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Peter Schönlaub
Autor: Peter Schönlaub
6.10.2022

Horex Regina EvoTeure Carbon-Königin ab 2023!

Paukenschlag auf der Intermot: Auf einem gewaltigen Messestand, der manchen großen Hersteller die Schamesröte ins Gesicht treiben müsste, haben die Bayern aus Landsberg am Lech ein neues Modell aus der Taufe gehoben: die Horex Regina Evo.

Das neue Modell ist gewissermaßen ein Kontrastprogramm zur bisherigen (und parallel weiter angebotenen) Horex VR6: Die Regina Evo ist in der Leistung zurückhaltend und federleicht. Nur in einem sind einander die beiden Modelle sehr ähnlich: im Premiumpreis. Aber der Reihe nach.

Beginnen wir bei der größten Besonderheit der Horex Regina Evo: Sie besitzt einen wunderschönen, filigranen Carbon-Monocoque-Rahmen, für dessen Konstruktion und Fertigung man natürlich auf das Know-How des Mutterunternehmens 3C Carbon Group AG zurückgreifen konnte. Aus herrlichem Sichtcarbon werden weiters die Schwinge, das Scheinwerfergehäuse, der vordere Kotflügel sowie die Sitzaufnahme und -halterung ausgeführt. Der Sitz selbst stammt – noch eine Innovation – aus dem 3D-Drucker und besteht aus Spezial-Kunststoff sowie einem Mesh-Gewebe. Aufgrund dieser Fertigungsweise ist der Sitz in Stärke und Ausführung individuell anpassbar; außerdem lässt er sich in zwei Höhen (790/810 Millimeter) justieren.

Auf Leichtgewichtigkeit wurde auch bei weiteren Komponenten geachtet. Der wunderschöne Alutank kommt mit handwerklichem Charme (wird in Italien erzeugt), die verchromten 18-Zoll-Speichenfelgen besitzen ebenfalls eine Basis aus Alu. Unterm Strich konnte damit das Gewicht auf ultraniedrige 133 Kilo trocken gedrückt werden.

Weniger spektakulär ist in diesem Verbund einzig der Antrieb: Die Horex Regina Evo besitzt einen flüssig gekühlten Viertakt-Einzylinder mit vier Ventilen und 600 Kubikzentimeter großem Brennraum. Damit sollen 48 PS und ein maximales Drehmoment von 54 Newtonmeter erreicht werden. Man sieht schon: Hier geht es um Genussfahren vor dem Hintergrund technologischer Exzellenz.

Die weitere Betrachtung des Fahrzeugs offenbart reihenweise liebevoll gemachte Details: Zwei bewusst kleine Scheibenbremsen vorne (260 Millimeter im Durchmesser), damit der Look einer Trommelbremse imitiert wird; einen LED-Scheinwerfer mit Tagfahrlicht in Form des Buchstabens „H“; ein rundes, in den Lampentopf eingelassenes TFT-Display; grandiose Motorabdeckungen; hochwertige Aluhebel für Bremse und Kupplung; gefräste Fußraster. Als Sinnbild für die Detailverliebtheit würden wir aber die beiden runden Luftfilter küren, die sich seitlich links und rechts aus dem Carbonrahmen erheben. Und natürlich die beiden schlanken Schalldämpfer – einen pro Auslasskanal.

In puncto Elektronik soll die Horex Regina Evo sogar mit Kurven-ABS und Traktionskontrolle ausgeliefert werden. Puristen können aber auch auf ein konventionelles ABS downgraden.

Man darf letztlich auch auf die Fahrdynamik neugierig sein. Verantwortlich dafür ist der Österreicher Martin Bauer, dreifacher IDM-Superbike-Champion und langjähirger Test-/Entwicklungsfahrer für zahlreiche große Marken. Der Diplom-Ingenieur hat mit seiner Firma MB BikePerformance die neue Horex Regina Evo mitentwickelt.

Wie sich das Ausnahme-Retrobike fährt, das sollte man – die nötige Barschaft vorausgesetzt – in Kürze erleben können. Das Bike soll bereits 2023 in Serie produziert werden, im ersten Schwung will man 500 Exemplare erzeugen. Der Preis ist noch offen, es wurde allerdings bereits verkündet, dass man mit einer 3 als Beginn der fünfstelligen Summe wird rechnen müssen. Man stelle sich also auf einen Betrag zwischen 30.000 und 40.000 Euro ein.

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