein zweiter Fahrtag angesetzt wurde. Anscheinend wollte man tatsächlich beweisen, dass 200- bzw. 250-Millimeter-Federweg nicht nur am Papier und auf den Pressefotos eine gute Figur machen. 

Die Details zu den beiden Scrambler-Schwestern XC und XE erfuhren wir bereits bei einer internationalen „statischen“ Präsentation in London Ende Oktober. 90 PS und 110 Nm aus dem bekannten 1200er Parallel-Twin, der mittlerweile glückliche sieben Modelle befeuert, 200 bzw- 250 Millimeter Federweg, 840 bzw. 870 Millimeter Sitzhöhe, 5 bzw. 6 Fahrmodi, Fahrwerk von Öhlins und Showa, Bremsen von Brembo und auch sonst zwei fein bestückte Schönheiten. Die Erwartungen an die Neuzugänge im Modern Classics-Segment von Triumph waren entsprechend hoch und an das große Selbstvertrauen der Briten geknüpft, was die Versprechen zur Geländegängigkeit der Scrambler betrifft. Handelt es sich wirklich um ernste Enduros, oder ist alles nur englischer Eklektizismus?

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7.12.2018

Die Kawaki Ninja 125 und die Z125 im Schlagabtausch.
Die Kawaki Ninja 125 und die Z125 im Schlagabtausch.

Kawasaki Z125 & Ninja 125 TestZweieiige Zwillinge

Unter dem Motto „The toughest Choice“ fand von Ende November 2018 die Presse-Präsentation der beiden neuen Kawasakis Ninja 125 und Z 125 in Malaga, Spanien, statt. Wenn man sich für eine der beiden brandneuen Japanerinnen entscheiden müsste, zahlt es sich definitiv aus, vorher eine Testfahrt mit beiden zu machen. Schließlich spricht Kawa selbst von der "härtesten Entscheidung".

Kawasaki hat vor der Einführung dieser beiden Modellreihen eine Marktumfrage durchgeführt, um zu erheben, was die Hauptgründe für den Kauf solch eines Motorrads sind. Der Großteil der Befragten gab an, den meisten Wert auf das Styling und die Marke des Bikes zu legen (ganz im Gegenteil zu Motorrädern mit größeren Motoren, wo für die Befragten vor allem die Performance zählt). Mit ihrem Styling können die beiden Japanerinnen auf jeden Fall punkten. Sie sollen vor allem eine junge Zielgruppe (= Führerscheinbesitzer der Klasse A1) ansprechen und dieser den perfekten Einstieg in die Welt von Kawasaki bieten – daher kommen auch die Leitsätze von Kawasaki: „Your first Z“ beziehungsweise „Your first Ninja“. Die Ninja 125 vervollständigt somit die Produktpalette im Supersport-Segment, die Z125 macht das Naked-Segment komplett.
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26.11.2018

Triumph Street Scrambler 2019 kratzt am Asphalt.
Triumph Street Scrambler 2019 kratzt am Asphalt.

Triumph Street Twin & Scrambler TestUpdate und Upgrade 2019

Seit der Einführung des 1200er-Parallel-Twins, der mittlerweile mit vier verschiedenen Baureihen der Modern-Classics-Palette verheiratet wurde, gilt der 900er als Einstieg in die Retrowelt von Triumph. Bei allen Erfolgen, die mit dem großen Hubraum seit 2016 gefeiert werden konnten: Das erfolgreichste Modell der britischen Klassik ist die "kleine" Street Twin, die bis heute ca. 17.500 Käuferinnen und Käufer glücklich gemacht hat - und das mit nur 55 PS. Der extrem drehmomenlastig ausgelegte Motor überzeugte mit Druck aus dem Drehzahlkeller, einem satten Sound und unbeschwerter Fahrdynamik. Mit dem Update liefert Triumph nicht nur zehn PS mehr, sondern eine hochwertigere Ausstattung, mehr Elektronik und Aufwertungen im Detail.

