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QJMotor SRK 1000 RRDas Superbike aus China
Dezente Zurückhaltung gehört nicht zum Auftritt der soeben auf der EICMA in Mailand präsentierten SRK 1000 RR von QJMotor. Das ist keine Überraschung, denn immerhin stammt das Design von Adrian Morton, der in der Motorradwelt für seine radikalen Kreationen bei MV Agusta bekannt geworden ist. Die SRK 1000 RR lässt keine Zweifel darüber aufkommen, dass sie auf der Suche nach sehr hohen Geschwindigkeiten und den sich daraus ergebenden Anpressdruck ist, der mit den wohl größten Winglets - nennen wir sie Wings - zustande kommen soll, die wir jemals an einem für den Straßenverkehr konzipierten Motorrad gesehen haben.
Die Einarmschwinge aus Aluminium passt da gut ins Bild. Ihre technischen Vor- und Nachteile sind ja seit Jahren in Diskussion, wobei aktuell eher eine Rückkehr zu Zweiarmschwingen stattfindet. Optisch - und genau hier hat Adrian Morton zweifellos sehr gewichtige Worte mitgeredet - ist die Einarmschwinge klar überlegen, auch wenn sie bei der hier am EICMA-Stand von QJMotor gezeigten SRK 1000 RR interessanterweise mit einer schwarzen Lackierung fast schon versteckt wird.
Eine extrem massiv wirkende USD-Gabel, die weit hinten platzierte Fußrastenanlage, die unterhalb der Gabelbrücke montierten Lenkerstummel und die gar nicht erst vorhandenen Beifahrerfußrasten suggerieren eine massive Rennstreckenauslegung. Man wird sie wohl eher mit dem Bus statt auf Achse dorthin transportieren, schon um die hier montierten Pirelli Supercorsa SP zu schonen.
Die wichtigsten Fragen, die nach den technischen Daten, wurden bisher leider nicht eindeutig beantwortet. Deshalb wagen wir ein paar belastbare Vermutungen. Die Zusammenarbeit mit Adrian Morton ist kein reiner Zufall, sondern hat zweifellos damit zu tun, dass QJMotor bereits ein ähnliches Motorrad mit einem auf einer Zusammenarbeit mit MV Agusta beruhenden Vierzylinder gebaut hat. Der hatte dem Vernehmen nach 163 PS und 921 Kubik, erinnert also an die seit heuer erhältliche, aber schwächere SRK 921 R. Vor drei Jahren wurde eine SRK 1000 RC gezeigt, die QJMotor mit nur 144 PS bei 1078 Kubik angegeben hat, obwohl der Motor von der MV Agusta F4 CC abgeleitet worden war. All das waren im Wesentlichen Prototypen, wobei es aber nahe liegt, dass die jetzt in Mailand gezeigte SRK 1000 RR daran angelehnt ist.
Im Prinzip kann es durchaus sein, dass jetzt ein richtig potenter Vierzylinder der 200-PS-Klasse vor der Einarmschwinge sitzt, der ebenfalls auf einem aktuellen Antrieb von MV Agusta beruht, wobei die Frage offen bleibt, wieviel davon in der homologierten Euro5+ Version im Zulassungsschein stehen werden. Aber das sind aktuell nicht mehr als schlüssige Vermutungen. Sobald QJMotor den Schleier lüftet, legen wir mit den genauen Daten nach!
