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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
1.2.2017

Kawasaki Z900 im TestMachtwechsel!

Heuer ist Z-Jahr bei Kawasaki. Nach Z650 (erster Test hier) und ihrer verkleideten Schwester, der Ninja 650, wird in einem Aufwaschen gleich der zweite Bestseller des Hauses völlig neu aufgestellt: die Z900. De jure ist sie die Nachfolgerin der erfolgreichen Z800, de facto handelt es sich um ein völlig neues Motorrad, das die Hackordnung in der Nakedbike-Mittelklasse frisch sortieren wird.

Das will erklärt werden: Zum einen besitzt die Z900 einen neuen Motor, der nicht wie bei Z750 und Z800 von einem angejahrten Supersportler abgeleitet wurde (der ZX-9R), sondern direkt auf der Z1000 basiert. Ein Haucherl weniger Bohrung reduziert den Hubraum auf 948 Kubikzentimeter, die Leistung steigt gegenüber der Z800 von 113 auf 125 PS. Wichtiger ist das satte Drehmoment von 99 Newtonmeter, aber noch wichtiger ist die Leistungsentfaltung: Der aktuelle Z1000-Motor wurde ja als Nakedbike-Motor konzipiert, bietet also fettes Drehmoment schon im unteren und mittleren Bereich. Und weil die Z900-Variante eine um gut 700 Gramm leichtere Kurbelwelle besitzt als die Z1000, dreht der Murl auch noch viel leichter, freudvoller hoch. Aber dazu kommen wir noch.

Vorerst die zweite wichtige Neuerung: Die Z900 kommt nun genauso wie die Z650 oder die H2 mit einem leichten Gitterrohrrahmen, der den Motor als tragenden Teil nützt. Das vor allem in giftgrüner Lackierung ausnehmend fesche Bauteil wiegt daher gerade 13,5 Kilo und trägt ganz maßgeblich zum Federgewicht der Z900 bei: 210 Kilo vollgetankt entsprechen einer massiven Gewichtsersparnis von 21 Kilo gegenüber der Z800!

Da es am Fahrwerk keine großen Paradigmenwechsel gegeben hat, gleich weiter zum Design: Wie zu erwarten führt Kawasaki die bei der Z1000 begonnene Sugomi-Philosophie fort. Dabei nimmt man Anleihen im Tierreich, gerne wird die gespannte Haltung des Panters vor dem Sprung zitiert, aber auch sonst will man vom strengen Blick bis zu muskulösen Wölbungen ein wenig animalisch wirken. Gelingt gut, finden wir, und wird vor allem nicht ganz so extrem ausgereizt wie bei der Z1000, die doch einigermaßen polarisiert.

Nicht ganz so mutig wie bei Design und den technischen Umstürzen war Kawasaki wieder einmal beim Thema Elektronik. Außer ABS wird hier nichts geboten, was den Spieltrieb oder die Sicherheit erhöht: Fahrmodi, Traktionskontrolle, Quickshifter werden genauso ignoriert wie beispielsweise kleine Komfortbringer namens Heizgriffe. Scheinen im Kawasaki-Universum einfach uncool zu sein.

Das Jammern hat aber nach den ersten Metern sofort ein Ende: Was die Grünen hier auf den Asphalt gestellt haben ist nichts anderes als die glorreiche Rückkehr des Vierzylinders in ein Segment, das wir schon von den Zwei- und Dreizylindern erobert dachten: Der Motor ist einfach eine Sensation, läuft fantastisch rund, dabei völlig vibrationsfrei, klingt dank aufwändigen Ansaugbox-Soundtunings herrlich und bietet in jedem Drehzahlbereich reichlich Schmalz. Dazu hängt er so direkt am Gas als würden die Finger an der Drosselkappe drehen, bleibt aber frei von Lastwechseln. Man kann im sechsten Gang ab der Stadtausfahrt flüssig (und druckvoll) beschleunigen oder durch die hohen Drehzahlen orgeln – der Vierzylinder fühlt sich immer wohl und belohnt den Fahrer mit Performance, die ehrliche Freude macht.