Den flüssigkeitsgekühlten Zweizylinder mit 270°-Hubzapfenversatz über 5000 Touren zu drehen, machte bisher kaum Sinn. Während das Drehmoment abflachte und die Leistung verpuffte, wurde der Motorlauf rauer und mahnte zur Mäßigung. Die Komfortzone des Twins liegt eindeutig zwischen 2000 und 5000 Touren, in dessen goldener Mitte auch das maximale Drehmoment von 80 Newtonmetern liegt. Doch in manchen Situationen kann es dienlich sein, wenn ihm darüber nicht ganz die Luft ausgeht, schließlich stehen uns nur fünf Gänge zur Verfügung. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h liegen wir im letzten Gang bei ca. 3200 Touren. Setzt man nun zum Überholen an, wird man wohl meist keinen Gang mehr runterschalten, sondern nur das Gas öffnen, um ein, zwei oder zehn Fahrzeuge zu passieren. Gerade dann verlässt die neue die alte Leistungskurve und biegt Richtung 65 PS ab, die sie durch eine Anhebung der Maximaldrehzahl bei 7500 Touren erreicht. 
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14.11.2018

Leatt GPX 5.5
Leatt GPX 5.5

Im Test: Leatt GPX 5.5Kühler Kopf

Während sich die Hersteller von Mountainbike-Schutzausrüstung bei der Anzahl der Lüftungsöffnungen in ihren Helm-Spitzenmodellen regelmäßig gegenseitig übertreffen und Fahrradhelme heutzutage längst mehr Löcher haben als jeder Schweizer Käse, sind großflächige Ventila­tionsbereiche bei Motocross-­Helmen nach wie vor Mangelware. Ein unverständlicher Missstand, über den ich mich seit vielen Jahren jedes Mal ärgere, sobald ich mich in der Wildnis mit meiner Husqvarna TE 300i mal wieder in schwierigem Terrain festgefahren habe – schließlich schwitze ich beim Hard­enduro noch eine Spur intensiver als auf einer anstrengenden Mountainbike-­Tour.

Bisher musste ich daher jede kurze Pause zum Abnehmen des Helms nutzen, wenn mein (in Enduro-­Kreisen so genannter) ­„Kelomat“ zu pfeifen begann, sprich mein Kopf zu explodieren drohte. Erst seit ich mit dem Leatt GPX 5.5 Offroad-Helm in der Botanik unterwegs bin, ist das Problem endlich gelöst und ich kann in anstrengenden Situationen endlich kühlen Kopf bewahren. Der GPX 5.5 ist mit elf großflächigen Belüftungsportalen ausgestattet, 190 Löcher im stoßabsorbierenden EPS-Schaum (aus zwei v-förmig aufgebauten, verschieden elastischen Schichten) lassen außerdem selbst bei Schritttempo die Hitze entweichen und eine kühle Brise ums Haupt ­zirkulieren.

Das ist aber längst nicht alles: Mein ECE-2205-zertifizierter Leatt-Helm wiegt nur moderate 1050 Gramm (eine ca. 250 Gramm schwerere ECE/DOT-geprüfte US-Ver­sion ist ebenfalls erhältlich). Die patentierte „360°-Turbine“-Stoßdämpfertechnologie reduziert bei einem Aufprall die Rotationsbeschleunigung des Hirns und die Gefahr von Gehirnerschütterungen drastisch. Die drei verfügbaren Außenschalen sind jeweils zehn Prozent kleiner geformt als jene von konventionellen MX-Helmen – nicht nur, weil die Proportionen zwischen Kopf und Körper des Piloten so optisch besser harmonieren, sondern weil die kleinere Helmform ebenfalls die Kraft um zwanzig Prozent reduziert, die bei ­einem Sturz auf Genick und Kopf wirkt.

In Sachen Verarbeitung erfüllt der clevere Leatt-Kopfschutz obendrein Premium-­Ansprüche: Das Design- und Lack-Finish ist makellos und der EPS-Hartschaum wird im In-Mold-Verfahren mit der Composite-Schale verschweißt. So ist die Sicherheit bei mechanischer Einwirkung deutlich höher als bei verklebten Helmen.

Angesichts der innovativen Features erscheinen die für ­Leatt-Neckbraces optimierte Form der Helm-Unterkante, das waschbare, antiseptische Schnelltrocken-Innenfutter, das Emergency-Exit-System und die Vorbereitung für ein optionales Trinksystem bei­nahe schon banal und selbstverständlich.

