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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
2.4.2024

Neu: Indian Scout 2025Mehr Power, fünf Modelle, ab Mai!

Trommelwirbel bei Indian: In Kürze kommt eine völlig neue Indian Scout zu den Händlern. Wobei: Es ist nicht eine, es sind fünf Modelle, die bereits Anfang Mai zu haben sein werden.

Aber der Reihe nach. Die Aufregung um die Scout ist verständlich, wenn man weißt, dass dieses Modell das mit Absatnd wichtigste der traditionsreichen US-Marke ist. Außerdem kommt es ja nicht alle Tage vor, dass die Baureihe erneuert wird: Die bisherige Scout wurde vor zehn Jahren eingeführt; inzwischen natürlich mit Modifikationen frisch gehalten und mit neuen Derivaten ergänzt, aber die technische Basis ist nun tatsächlich schon eine Dekade alt.

Zeit also für Neues, und das darf man nun wirklich wörtlich nehmen: Praktisch alles an der Scout wurde neu gedacht und frisch gemacht. Dies beginnt schon beim Rahmen, der nun wieder aus Stahlrohr gefertigt wird, nicht mehr aus Aluminium wie bei der Vorgängerin.

Was zunächst nach einem Rückschritt klingt, argumentieren die Techniker und vor allem Chefdeigner Ola Stenegard mit Vorteilen bei einem Cruiser: Zum einen kann der Rahmen dank des stabileren Stahls schlanker ausfallen, was den Gestaltern mehr Freiraum bringt (man sieht es an den schön geschwungenen Unterzügen vorne, zwischen denen der Kühler weit besser integriert ist als bisher) – genauso wie den Customizern, denen gröbere Umbauten leichter gemacht werden als bisher.

Der Motor wurde zwar nicht gänzlich neu gemacht, aber doch dramatisch überarbeitet – und vor allem größer ausgelegt: Der flüssig gekühlte V2 – jetzt natürlich auf Euro 5+ homologiert – wächst von 1133 Kubik auf 1250 Kubikzentimeter. Damit einher gehen ein Plus von 11% bei der Leistung (jetzt 105 PS, in einem Fall sogar 111 PS) und ein Zuwachs von 14% beim Drehmoment auf 109 Newtonmeter.

Auch optisch wurde der Zweizylinder überarbeitet, tritt noch eleganter auf; und er besitzt nun ein praktisches Schauglas für den Ölstand. Gleichzeitig erhält er einen Namen, um sich in die aktuelle Motorenpalette entsprechend einzuordnen. Ab sofort hört er auf den Namen „SpeedPlus“. 

Der Wichtigkeit des Modells entsprechend gestaltet sich der breite Auftritt von Beginn an. Die Palette ist auf fünf Modelle aufgefächert, dazu kommen drei Ausstattungsniveaus: Basis, Limited und Limited +Tech. Zwei Modelle sind nur in der Topausstattung erhältlich, bei den anderen dreien kann man wählen.

Die Basisausstattung ist ziemlich bescheiden. Außer dem vorgeschriebenen ABS gibt es keine Fahrassistenz oder andere elektronische Helferleins. Auch die Instrumente bestehen aus einem recht trockenen analogen Rundtacho, in den allerdings nun eine Tankanzeige integriert ist. Die Verbrauchswerte lassen sich ebenfalls in einem kleinen Fenster auslesen. Die Leuchteinheiten arbeiten aber zumindest mit LED-Technologie.

Die Ausstattung Limited bringt eine Traktionskontrolle, einen Tempomaten, eine USB-Steckdose und drei Fahrmodi (Sport, Standard, Tour).

Die Topausstattung Limited +Tech ergänzt diese Goodies noch um eine schlüssellose Zündung und ersetzt das analoge Instrument durch einen runden TFT-Touchscreen, der auch volle Connectivity via hauseigenem System „Ride Command“ mitbringt. So lässt sich auf dem Bildschrim mit gut zehn Zentimeter Diagonale auch eine kleine Kartennavigation darstellen, man kennt das von den Chief-Modellen.

Achtung: Je nach Ausstattung und Modell variieren auch die möglichen Farben. Gewisse schöne Metallic- oder Zweifarb-Lackierungen sind auch nur in Verbindung mit der Topausstattung zu haben.

