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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
26.1.2021

Indian FTR 2021Sportlicher und wendiger!

Als Indian sein sportlichstes Modell vor zwei Jahren auf den Markt gebracht hat, war es als Hommage an die Flat-Track-Historie des eigenen Hauses gedacht. Ganz klar, dass man daher auch eine stilechte Bereifung brauchte: 19 Zoll vorne, 18 Zoll hinten. Das sah gut und halbwegs authentisch aus, hatte aber für die Fahrdynamik des eindeutig für Asphalt geborenen Modells doch einige Nachteile. Und die sollen nun wettgemacht werden.

Die FTR-Varianten des Modelljahrs 2021 bekommen daher mit der Ausnahme der Rally ein völlig neues Fahrwerkt verpasst. Die Bereifung ändert sich auf klassische Naked-Bike-Schuhgrößen, also 17 Zoll für vorne und hinten; bestückt werden die Alu-Gussräder mit Metzeler Sportec. Parallel dazu wird der Lenkkopf ein wenig steiler gestellt, der Nachlauf verkürzt.

Die Federelemente selbst bekommen ebenfalls ein Upgrade und sind nun schon beim Basismodell voll einstellbar. Außerdem schrumpfen die Federwege von 150/150 auf 120/120 Millimeter. Damit einher sinkt auch die Sitzhöhe um 36 Millimeter. Die ZF-Sachs-Komponenten des Fahrwerks werden beim Topmodell, der FTR R Carbon, außerdem gegen Öhlins-Ware ersetzt. Noch ein kleines Detail: Die Ergonomie soll von einem um 40 Millimeter schmaleren Lenker profitieren.

All diese Veränderungen gelten, wie erwähnt, nur für die drei straßenorientierten Varianten: die FTR, FTR S und FTR R Carbon. Die FTR Rally bleibt als Scrambler-Modell den bisherigen Felgengrößen (mit Drahtspeichenrädern) und auch den bisherigen Federwegen treu.

Für alle vier Varianten der Indian FTR gelten ab sofort kleine Upates am Motor. Diese ändern zwar nichts an den bekannten Leistungswerten (123 PS, 120 Nm), bringen aber Euro-5-Sauberkeit, eine kleine Optimierung des Kaltstartverhaltens sowie eine Abschaltung des hinteren Zylinders bei Leerlauf, wohl hauptsächlich aus thermischen Gründen. 

Noch eine erfreuliche Meldung zum Abschluss: Der Einstiegspreis der Indian FTR wurde trotz des Fahrwerks-Updates gesenkt.

Im Folgenden kurz die Unterschiede der einzelnen Varianten und deren aktuelle Preise:

• Indian FTR: Das Basismodell kommt mit Tempomat, Voll-LED-Beleuchtung, einem analogen Rundinstrument sowie jetzt neu mit voll verstellbaren Fahrwerkskomponenten. Die einzig verfügbare Farbe 2021 ist Black Smoke mit roten Akzenten, beispielsweise roten Felgenbändern und einer roten Feder am hinteren Federbein. Der Preis: 16.490 Euro (Österreich), 13.990 Euro (Deutschland).

• Indian FTR Rally: Im Grunde die Ausstattung der FTR, allerdings mit größeren Rädern, Speichenfelgen, mehr Federweg, nur partiell einstellbaren Federelementen und einem deutlich höheren Lenker – plus kleinem Flyscreen. Die Farbe 2021: Titanium Smoke. Der Preis: 17.690 Euro (Österreich), 14.990 Euro (Deutschland).

• Indian FTR S: Hier befindet sich schon eine 6-Achsen-IMU an Bord, die auch ein Kurven-ABS mit Überschlagschutz, eine Schräglagen-Traktionskontrolle und eine Wheelie-Kontrolle ermöglicht. Außerdem gibt’s drei Fahrmodi und ein 4,3-Zoll-TFT-Display mit „Ride Comand“, also Connectivity-Funktionen – sowie eine USB-Steckdose. Ein silberner Akrapovic-Schalldämpfer ist ebenfalls Kennzeichen der S-Version, die 2021 in zwei 2-Farb-Lackierungen angeboten wird: Marron Metallic und White Smoke. Der Preis: 19.390 Euro (Österreich), 16.490 Euro (Deutschland).

• Indian FTR R Carbon: Das Topmodell krönt die Ausstattung der FTR S mit ein paar Carbon-Komponenten (Scheinwerferverkleidung, Kotflügel vorne, Tankabdeckung) sowie einem hochwertigen, goldenen Öhlins-Fahrwerk. Der Akrapovic-Endtopf ist hier mattschwarz ausgeführt, der Rahmen rot lackiert; zusätzlich wird der Edelversion auch ein Premium-Sattelbezug spendiert. Der Preis: 21.790 Euro (Österreich), 18.490 Euro (Deutschland).

 

Bildergalerie der Indian FTR Modelljahr 2021

Bildergalerie Indian FTR Rally Modelljahr 2021

Bildergalerie der Indian FTR S Modelljahr 2021

Bildergalerie Indian FTR R Carbon Modelljahr 2021

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Bild 1 von 17

Indian FTR Modelljahr 2021 – technische Daten

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