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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
26.1.2021

Triumph Speed Triple 1200 RS 2021Auftrainiert

Seit 1994 ist der Begriff „Speed Triple“ aus der Motorradwelt nicht mehr wegzudenken, 27 Jahre später rollt nun bereits die elfte Generation aus den Triumph-Werkshallen. Laut Triumph konnte die Leistungsfähigkeit des Dreizylinders dank der intensiven Erfahrungen aus der Moto2-Meisterschaft auf ein neues Niveau gehoben werden. Von einem reinen Update der aktuellen 1050-Kubik-Version kann also keine Rede sein. Der nun Euro-5-kompatible Antrieb wurde von Grund auf überarbeitet. Kein einziger Teil des Vormodells blieb unangetastet, jede einzelne Komponente wurde neu gestaltet. So konnte die Speedy trotz massiver Leistungssteigerung um 10 Kilo abgespeckt werden. 

Beim neuen Antrieb kommen erstmals bei einem Triumph-Sportmotorrad Schlepphebel zum Einsatz, die den Performance-Zuwachs ermöglichen. Außerdem setzt Triumph auf einen kürzeren Hub bei drastisch größerer Bohrung und höherer Verdichtung. Ab sofort stellt der 1160-Kubik-Drilling 180 PS bei 10.750 U/min bereit, der Begrenzer setzt erst bei 11.150 Umdrehungen statt bisher 10.500 Touren ein. Das maximale Drehmoment beträgt 125 Newtonmeter bei 9000 U/min. Generell soll der nun 7 Kilo leichtere Triumph-Antrieb besonders ab 6500 Touren mächtig zugelegt haben und protzt im Modelljahr 2021 mit fabulösem Kraftzuwachs von 30 PS und 8 Newtonmetern im Vergleich zum 1050er-Vormodell - das Leistungsgewicht legt damit um imposante 26 Prozent zu. 

Motorisch profitiert die in Thailand gefertigte Speed Triple 1200 RS auch von einer komplett von Triumph entwickelten, neuen Auspuffanlage. Daher bieten die Briten im Zubehörprogramm ab sofort auch keine Tuning-Auspuffanlagen mehr an; Die homologierte Serien-Anlage reize sämtliche gesetzeskonforme Möglichkeiten der Leistungssteigerung völlig aus, verspricht Triumph. Weitere Verbesserungen am Antrieb umfassen beispielsweise ein gewichtsreduziertes Kühlsystem, eine neue Zündung, eine optimierte Anti-Hopping-Kupplung, ein kompakteres Getriebe für spürbar seidigere Gangwechsel. Wegen der 12 Prozent reduzierten Schwungmasse an der Kurbelwelle darf man davon ausgehen, dass die Speedy ab sofort auch spritziger auf Gasgriff-Befehle reagieren und flotter durch das Drehzahlband röhren wird.

Neben dem beachtlichen Leistungszuwachs des aufgerüsteten Dreizylinders soll besonders das neue, schlankere Alu-Chassis (17 Prozent leichter) für leichtfüßiges Handling sorgen. Obwohl der Radstand von 1445 Millimetern im Vergleich mit dem Vorgänger unverändert geblieben ist, schaffen das neue Getriebe und der kompaktere Motor Platz für eine längere Schwinge. 

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Vollgetankt wiegt die Speed Triple 1200 RS laut Datenblatt nur 198 Kilo – satte 10 Kilo weniger als bisher. Besonders auf die Massenzentralisierung wollen die Triumph-Ingenieure ein strenges Auge gehabt haben. Die Agilität der nun sichtlich kompakteren Speed Triple RS soll sich ab sofort fast mit jener der Street Triple vergleichen lassen, so Triumph. Damit sich die optimierte Wendigkeit in der Praxis mühelos abrufen lässt, wurde auch der 830 Millimeter hohe Arbeitsplatz des Piloten mit schlankerem Tank und Sitz, breiterem Lenker und höherer Schräglagenfreiheit frisch gestaltet - der Kniewinkel soll laut Hersteller dennoch nicht unter diesen Maßnahmen leiden. Denn trotz ihrer uneingeschränkten Tauglichkeit für gelegentliche Track-Days wurde die Speed Triple mit hundertprozentigem Fokus auf Landstraßen-Einsatz entwickelt.