Nun aber endlich zu den fünf Versionen, die bereits von Beginn an erhältlich sein sollen.

Indian Scout Bobber. Das puristisch-coole Bike steht am unteren Ende der Preisliste und kommt stilgerecht mit 16-Zoll-Vorderrad, einem knapp geschnittenen Einzelsitz, Lenkerenden-Spiegel. Außerdem verfügt die Scout Bobber am Heck über die kürzesten Federwege der gesamten Palette, was naturgemäß auch die Sitzhöhe nach unten schraubt: Sie liegt nur auf 649 Millimeter. Als Eigengewicht gibt Indian 237 Kilo an, allerdings „as shipped“, also wohl nicht fahrfertig mit 90% gefülltem 13-Liter-Tank.

Indian Sport Scout. Eine völlig andere Geschmacksrichtung stellt diese neue Version dar, die die bislang im Programm befindliche Rogue ersetzt. Auf 150 Millimeter langen, gefrästen Risern wird hier ein hoher Lenker montiert, der ein 19-Zoll-Vorderrad befehligt. Die Reifen sind ebenfalls sportlicher ausgelegt: Es sind Metzeler Cruisetec. Zudem gibt’s eine sportliche Scheinwerfer-Verkleidung und einen hinten etwas höher gezogenen Einzelsitz. 

Indian Scout Classic. Die liebliche Alternative für Traditionalisten, mit viel Chrom (auch am Schalldämpfer) und schönen Speichenrädern, vorne in Schuhgröße 16-Zoll. Der hintere Kotflügel ist hier sehr ausschweifend gestaltet, nicht gechoppt wie bei den ersten beiden Varianten. Etwas mehr Gewicht – 243 Kilo – ist der Preis.

Indian Super Scout. Noch eine neue Spielart, eng verwandt mit der Scout Classic – auch wenn hier nicht ganz so viel Chrom glänzt. Die Super Scout versteht sich allerdings als tourentauglicher Cruiser, der bereits Seitentaschen, einen Soziussitz sowie einen schnell abnehmbaren Windschild besitzt. Auf den Speichenrädern werden hier Pirelli MT60RS montiert. Die Super Scout ist nur in der Topausstattung zu haben, das Gewicht summiert sich auf 259 Kilo, die Zuladung beträgt damit nur mehr 190 Kilo.

Indian 101 Scout. Das erklärte Topmodell der Marke ist eine Hommage an die Indian 101 Scout aus dem Jahr 1928 – für viele das beste Motorrad jener Tage. Die neue 101 Scout kommt im Look der Sport Scout (also auch mit 15-Zentimeter-Risern, Halbschale, 19-Zoll-Vorderrad und Metzeler Cruisetec), bringt aber bessere Fahrwerkskomponenten mit: eine goldene, verstellbare USD-Gabel mit 150 Millimeter Federweg, eine 320er-Doppelscheibenbremse von Brembo samt 4-Kolben-Sättel, Federbeine am Heck mit Ausgleichsbehälter. Auch die 101 Scout ist nur mit Topausstattung zu haben, ergänzt um einen besonders schön vernähten Einzelsattel. Ihr Gewicht: 240 Kilo. Außerdem: Nur sie wird durch ein geändertes Mapping mit 111 PS (alle anderen Modelle 105 PS) ausgeliefert. Dieses „stärkere“ Mapping kann man sich aber laut Indian gegen Aufpreis auch bei den anderen Versionen aufspielen lassen.

Damit hat die Geschichte freilich noch kein Ende gefunden. Wer die einzelnen Modelle weiter auffetten will, kann aus anfangs schon über 100 Zubehörteilen wählen. Laut Ola Stenegard sind diese Teile auch mit allen Modellen kombinierbar, man kann sich also auf dem jeweiligen Grundgerüst seine eigene Scout konfektionieren. Und wer noch immer nicht sein Modell gefunden hat: Es kommen noch weitere Varianten nach, wurde uns in Aussicht gestellt. Genaues wurde noch nicht verraten, aber es wird sich darunter wohl auch ein Einstiegsmodell in der Art der seligen Scout Sixty befinden.

 

Bildergalerie In dian Scout Bobber 2024

Bildergalerie Indian Sport Scout 2024

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