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9.11.2018

Vespa Elettrica erste Testfahrt
Vespa Elettrica erste Testfahrt

Vespa Elettrica Erste TestfahrtLeise wieselt das Reh

Mit ein wenig Verspätung ist es nun in Kürze so weit: Noch vor Jahresende sollen die ersten Stück der batteriebetriebenen Vespa Elettrica ausgeliefert werden. Wir bekamen nun im Rahmen der Motorradmesse in Mailand (Eicma) kurzfristig die Möglichkeit, mit der ersten Serien-Elektro-Vespa ein paar Runden auf einem ausgesteckten Parcours zu drehen und einen ersten Eindruck zu gewinnen.

Vorab ein paar Basisinfos, die wir bereits hier ausführlich zusammengefasst haben: Die Vespa Elettrica ist in der Mopedklasse angesiedelt, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h. Der Elektromotor bietet eine Nennleistung von 4,8 und eine Spitzenleistung von 5,5 PS. Erstaunlich, zumal für ein Moped, ist das Drehmoment von 200 Newtonmeter. All das trifft auf ein Gewicht von 130 Kilo. Die beiden unter dem Staufach (für einen Jethelm) verbauten Lithium-Ionen-Akkus sollen eine Reichweite von rund 100 Kilometer ermöglichen, eine Vollladung an der heimischen Steckdose dauert vier Stunden. Die Ladetechnik und ein rund zwei Meter langes Spiralkabel sind ebenfalls schon in der Vespa integriert. Einen Preis gibt es ebenfalls schon: 6590 Euro in Österreich. Das ist natürlich extrem viel für ein Moped (wäre auch für eine 125er viel), aber wer sich für Elektromobilität interessiert, ist dieses Leid ja schon gewohnt.
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28.9.2018

Honda CRF450L 2019
Honda CRF450L 2019

Honda CRF450L 2019Alles ganz legal

Besitzer einer Sportenduro, die gelegentlich auch einige Kilometer auf öffentlichen Straßen fahren wollen, stehen in vielen Teilen Europas stets mit einem Fuß im Kriminal: im Zulassungsschein sind nämlich nur die ab Werk gedrosselten Versionen der Fahrzeuge eingetragen, weil sie wegen der strengen Emissions- und Geräuschvorschriften überhaupt nur in der brustschwachen Version für den Straßenverkehr homologiert werden können. So kommt es, dass in den Papieren üblicherweise nur ein paar lächerliche PS eingetragen sind, die Enduro in Wahrheit jedoch entdrosselt und mit mehr als 50 PS im Straßenverkehr (illegal) unterwegs ist.
Off- und Onroad-Ausflüge ganz ohne schlechtes Gewissen verspricht Honda daher ab sofort mit der neuen CRF450L (L für „legal“). 25 PS stehen im Zulassungsschein, und exakt so viele Pferdestärken stehen in der Praxis auch zur Verfügung – die Euro4-Norm wird von der CRF450L also problemlos eingehalten.
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21.9.2018

Gleiche Leistung, mehr Features: Die Ducati Scrambler Icon bekommt 2019 ein Update.
Gleiche Leistung, mehr Features: Die Ducati Scrambler Icon bekommt 2019 ein Update.

Ducati Scrambler Icon 2019 TestUpdate der modernen Ur-Scrambler

Ducati frischt die erste Scrambler der Neuzeit mit Features der 1100er, LED-Beleuchtung, einem erweiterten LC-Display und einem leicht geänderten Design auf. Dazu luden die Italiener ins Land of Joy, wie Ducati die Welt um seine Submarke Scrambler nennt. Die Scrambler-Palette umfasst nicht nur ebendiese Kreuzung zwischen Naked Bike und Enduro, sondern auch andere Motorradtypen wie Café Racer oder Enduro. In Zukunft werden mit diesem Branding wohl noch weitere Varianten folgen, die wir heute vielleicht noch gar nicht erwarten.

Das Modell mit dem vor drei Jahren alles begann, war die Icon, die Retroversion der Scramblers aus den Sechziger- und Siebzigerjahren. Nun folgt ein Update, das einige technische Neuerungen wie optische Detailüberarbeitungen beinhaltet.

