peter.schoenlaub@motorrad-magazin.at
Neu: Honda ADV125City-Adventure
Nach dem großen X-ADV und dem ADV350 in der Mittelklasse bringt Honda 2027 einen neuen Einstiegsroller in seine Adventure-Scooter-Familie: den ADV125. Diese Zugehörigkeit sieht man ihm gleich an: Er wirkt bullig und robust, im typischen SUV-Design.
Um das Versprechen nach ein wenig Geländegängigkeit beim Fahren einzulösen bekam der ADV125 vor allem etwas längere Federwege. Wir vergleichen dies mit dem beliebten PCX125, auf dem der ADV125 basiert. Das bekannte Modell bietet 89/95 Millimeter, der neue Adventure-Roller erweiterte Reserven mit 116/103 Millimeter. Das sorgt auch für eine leicht erhöhte Bodenfreiheit (165 Millimeter), während die Sitzhöhe mit 780 Millimeter moderat um 17 Millimeter steigt.
Die Fahrwerkskomponenten sind ansonsten vergleichbar: Vorne werkt eine 31er-Telegabel, hinten sind es zwei Federbeine mit Ausgleichsbehälter, alles von Showa. Auch die Bremsen zeigen keine Abweichungen: Eine 240er-Scheibe vorne, eine 220er hinten, das sollte in dieser Klasse mit leichten 133 Kilo vollgetankt reichen.
Nur minimal verändert wurden die Reifendimensionen. Hinten dreht sich ein identisches 13-Zoll-Rad, vorne ein 14-Zöller mit etwas höheren Flanken: 110/80-14. Um dem SUV-Look zu entsprechen sind die montierten Pirelli-Reifen etwas gröber profiliert.
Völlig identisch ist der Antrieb. Es handelt sich um den bewährten Einzylinder mit dem Kürzel eSP+, der für seinen angenehmen Lauf und seine Sparsamkeit bekannt ist. Auch hier konsumiert er im WMTC lediglich 2,1 l/100 km, während ihn 12,5 PS und 11,7 Nm auf 97 Stundenkilometer beschleunigen. Eine Start-Stopp-Automatik ist ebenfalls an Bord.
Stichwort Ausstattung: Auch hier übernimmt man das Angebot größtenteils vom PCX. ABS, Traktionskontrolle, Keyless, ein 5-Zoll-TFT mit RoadSync-Connectivity, die Notbrems-Warnung, all das kennen wir bereits vom Pixie der jüngsten Generation. Für einige ein wahrscheinlich interessanter Neuzugang ist allerdings die Möglichkeit, den Windschild händisch um 75 Millimeter zu verstellen.
Muss man für den coolen Look Abstriche in der Transportkapazität hinnehmen? Kaum. Mit 29 Liter unter der Sitzbank opfert man nur ein Literchen, es passt immer noch ein Vollvisierhelm in die Aussparung. Und vorne in der Verkleidung befindet sich ein zwei Liter großes Staufach mit USB-C-Steckdose.
Wer mehr Stauraum braucht, kann auch hier einen Gepäckträger und ein 40-Liter-Smart-Topcase dazukaufen. Im weiteren Zubehör finden sich unter anderem Heizgriffe.
Der neue Honda ADV125 kommt in vier Farben, der Preis ist aktuell noch offen.
