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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
23.2.2021

Triumph Bonneville Bobber 2021Mehr Show, mehr Reichweite

Um die Neuheiten an der Triumph Bonneville Bobber des Jahrgangs 2021 richtig zu beschreiben, muss man ein wenig weiter ausholen. 2016 präsentierten die Briten nämlich die Bobber, ein Jahr später die Bobber Black. Letztere unterschied sich nicht nur durch den dunklen Auftritt, sondern auch durch einen dickeren 16-Zoll-Vorderreifen, eine fettere Gabel und ein Plus an Ausstattung (Tempomat, LED-Scheinwerfer) von der „normalen“ Bobber.

Für 2021 führt Triumph nun beide Modellvarianten zusammen. Es gibt keine Bobber Black mehr, dafür erhält die normale Bobber (fast) alles, was bislang die Black auszeichnete. Wir haben also nun auch hier die 47-Millimeter-Gabel (in verbesserter Form), den 16-Zoll-Vorderreifen, den serienmäßigen Tempomaten und den 5-Zoll-LED-Scheinwerfer samt LED-Tagfahrlicht. Von der normalen Bobber blieb allerdings das Vorrecht, einige Teile (etwa den Schalldämpfer) in Chrom auszuführen. Nimmt man es ganz genau, dann könnte man eigentlich sagen: Triumph nahm die normale Bobber aus dem Programm und hat die Black modifiziert – aber die Briten wollten es offenbar lieber anders sehen.

Abgesehen von dieser Zusammenführung gibt es aber auch ein paar handfeste News. Die vielleicht wichtigste: Das Tankvolumen stieg von mickrigen neun auf zwölf Liter an. Damit muss man nicht mehr jede, sondern nur mehr jede zweite Tankstelle ansteuern. Es spricht für das Geschick der Triumph-Designer, dass man dieses Mehr an Spritvolumen gut kaschieren konnte.

Was ist sonst noch neu? Die Bremsanlage erhält verbesserte Scheiben und Bremszangen von Brembo, der Motor ein Euro-5-Update. Dabei fiel ein PS mehr an (jetzt 78 PS), und dank verringerter innerer Reibung soll auch das Ansprechverhalten verbessert worden sein. Der Motor erhielt außerdem neue, schwarz pulverbeschichtete Abdeckungen. 

Finally gibt’s auch noch ein wenig Zierrat am bekannten Display: Es erhält eine metallische Blende und ein leicht modifiziertes Ziffernblatt, wirkt damit hochwertiger.

Die nach wie vor extrem auffällige Bonneville Bobber kommt im neuen Modelljahr auch mit zwei neuen Farben: einem gedeckten Rot und einer Zweifarb-Variante aus mattem Grau/Graubraun (auf unseren Fotos zu sehen). Schwarz glänzend bleibt weiterhin im Programm. Die Preise orientieren sich freilich nicht mehr an der bisherigen Bobber, sondern an der ausgelaufenen Bobber Black, auf der sie nun eigentlich basiert. 13.950 Euro zzgl. Nebenkosten in Deutschland und 15.900 Euro in Österreich entsprechen einem Plus von 200 Euro auf die bisherige Bobber Black. Der Marktstart ist im März 2021.

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Wenn sich eine Firma auf die kunstvolle Auffächerung einer Modellpalette versteht, dann ist das Harley-Davidson. Durch die geschickte Kombination von verschiedenen Tankgrößen, Sitzbänken, Rädern, Lenkern, Lackierungen entsteht so auf der gleichen technischen Basis eine ganze Familie für die unterschiedlichsten Geschmäcker und Bedürfnisse.

Jüngstes Beispiel ist die Sportster-Garde. Die kleinen Luftgekühlten bekommen 2018 weiteren Zuwachs durch die neue Iron 1200 und die Forty-Eight Special. Letztere stellt dem Urvater aller modernen Bobber eine leicht veränderte Interpretation zur Seite.

Groß sind die Unterschiede zur normalen und bekannten Forty-Eight nicht, muss man sagen. Ihr wichtigstes Merkmal stellt der höher aufragende Tallboy-Lenker dar. Im Gegensatz zum Mini-Ape, wie er beispielsweise auf der Iron 1200 montiert ist, steht der Tallboy aufrechter, seine Griffe sind weniger stark gekröpft. So wird der Fahrer in eine leicht vorgeneigte Position gezwungen, die Fäuste werden in den Wind gestreckt.

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