Dazu passend hat Kawasaki ein Sechsganggetriebe konstruiert, dass es einem schwermacht, über den fehlenden Quickshifter zu jammern: Selten oder vielleicht überhaupt noch nie haben wir ein so leichtgängiges, dafür scharfschützenpräzises Getriebe erlebt. Chapeau! In Verbindung mit der Assist- und Rutschkupplung, die für minimale Handkräfte sorgt, ergibt sich ein müheloses, angenehmes Fahren – ganz im Sinn der Sitzposition, die noch um eine Spur aufrechter ist als bei der Z800 oder der Z1000. Da freut man sich über ein gutes Kontrollgefühl und eine ausgefeilte Ergonomie.

Wohl um den sportlichen Anspruch des Bikes gerecht zu werden wurde nicht nur der Sattel, sondern auch das Fahrwerk recht straff abgestimmt. Sowohl die 41er-USD-Gabel als auch das Federbein an der neuen Aluschwinge (wiegt nur mehr 3,9 Kilo!) lassen sich aber in Vorspannung und Zugstufe verstellen, da sollte also Spielraum für persönliche Vorlieben zur Verfügung stehen. Unsere ersten Fahreindrücke: Das Einlenkverhalten ist überaus harmonisch und zielgenau, die Wendigkeit ist für eine Fast-Tausender hoch, dazu kommt eine solide Bremserei, die gut dosierbar ist, allerdings nach ein wenig höheren Handkräften verlangt. Die Verzögerungsleistung ist aber astrein.

Bis auf die Elektronik-Verweigerung gibt’s also kein Haar in der Suppe. Manch einer würde sich vielleicht beim Lenker (Stahl), bei der Formgebung der Schwinge, beim doch recht simplen LCD-Instrument der Z650 oder bei den Scheinwerfern (kein LED-Tagfahrlicht) ein kleines Upgrade wünschen, andererseits bietet die 900er ein geiles Z-förmiges LED-Rücklicht, eine blitzsaubere Verarbeitung und – was ja wohl am wichtigsten ist – eine extragroße Dosis Fahrspaß mit Vierzylinder-Kick, wie er in diesem Segment absolut einmalig ist.

Bleibt noch der Preis: Mit 10.750 Euro in Österreich legt Kawasaki mit der Z900 nun ein Angebot auf den Tisch, das mitten in die etablierte Konkurrenz fährt (und nur um 450 Euro über der Z800 liegt!). Grund genug für uns, die Z900 mit Spannung in die Motorradmagazin-Dauertestgarage zu bitten. Wir freuen uns schon auf den ersten Test am heimischen Boden und den Vergleich mit der scharfen Konkurrenz. In Kürze gibt’s also mehr über den grünen Shootingstar – im Heft und hier auf www.motorrad-magazin.at!

Motorrad Bildergalerie: Kawasaki Z900 im Test

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11.1.2019

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Triumph Rocket kehrt zurück!Erwischt: Prototyp der Rakete!

Von ihrer Vorstellung im Jahr 2004 bis zu ihrem Verschwinden vom europäischen Markt im letzten Jahr, bedingt durch die fehlende Euro-4-Homologation, war sie das Motorrad mit dem größten Hubraum und dem mächtigsten Drehmoment am Markt: die Triumph Rocket 3, mit ihrem längs eingebauten, 2,3 Liter großen Dreizylinder. Und nun, mit Euro 5 kurz vor Inkrafttreten, steht Triumph kurz davor eine komplett neue Rocket 3 für das Modelljahr 2020 vorzustellen.

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Kawasaki:

21.12.2018

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Neuer Kawasaki-Händler in WienDer Süden wird grün

Kawasaki Österreich erweitert mit dem neuen Partner FABER KFZ-Vertriebs GmbH ab März 2019 sein Händlernetz im Süden von Wien. Mit der FABER KFZ-Vertriebs GmbH in der Carlbergergasse 66A im 23. Bezirk von Wien hat man einen fachkundigen Partner gefunden, der über jahrzehntelange Expertise im Motorradhandel verfügt. Zum Faber-Saisonopening am 04.-06. April 2019 wird die neue Partnerschaft mit einem neuen Kawasaki Schauraum und der Möglichkeit von Probefahrten der neuen Kawasaki Modelle gebührend gefeiert.