Was ist alt an der neuen Ducati Scrambler Icon?
Unberührt blieb der 803 Kubik große L-Twin mit einer Spitzenleistung von 73 PS und einem Drehmoment von maximal 67 Nm. Der Tank über dem an der Ampel oder im Stop-and-Go-Verkehr ziemlich heraufföhnenden Luftkühlers fasst nach wie vor 13,5 Liter. Auch Fahrwerk und Geometrie bleiben weitestgehend gleich.

Was ist neu an der Ducati Scrambler Icon 2019?
Nicht alle optischen Aufwertungen, wie zum Beispiel der neue Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht oder die LED-Blinker fallen sofort auf. Die austauschbaren Seitenverkleidungen am Tank wurden neu geformt, der Tankdeckel trägt jetzt den Schriftzug "Born Free". Welcome to Hipster Wonderland. Die Felgen hat die kleine von der großen Scrambler geerbt. Auch die Auspuff-Blenden wurden aufgefrischt, die Sitzbank etwas abgeflacht, weshalb die Sitzhöhe um 2 mm auf 798 mm schrumpfte. Nicht nur das macht die Scrambler absolut einsteigerfreundlich. Die Kupplung funktioniert jetzt hydraulisch und ohne jede Anstrengung, am (wie immer) nicht mit dem klassischen Charme des Heritage-Bikes harmonisierenden LC-Display kann man nun Gang und Benzinstand ablesen.

Ducati Scrambler Icon 2019 mit Kurven-ABS.
Das bemerkenswerteste neue Feature aber ist das Kurven-ABS, das sich hier wohl mehr an die Unsicherheiten eines Fahranfängers als an die sportlichen Ambitionen eines Routiniers richtet. Ausgelöst hat es bei meiner Testfahrt nicht, die bei perfekten Bedingungen stattgefunden hat. Notwendig ist dieses Bremsassistenzsystem an der Scrambler meiner Meinung nach nicht, aber man sieht, dass vor Kurzem noch der Oberklasse vorbehaltene Elektronik schön langsam in die Mittelklasse durchsickert. Wahrscheinlich haben wir in zwei Jahren bereits das erste volle Safety-Pack einer Multistrada im Heritage-Sektor. 

Mehr Cruiser als Scrambler?
Die unglaublich gut aussehenden und perfekt zur Scrambler passenden Pirelli MT60 RS (vorne 18-, hinten 17-Zoll) bieten auf Schotterstraßen guten Grip und durch die fehlende Traktionskontrolle viel Spaß, wenn es das Fahrkönnen zulässt. Der weit zum Fahrer gestreckte, recht dünne Lenker ermöglicht aber keine wirklich fahraktive Position und bringt nicht ausreichend Druck aufs Vorderrad. Dadurch fährt sich die Scrambler tatsächlich mehr wie ein gemütlicher Cruiser, den man zwar flott laufen lassen, aber nicht unbedingt wie einen Flat Tracker behandeln sollte. Fahrwerk, Bremsen und Motor sind massentauglich und bedienerfreundlich ausgelegt, wer es gern sportlicher angeht, der sollte lieber zur Scrambler 1100 greifen, die um Welten schneller ist, oder gleich zu einer Monster. 

Zu wem passt die Scrambler 2019?
Ich sehe die Ducati Scrambler 800 einerseits bei Leuten, die im Land of Joy zu Hause sind und für die das Zweirad das Fortbewegungsmittel der Wahl ist. Sie fahren damit zur Arbeit, zum See, zum Campen und begreifen ihr Motorrad nicht als Gebrauchsgegenstand, sondern als Freund (sehr schmalzig, ich weiß, aber so ging's mir heuer mit der Bobber). Also eigentlich die einzig echten Motorarradfahrer. Andererseits ist die Scrambler für jeden fahrbar und spricht somit auch Fahrer/innen an, die das Motorrad vielleicht nur am Wochenende nutzen, für eher kurze Strecken und denen ein cooler Style wichtiger ist als sportliche Fahrleistungen. Auf jeden Fall wird sie das Leben jedes Besitzers ein bisschen mehr joyful machen.
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9.9.2018

Autonom fahrende BMW R 1200 GS
Autonom fahrende BMW R 1200 GS

Autonom fahrende BMW R 1200 GS!Forsche Entwicklung

Eine äußerlich betrachtet ganz normale R 1200 GS mit Topcase und zwei Koffern fährt an uns vorbei, bremst leicht ab, geht in Schräglage, richtet sich auf und beschleunigt wieder. Alles ganz normal. Aber Moment: Da sitzt ja gar keiner drauf!