Die rein mechanischen Fahrwerkskomponenten der Triumph Speed Triple RS punkten erwartungsgemäß mit voller Einstellbarkeit  und stammen von der goldenen Edelmarke Öhlins. Eine elektronische Justierung der 43-Millimeter-NIX30-Gabel und des TTX36-Federbeins über das Cockpit sucht man an der Speedy vergeblich. Hier setzen die Briten weiterhin auf Schraubendreher und Hakenschlüssel - die Mehrheit der befragten Kunden würde den Gewichtsvorteil eines mechanischen Systems den Eigenschaften einer semi-aktiven Dämpfung vorziehen, rechtfertigt sich der Hersteller. 

Bei der radialen Monoblock-Bremsanlage offeriert Triumph ebenfalls luxuriöse Ware: Sie stammt aus der Brembo-Stylema-Serie, beim Handhebel lassen sich Griffweite und Übersetzungsverhältnis individuell justieren. Das verbaute Kombibremssystem aktiviert bei Betätigung der Vorder- gleichzeitig auch die Hinterradbremse. 

In puncto Technologie lässt sich Triumph selbstverständlich auch nicht lumpen und ist am Puls der Zeit. Das brandneue 5-Zoll-TFT-Display (inklusive der Darstellungsthemen Cobalt und Furnace) mit Bluetooth-Schnittstelle wurde laut Triumph in Kooperation mit Google und GoPro entwickelt. Es steuert über die kostenfreie My-Triumph-App sowohl die Musikwiedergabe als auch die Hero-Actionkamera, obendrein liefert es Navi-Richtungsangaben per Pfeilanzeige. Keyless-Go (inklusive Tankdeckel-Aktivierung), ein Quickshifter (up & down) mit neuem Sensor, Kurven-ABS, schräglagenabhängige Traktionskontrolle, Wheelie-Control, beleuchtete Lenkerarmaturen, Tempomat und Lithium-Ionen-Batterie sind bei der üppig ausgestatteten RS ab Werk mit an Bord. Lediglich Heizgriffe und die Reifendruckkontrolle sind Teil des Triumph-typisch umfangreichen Zubehörprogramms.

Wie bereits gewohnt, verfügt die Speed Triple weiterhin über die Fahrmodi Rain (reduziert auf 100 PS), Road, Sport, Track und Rider. Die vierstufige (und abschaltbare) Traktionskontrolle und das zweistufige Kurven-ABS bedienen sich der Daten einer 6-Achsen-IMU und lassen sich auf Wunsch auch unabhängig von den Werkseinstellungen des gewählten Fahrmodus individuell justieren. 

Im Unterschied dazu wird die Motorbremswirkung jeweils an den gewählten Fahrmodus angepasst. Die Sensibilität der Drift- und Wheelie-Kontrollen ist dagegen an die gewählte Stufe der Traktionskontrolle gekoppelt. Obwohl die Speed Triple bei Triumph als waschechter Roadster gilt, wurde dennoch nicht auf ein eigenes Rennstrecken-Setting für minimale Eingriffe der Assistenzsysteme bei der Jagd auf Rundenzeiten vergessen.

Zum Modellstart Mitte März wird die Triumph Speed Triple 1200 RS wahlweise in Matt-Silber oder Schwarz verfügbar sein. Preislich unterscheiden sich die Lackvarianten nicht: Die neue Speedy RS schlägt in Österreich mit 20.500 Euro zu Buche (Deutschland: 17.500 Euro zzgl. Liefernebenkosten), dafür muss sie nur alle 16.000 Kilometer zum Service in die Werkstatt. Eine abgespeckte und damit preisgünstigere S- oder R-Version ist aktuell übrigens nicht geplant. Es bestehe laut Marktforschung kein Bedarf, die RS erfülle alle Wünsche der Zielgruppe perfekt, lässt man uns aus Hinckley wissen.

BILDERGALERIE TRIUMPH SPEED TRIPLE 1200 RS DETAILS:


 

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BILDERGALERIE TRIUMPH SPEED TRIPLE 1200 RS - ACTION:


 

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