Peter Faber (GF FABER KFZ-Vertriebs GmbH): „Unsere Leidenschaft für Motorräder und langjährige Tradition macht uns zum perfekten Partner für Kawasaki. Wir sind besonders stolz unser Sortiment mit einer weiteren Top Marke zu bereichern und unseren Kunden ein vielfältiges Angebot anzubieten. Die Saison 2019 bringt viele Neuheiten und Highlights und wir freuen uns schon darauf diese bei unserem Saisonopening Anfang April zu präsentieren. Bei entspannter Atmosphäre haben die Kunden die Möglichkeit neue Modelle zu testen und auch attraktive Angebote zu erhalten.“

Peter Huber (GF Moto Ges.m.b.H./Kawasaki Österreich): „Die FABER KFZ-Vertriebs GmbH ist für uns ein Partner mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Motorradbranche. Zudem besteht eine langjährige, persönliche Bekanntschaft, die bis auf den Firmengründer Josef Faber zurückreicht. Aufgrund der Tatsache, dass die Firma Faber im Einzelhandel von Motorrädern und Rollern weiter expandiert, stellt die Marke Kawasaki eine gute Ergänzung des bestehenden Produktportfolios dar, sowohl im Handel als auch in der Werkstätte. Der Standort im Süden von Wien ist für uns ein wichtiges Verkaufsgebiet, welcher unser neuer Partner mit einer professionellen Betreuung bestehender und neuer Kawasaki Kunden positiv beeinflussen wird.“
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7.12.2018

Die Kawaki Ninja 125 und die Z125 im Schlagabtausch.
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Kawasaki Z125 & Ninja 125 TestZweieiige Zwillinge

Unter dem Motto „The toughest Choice“ fand von Ende November 2018 die Presse-Präsentation der beiden neuen Kawasakis Ninja 125 und Z 125 in Malaga, Spanien, statt. Wenn man sich für eine der beiden brandneuen Japanerinnen entscheiden müsste, zahlt es sich definitiv aus, vorher eine Testfahrt mit beiden zu machen. Schließlich spricht Kawa selbst von der "härtesten Entscheidung".

Kawasaki hat vor der Einführung dieser beiden Modellreihen eine Marktumfrage durchgeführt, um zu erheben, was die Hauptgründe für den Kauf solch eines Motorrads sind. Der Großteil der Befragten gab an, den meisten Wert auf das Styling und die Marke des Bikes zu legen (ganz im Gegenteil zu Motorrädern mit größeren Motoren, wo für die Befragten vor allem die Performance zählt). Mit ihrem Styling können die beiden Japanerinnen auf jeden Fall punkten. Sie sollen vor allem eine junge Zielgruppe (= Führerscheinbesitzer der Klasse A1) ansprechen und dieser den perfekten Einstieg in die Welt von Kawasaki bieten – daher kommen auch die Leitsätze von Kawasaki: „Your first Z“ beziehungsweise „Your first Ninja“. Die Ninja 125 vervollständigt somit die Produktpalette im Supersport-Segment, die Z125 macht das Naked-Segment komplett.
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6.11.2018

Kawasaki Versys 1000 SE 2019
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Kawasaki Versys 1000 Versys 1000 SEJetzt geht’s Weiter!

Große Überarbeitung von Kawasakis Adventure Tourer: Die Versys 1000 erhält eine Vielzahl an neuen Ausstattungen, die das Bike sicherer und auf langen Touren angenehmer machen sollen. Die technische Hardware – der Vierzylindermotor und der Rahmen – verharren dabei fast unangetastet. Das bedeutet, dass die Eckdaten der Kawasaki Versys 1000 auch weiterhin bei 88 kW/120 PS und 102 Newtonmeter liegen. Doch sonst bleibt kein Stein auf dem anderen.