Ungefähr so erlebt man die erste Begegnung mit einem Prototypen, den wir letztes Wochenende am BMW-Motorrad Testgelände im südfranzösischen Miramas im Rahmen einer exklusiven Vorführung in Aktion sehen konnten. Autonome Fahrzeuge sind ja zugleich Hoffnungsträger und Schreckgespenst der Kfz-Industrie. Was vor allem Politiker und viele Fahrer durch das zu erwartende Plus an Sicherheit erfreut, ist für andere die schlimmste vorstellbare Vision von Freiheitsentzug. Vor allem Motorradfahrer können kaum etwas mit dem Gedanken anfangen, dass ihnen das Fahren praktisch komplett vom Motorrad abgenommen wird.

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8.9.2018

Harley-Davidson FXDRS 114
Harley-Davidson FXDRS 114

Harley-Davidson FXDR 114 im Testmit Volldampf voraus

Die technischen Details zu der für 2019 brandneuen Harley-Davidson FXDR 114 haben wir bereits hier protokolliert, jetzt hatten wir die Möglichkeit rund um Thessaloniki in Griechenland das ab sofort sportlichste, modernste und mit 29.495 Euro auch teuerste Modell der nun zehn Modelle umfassenden Softail-Baureihe zu testen. Die 300 Kilometer Tour macht auf Anhieb eines klar: der inoffizielle V-Rod-Muscle-Nachfolger mit dem noch inoffizielleren, Harley-internen Beinamen „Destroyer“ ist nichts für sanfte Gemüter. Denn die Sitzposition im Sattel der FXDR erfordert eine ordentliche Portion Hartgesottenheit vom Piloten. Mit weit vorne montierten Fußrastern und Lenkerstummeln fixiert sie den Körper in einer Position, die sich während ausgedehnter Touren durchaus als anspruchsvoll herausstellen kann.
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17.7.2018

Entlang der K.OT d'Azur mit dem neuen Honda Forza 125.
Entlang der K.OT d'Azur mit dem neuen Honda Forza 125.

Honda Forza 125 und 300 TestKleiner Motor, größter Luxus

An der K.OT d'Azur, in Nizza und Monaco präsentierte Honda seine Kleinsten mit der größten Ausstattung. Mehr Luxus dürfte es in diesen Klassen momentan nicht geben und der Marktführer setzt alles daran, dass das auch so bleibt. Das bedeutet: Zu den 5 Sternen kommt jetzt das Plus.

Honda Forza 125 2018
: Wieviel Luxus verträgt ein 125er?
Honda hat diese Frage mit dem Forza überaus erfolgreich beantwortet und seit seiner Einführung insgesamt 30.000 Stück verkauft. Das ist gerade deshalb beeindruckend, weil das in Italien gebaute Modell ausschließlich für den europäischen Markt bestimmt ist. Auch oder gerade Autofahrer sind anscheinend bereit, für viel Prestige und Fahrkomfort eine nicht unerhebliche Summe Geld über den Tresen wandern zu lassen, selbst wenn die Motorleistung nur 15 PS beträgt. Dafür möchte ihnen der größte Motorradhersteller der Welt die Alternative zum überdachten Zweispurigen so angenehm wie möglich machen. Wer auf der ausladenden Sitzbank mit Beckenstütze Platz nimmt, hat deshalb nicht gleich das Gefühl, auf einem Roller zu sitzen. Die zwei Rundinstrumente mit einem vergrößerten, mittig platzierten LC-Display erinnern nicht zufällig an den Innenraum eines PKWs und informieren den Fahrer über zahlreiche Werte, die man über gleich zwei Buttons anwählen kann. Diese Doppelbesetzung wäre nicht notwendig gewesen, doch vermutlich musste man einem verwaisten Knopf eine Funktion zuweisen. Ein paar Teile hat man doch von anderen Modellen übernommen, so finden sich auch zwei zugestoppelte Spiegelaufnahmen am Lenker.

