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Harley DeadwoodClassic Cruiser 2027
Das neue Schwarze Schaf im Portfolio nennt Harley-Davidson die neue Deadwood, die während des größten Bikertreffens der Welt in Sturgus Anfang August vorgestellt wurde. Stilistisch orientiert sie sich an den von allem nnnötigen Zeugs befreiten Motorrädern nach dem Zweiten Weltkrieg. Vorerst wird das neue Modell neben der Super Glide nur in den USA und Kanada erhältlich sein, später aber auch in Europa.
Ein weiterer Teil der Geschichte bezieht sich auf die damals mit den performance-orientierten Bikes gemeinsam gefahrenen „Rallies". Zu einer der legendärsten wurde eine Ausfahrt im Jahre 1947, wo mehr als 400 Fahrer über die Black Hills nach Sturgis gepilgert sind. Einer der durchquerten Ortschaften heißt: Deadwood.
"Das Deadwood-Modell verkörpert jenen Geist der Rebellion und des Individualismus, der nach dem Zweiten Weltkrieg so präsent war, als viele zurückkehrende GIs mit einem Harley-Davidson-Motorrad eine neue Freiheit erlebten", sagt Bjorn Shuster, Leiter des Designs bei Harley-Davidson. "Damals konnten nur sehr wenige Fahrzeuge mit der Leistung einer reduzierten Kriegsüberschuss-Harley-Davidson mithalten. Als Designer empfinden wir diese Ära der Individualisierung und Personalisierung, die frühen Ursprünge des Bobber-Stils, als sehr inspirierend. Unsere zweite wichtige Inspirationsquelle liegt direkt im Namen Deadwood, einem Ort, der sowohl mit der Sturgis-Rallye als auch mit seiner eigenen rebellischen Geschichte verbunden ist. Das grafische Design der Panzerkunst ruft eine westliche visuelle Sprache hervor, die diesen Ort personifiziert."
Ganz in diesem Sinne ist die Deadwood also blacked-out. Motor, Antriebsstrang, Lenker, Riser, Hebel, Pedale, Gabelverkleidung, Scheinwerfergehäuse ... fast alles wurde in schwarze Farbe getaucht, nur ein paar chromierte Details setzen einen gekonnten Kontrast.
Mit einem der niedrigsten Sitze im Line-Up, einem gekürzten, getönten Windschild und ganz ohne Seitentaschen ist die Deadwood zugleich spartanisch wie auffällig. Das freie Heck gibt den Blick auf den hinteren Teil des Softail-Chassis im Vintage-Hardtail-Look frei. Zudem wurden die hinteren Federwege gekürzt, um eine noch sattere, selbstbewusstere Optik zu schaffen.
Angetrieben wird die Deadwood vom Milwaukee-Eight 117 V-Twin, der maximal 98 PS leistet und ein Drehmoment von 163 Newtonmetern bereitstellt. Diese Kraft wird unter anderem von modernen schräglagensensitiven Assistenzsystemen wie ABS und Traktionskontrolle in Zaum gehalten. Ebenfalls serienmäßig an Board ist eine Reifendruckkontrolle. Drei Fahrmodi (Sport, Road, Rain) ermöglichen es dem Fahrer, die Gasannahme und das Eingreifen der Assistenzsysteme nach seinen Bedürfnissen zu regeln.
Das Angebot an moderner Elektronik und Elektrik wird von einer kompletten LED-Beleuchtung, einem multifunktionellen LC-Display und einer UDB-C-Steckdose abgerundet. Am Fahrwerk lässt sich lediglich hinten die Vorspannung einstellen, das Bremssystem besteht auf einer 300er Scheibe vorne und einer 292er-Scheibe hinten. Die schlauchlosen Reifen haben die Formate 100/90B19 und 150/80B16.
Wir vermuten, wann die beiden neuen Modelle für Europa präsentiert werden, wissen es aber noch nicht. Daher müssen sich Interessenten bezüglich Preise und Lieferbarkeit noch gedulden.