Beginnen wir unsere Rundschau ums Bike damit, dass es zukünftig zwei Versionen geben wird: die normale Versys 1000 und eine besser ausgestattete Versys 1000 SE. Für beide gilt, dass der Motor nun via Ride-by-Wire angesteuert wird. Das erleichtert unter anderem die Applikation eines Tempomaten, der nun serienmäßig verbaut wird. Auch die Integration der neuen Bosch-IMU wird dadurch möglich: Der Mehr-Achsen-Sensor steuert das Kurven-ABS, das bei beiden Versys 1000 nun genauso serienmäßig an Bord ist wie die Traktionskontrolle KTRC. Stichwort Bremse: Das Bremssystem KIBS mit radial montierten Monoblock-Sätteln und radialem Hauptbremszylinder wurde von Ninja ZX-10R und H2 übernommen, lediglich an die längeren Federwege der Versys adaptiert. Das sollte für g’schmackige Verzögerungswerte gut sein.
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6.11.2018

Kawasaki W800 2019
Kawasaki W800 2019

Kawasaki W800 2019Auf der Welle des Königs

Sehr lässig: eines der schönsten Retro-Bikes der Neuzeit kehrt wieder ins Programm zurück! Zwischenzeitig aufgrund der neuen Euro-4-Norm aus dem Angebot gefallen wurde die Kawasaki W800 einem strengen Modellpflegeprogramm unterworfen und für die Zukunft fit gemacht. Dass die schönsten Eigenschaften und Bauteile dennoch erhalten geblieben sind, dafür schicken wir ein herzliches Domo Arigatou nach Japan.

Zu den schönsten Bauteilen zählen wir natürlich den Zweizylindermotor. Seine Luftkühlung ist genauso erhalten geblieben wie der mittlerweile einmalige Königswellenantrieb. Auch der Hubraum blieb mit 773 Kubizentimeter konstant,  die Leistung mit A2-tauglichen 35 kW/48 PS ebenfalls. Viele Neuigkeiten sollen hingegen bei Rahmen und Fahrwerk zu finden sein, sagt Kawasaki. Allerdings hält man sich derzeit noch stark zurück, wenn es um die Angabe technischer Details geht. Sie sollen erst Anfang 2019 verlautbart werden.
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Streetfighter:

23.5.2018

Nur 144 Stück wird es von dem 140 PS-starken Edelbike geben.
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MV Agusta Brutale 800RR LH44Hamiltons Hobel

Aus der Zusammenarbeit von MV Agusta mit dem viermaligen Formel 1-Weltmeister und Sonnyboy Lewis Hamilton geht nach der Dragster 800 RR LH44 und der F4 LH44 die nunmehr dritte streng limitierte Sonderserie in Produktion. Die Brutale 800 RR LH44 ist eine hochexklusive Version des legendären Naked Bikes aus der italienischen Edelschmiede.

Neben einer Leistung von 140 PS und einem (Trocken)gewicht von 172 kg wartet die Schönheit (das Motorrad) mit einer rückwärtsdrehenden Kurbelwelle und einem EAS 2.0 Quickshifter, sowie einigen feinen Carbonteilen, einer einzigartigen Lackierung mit weissem Gitterrohrrahmen und einer Keramikbeschichtung an der Auspuffanlage auf. Ab Juni 2018 läuft die MV Agusta Brutale 800 RR LH44 vom Band. Jedes Motorrad kommt mit einer Nummerierung vorne an der Instrumentenverkleidung und einem Echtheitszertifikat. (Laut Datenblatt läuft die Brutale übrigens exakt 244 km/h schnell. Zufall?)

Technische Daten MV Agusta Brutale 800 RR LH44
Motor Dreizylinder, 4-Takt, 12 V D.O.H.C.
Hubraum 798 cm3 
Verdichtung 13.3:1
Bohrung x Hub 79 mm x 54.3 mm
Leistung 103 kW (140 PS) bei 12.300 r.p.m.
Drehmoment  87 Nm (8.87 kgm) bei 10.100 r.p.m.
Radstand 1400 mm
Länge 2045 mm 
Breite 875 mm 
Sitzhöhe 830 mm
Bodenfreiheit 135 mm
Nachlauf 103.5 mm 
Trockengewicht 172 kg
Tankinhalt 16.5 l
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21.3.2018

KTM 1290 Super Duke R 2020
KTM 1290 Super Duke R 2020

KTM 1290 Super Duke R 2020Noch mehr Power!

Trommelwirbel, Paukenschlag! Als erstes Medium weltweit können wir Euch hier auf www.motorrad-magazin.at Fotos von Prototypen der zweiten Generation der KTM 1290 Super Duke R zeigen – und ein paar Insiderinformationen über den Relaunch des Beast 2.0 verraten.