Doch angesichts der gediegen Gestalt des Italo-Japaners sind solche kleinen Schönheitsfehler schnell verschmerzt. Es würde uns nicht wundern, wenn das Design seine Inspiration bei dem einen oder anderen Sportwagen gefunden hätte. Besonders der in die sportlich-elegante Verkleidung geduckte Vorderreifen und die schnittigen Felgendekore könnten darauf hindeuten. So wäre jedenfalls wieder die Verbindung zum Auto hergestellt. Natürlich fährt sich der Forza nicht wie ein Auto, sondern besser. Der in der hinteren Hälfte etwas bauchige Körper, das Gewicht von 162 Kilogramm (zum Vergleich SH125i: 137 Kilo) und ein Radstand von 1490 Millimeter lassen einen behäbigen Bewegungsapparat vermuten; doch der Forza schwingt leichtfüßig und elegant durch verkeilte Blechkolonnen, bahnt sich geschmeidg seinen Weg und begeistert jenseits der Stadtmauern sogar noch bei Topspeed 108 km/h mit einer Laufruhe und Stabilität, dass tatsächlich nur noch der Fahrtwind ans Rollern erinnert. Cool und in der dieser Klasse eine Sensation ist der elektrisch verstellbare Windschild, der sich so schnell bewegt wie die Handkante eines Karatekas, doch für meine Größe von 1.80 Metern war er leider nicht hoch genug und mein Bart wurde bis zur Unkenntlichkeit zerwirbelt.

Den etwas dicken, aber gekonnt kaschierten Hintern braucht der Forza klarerweise nicht für den Motor, sondern für den Stauraum. Die wie der Tankdeckel auf Knopfdruck zu öffnende Sitzbank offenbart ein nochmals um 2 Liter angewachsenes Ladevolumen, das bis zu zwei Integralhelme plus Kleinzeug schluckt. Persönliche Gegenstände wie Handy, Geldbörse oder Sturmhaube für Bankgeschäfte verstaut man bequem im Handschufach links vorne, das zwar nicht versperrbar ist, aber eine 12V-Steckdose beherbergt - und vielleicht den Schlüssel, den man deshalb dort nicht vergessen sollte. Ist er in der Nähe, kann über einen Drehknopf in der Mitte entweder die Schließfunktion von Tankdeckel und Sitzbank, die Zündung oder die Lenkradsperre aktiviert werden. 

Ein weiteres technisches Feature ist die Start-Stopp-Automatik, die exklusiv für den 125er und nicht für den 300er angeboten wird. Diese funktioniert nicht nur hervorragend und ermöglicht einen praktisch verzögerungsfreien Start aus dem Stand, sondern kann auf Wunsch über einen Knopf am rechten Lenkerende deaktiviert werden. Vorbildlich sind auch die Bremsen und das angenehm straff abgestimmte Fahrwerk, die gemeinsam für ein hohes Sicherheitsgefühl sorgen und den kleinen Roller selbstbewusster und kräftiger auftreten lassen, als er es eigentlich ist. Denn der 4-Ventiler ist zwar in dieser Klasse bei Honda einzigartig, aber mehr als brave Fahrleistungen können wir ihm nicht attestieren. Weshalb ich persönlich (und als A-Schein-Besitzer) zum 300er greifen würde...
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15.7.2018

Piaggio MP3
Piaggio MP3

Piaggio MP3Drei macht frei

Der bereits seit 2006 das Straßenbild vor allem süd- und westeuropäischer Metropolen bestimmende Piaggio MP3 ruft sich nach dem durchaus berechtigten Hype um Yamahas Niken mit drei Updates in Erinnerung. Die 500er-Reihe wurde auch motorisch deutlich aufgewertet und um die Modelle hpe Sport und hpe Business erweitert, während im kleineren Hubraumsegment ab sofort der völlig neue MP3 350 mitmischt. Der enorme Erfolg der italienischen Dreiradroller liegt zweifellos auch an der seit 2009 gebauten LT-(Large Track)-Variante, die dank einer auf 465 Millimeter erweiterten Spurbreite mit einem Pkw-Führerschein gefahren werden darf – in Österreich sogar ohne zusätzliche Fahrstunden. Das Führerscheinrecht rund um Fahrzeuge mit drei Rädern ist übrigens durchaus tückisch. Details dazu finden sich im Absatz ganz unten.

