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Christoph Lentsch
Autor: Mag. (FH) Christoph Lentsch
christoph.lentsch@motorrad-magazin.at
15.9.2022

Ducati Monster SPSchärfere Ware

Am Antrieb hat sich nichts geändert: Angetrieben wird auch die Monster SP vom Testastretta 11° Motor, einem flüssigkeitsgekühltem 4-Ventil-Twin mit 111 PS und desmodromischer Ventilsteuerung. Auch der von der Panigale V4 inspirierte Frontrahmen aus Aluminium, der direkt an den Motorköpfen befestigt ist, bleibt unverändert.

Die SP-Version zeichnet sich aber standesgemäß durch eine Reihe hochwertiger Komponenten aus, die das Motorrad noch leichter, effektiver und sportlicher machen sollen und auch optisch noch ein Schäufelchen nachlegen. Die Lackierung ist in den 2022er-Farben der Desmosedici GP des Ducati Lenovo Teams gehalten, das Ducati-Logo am Tank orientiert sich an der Panigale V4 und die Sitzbank ist rot bezogen. So viel zur Optik.

Wesentlicher sind die technischen Upgrades, wie die Fahrwerkskomponenten von Öhlins. Die NIX-Gabel ist um 0,6 Kilo leichter als die Standard-Gabel und spricht deutlich feiner an. Bodenfreiheit und Schräglagenfreiheit sollen ebenfalls erhöht werden. Die Federelemente verfügen über eine sportlichere Abstimmung, mit der die dynamischen Qualitäten der Monster SP beim Fahren auf kurvenreichen Straßen verbessert werden soll.

Auch die Bremsen erfuhren eine Leistungssteigerung. Die Anlage wurde mit Brembo-Stylema-Bremssätteln mit Innenringen aus Aluminium für die 320 Millimeter großen vorderen Bremsscheiben (0,5 kg leichter als die Bremsscheiben der normalen Monster) getunt. Dank der geringeren Massenträgheit an der Front wird das Motorrad zudem agiler.

Gewicht wird außerdem durch die Verwendung einer Lithium-Ionen-Batterie eingespart. Trotz zusätzlicher Serienausstattung wie Cockpitverkleidung und Lenkungsdämpfer konnten insgesamt zwei Kilogramm abgespeckt werden. Der erhöhten Performance wird durch das Aufziehen von Pirelli Diablo Rosso IV Rechnung getragen.

Alle Riding Modes und damit alle elektronischen Steuerungen wurden ebenfalls neu kalibriert, um die Änderungen am Fahrwerk optimal zu nutzen. Hinzugekommen ist der neue Riding Mode Wet, der für mehr Sicherheit auf nasser Fahrbahn sorgen soll. Nach wie vor mit an Bord sind Kurven-ABS, Ducati Traction Control und Ducati Wheelie Control. Alle Elektronikhilfen können individuell angepasst werden. Der sportliche Charakter der neuen Monster SP wird auch durch die Launch Control unterstrichen, die blitzschnelle Starts ermöglicht.

Am 4,3-Zoll-TFT-Farbdisplay wird eine an der Panigale V4 angelehnte Rennsportgrafik angezeigt, mit einem großen Drehzahlmesser und einer Informationsanzeige auf der linken Seite, einschließlich der Anzeige des eingelegten Gangs.

Die neue Ducati Monster SP kommt Ende des Jahres in den Handel. Der Preis ist noch nicht bekannt; nicht geklärt ist auch die Frage, ob Ducati seine Lieferprobeleme, die dem österreichischen Importeur 2022 arg zu schaffen machten, in absehbarer Zeit lösen wird können.

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