Zuerst einmal die guten Nachrichten: Dem Vernehmen nach soll das Nachfolgemodell der größten Duke Anfang der Saison 2020 auf den Markt kommen. Das klingt vernünftig, denn dann hätte das 2014 eingeführte Supernaked sechs Jahre Dienst versehen und wäre reif für eine Ablöse. Wie die aussieht? Das neue Modell wird sich wohl in einigen Punkten stark weiterentwickeln, aber dem grundsätzlichen Konzept treu bleiben – also vergleichsweise kompakt, leicht und radikal auftreten. Laut unseren Quellen soll die Super Duke bei identischem Hubraum auch nochmals stärker werden, die Rede ist von über 180 PS!
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21.2.2018

TRIUMPH SPEED TRIPLE 2018 TESTHOOLIGAN RELOADED

Bei all den feinen Klassik-Bikes und den vielen Tiger-Modellen der jüngsten Zeit könnte man beinahe vergessen, dass sich Triumph rund um die Jahrtausendwende einen erstklassigen Ruf als Zweirad-Waffenschmiede erworben hat: mit Street Triple, Daytona, vor allem aber der Speed Triple, die längst zur Ikone der Marke geworden ist.

Damit nun auch die schnelle Fraktion unter den Triumph-Fans wieder frisches Futter bekommt, haben die Briten nun genau dieser Ikone ein aufwändiges Update spendiert. Aufwändig? Man sieht ja gar nichts davon, werden die Auskenner nun einwenden. Stimmt, optisch gibt’s kaum Unterschiede zwischen dem neuen 2018er-Modell und der Speed Triple, wie wir sie seit 2014 – oder eigentlich schon 2011 – kennen. Neue hochglänzend lackierten Felgen, geringfügig veränderte Carbon-Teile bei der RS und das eine oder andere Logo – mehr gibt’s von der Designfront nicht zu vermelden. Dennoch wollen wir festhalten: Die Speed Triple sieht noch immer extrem fesch aus, vor allem in der mattschwarzen Lackierung, die der RS vorbehalten ist.

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26.4.2017

Yamaha MT-10 DauertestOptimus Prime

Nach 9854 Dauertest-Kilometern bleibt kein Zweifel: Das futuristische „Transformers-Bike“ kann nicht nur den bösen Megatron in die Knie zwingen.

Alle Fotos: www.kurtpinter.com

Keine Sorge – man muss weder zum Planeten Cybertron reisen noch Shia LaBeouf oder Megan Fox heißen, um einem waschechten Transformer live zu begegnen. Ein wandelbares Maschinenwesen, das den intergalaktischen Actionhelden Optimus Prime, Bumblebee oder Jazz der weltbekannten Kino-Tetralogie wie aus dem blechernen Gesicht geschnitten ist, parkt vielleicht sogar gleich hinterm Haus oder im nächsten Motorradhändler-Schauraum: die Yamaha MT-10. Während der fünfte Teil des Hollywood-Blockbusters erst Ende Juni in den heimischen Lichtspielhäusern Premiere feiern wird, hat uns die MT-10 bereits 2016 knapp sechs Monate durch den Dauertest begleitet. Wegen ihren futuristischen Formen, ihrer stechenden LED-Augen und der Roboter-Frontmaske scheint sie einem intergalaktischen Kampfstern zu entstammen, kommt laut Yamaha-Werbekampagne aber angeblich eher von der „Dark Side of Japan“. Egal, der Vergleich mit einer Transformers-Figur ist nicht nur wegen der optischen Ähnlichkeit gar nicht allzu weit hergeholt. Während die intelligenten Maschinenwesen ihre Körper in andere Formen ummodeln können, verwandelt sich der Charakter der Yamaha je nach Bedarf vom universellen Alltagsbegleiter zum bequemen Touring-Bike oder scharfen Rundenzeitenjäger. Sie schafft den scheinbar unmöglichen Spagat zwischen kompromisslosem Streetfighter und unprätentiösem Partner fürs Leben. Zwar ist die MT-10 der unverkleidete Ableger des hauseigenen YZF-R1 Superbikes, ergonomisch unterscheiden sich die beiden Fahrzeuge jedoch wie Melkschemel und Ohrensessel.

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