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22.6.2018

BMW C 400 X Test
BMW C 400 X Test

BMW C 400 X IM ERSTEN TESTSPORT UND LUXUS

Lang hat’s gedauert, jetzt konnten wir endlich damit fahren: mit dem ersten Mittelklasse-Scooter von BMW, dem neuen C 400 X. Mit diesem Allrounder steigen die Bayern gegen arrivierte Konkurrenten wie den Yamaha XMAX 400, den Kymko XCiting 400 oder im erweiterten Umfeld auch Suzuki Burgman 400 und Piaggio Beverly 350 in den Ring.

Dass man als Neuling in einem Segment mit einem Paukenschlag auftreten muss, wollen die Marktgesetze. Im Fall des BMW C 400 X ist es wohl das Design, das sich sofort in einer neuen Ecke positioniert. Die Formensprache erinnert an Adventurebikes, beispielsweise mit dem angedeuteten Geierschnabel an der Front, den vielen Kanten oder dem Scheinwerfer, der direkt von der F 750/850 GS übernommen wurde – alles sehr schick, mit hochwertigen Oberflächen und einer feingefugten Verarbeitung bei unseren Testrollern.

Die technische Basis macht indes keine Experimente. Im Stahlrohr-Brückenrahmen steckt ein 350 Kubik großer Einzylinder, der an eine Triebsatzschwinge mit stufenlosem CVT-Automatikgetriebe gekoppelt ist – bewährte Rollertechnik, auch wenn BMW alles neu entwickelt hat. Warum der Roller bei 350 Kubik Hubraum C 400 X heißt, wird uns auch erklärt: Weil sich seine Power von 34 PS am oberen Rand der 400er-Kategorie einordnet. Die weiteren Daten: das maximale Drehmoment liegt bei 35 Newtonmeter, das Gewicht bei vergleichsweise schlanken 204 Kilo vollgetankt. Der Motor wird übrigens wie jener der F 750/850 GS bei Loncin in China gebaut. Der Unterschied: Während die Midsize-Enduro in Indien endgefertigt wird, lässt BMW den gesamten C 400 X bei Loncin in China produzieren. Daher auch die Verzögerungen bei der Markteinführung: Man musste sich wohl erst zusammenraufen, als es um die Vorstellungen zum Thema Fertigungsqualität ging.

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21.6.2018

Dauertest Suzuki V-Strom 250
Dauertest Suzuki V-Strom 250

DAUERTEST SUZUKI V-Strom 250DAILY DRIVER

17,3 Liter Tankinhalt in Kombina­tion mit weniger als drei Liter Verbrauch – kein anderes Motorrad in unserem Fuhrpark nimmt den Rubrik-­Titel „Longrun“ wörtlicher als die Viertelliterversion der Suzuki V-Strom. Wir können uns gut vorstellen, dass man es mit der DL 250 von unserem Redaktionsbüro ohne Zwangspause an der Zapf­säule nach Lignano schaffen könnte. So verlockend ein kleiner dienstlicher Ausflug ans Meer auch immer ist, diesmal hat sich noch kein Freiwilliger für das Experiment gemeldet. Die heikle Mission muss wohl am Ende durch Streichholzziehen zugeteilt werden. 

Der für das MM-Team eher untypische Mangel an Testmotivation könnte eventuell am Topspeed und an der klassentypisch eher überschaubaren ­Power von 25 PS und 23 Newtonmetern liegen. Je nach Gewichtsklasse des ­wackeren Piloten erreicht die Kompakt-Reiseenduro damit immerhin stattliche 136 km/h Tacho-Topspeed. Da gewinnt man immerhin Autobahnduelle gegen große Lkw locker; gegen gut motorisierte Kastenwagen können sich Duelle indes schon einmal über längere Strecken hinziehen. Lieb gewonnen haben wir die schmale V-Strom schon jetzt im dichten Stadtverkehr: Fast wie ein Fahrrad wedelt die fahrfertig 188 Kilo schwere 250er in der Rushhour durch die Blechlawine und muss sich selbst in der Style-Wertung nicht verstecken. 

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